one

159 10 0
                                        

chapter onewo bin ich?

Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.

chapter one
wo bin ich?


Graue Dunkle Wände waren um das braunhaarige Mädchen gedeckt.
Eine enge steinerne Zelle.
Draußen ist dumpfes Trommeln zu hören, entferntes Stimmengewirr.
In der Ecke liegt Freya, mit getrocknetem Blut, Wunden und Dreck im Gesicht.
Ihre Kleidung ist zerrissen, ihr linker Oberschenkel ist notdürftig verbunden, ebenso die Wunde an ihrem Bauch.
Ihre Hand ist weit oben mit einer schweren Eisenkette an die Wand gefesselt.
Ihr Atem wird schneller als das Mädchen schlagartig ihre Augen auf schlug.
Keuchend zuckten Ihre Augen hin und her während sie noch schwer versuchte Ihren Atem anzupassen.

Instinktiv zog Sie an ihrer Hand doch als etwas sie davon hinderte drehte sie verwirrt ihren Kopf zur Seite und sah die dicken gerosteten Ketten um Ihr Handgelenk.
Sie zuckte vor leichtem Schmerz auf und als sie dann auf Ihre Wunden sah zog sie verwirrt die Augen zusammen.
"Was zum...?" murmelte sie sich selbst zu.
Ihre Wunde am Oberschenkel war fast nur noch eine Narbe und als sie mit der anderen Hand, die die nicht angekettet war, Ihr Shirt hob sah sie wie um diese Wunde ein breiter Verband gewickelt wurde.
Ihre Augen huschten durch den Raum.
Nur Stein, Schatten und das dumpfe Grollen der Welt draußen.
Kleine Funken von der Sonne schoben sich durch die Gitter herein.
"Hallo?! Irgendjemand!? Clarke? Bellamy?! Jasper?!" schrie sie dann mit Hoffnung das sie jemand hörte.
Stille.

Dann plötzlich...Schritte.
Schwere, gleichmäßige Schritte.
Ein breiter Schatten erschien vor der Tür.
Die Tür knarrte, öffnete sich langsam.
Ein Grounder verschleierter Krieger trat in Ihre Zelle herein, groß, bedrohlich, mit Maske aus Knochen und Leder.
Er blieb direkt vor ihr stehen.
Kein Ton gab er von sich er sah nur auf das Mädchen hinab.
Freya presst sich gegen die Wand, zitternd.
"Was willst du von mir?!" fragte sie trotz Angst mit fester Stimme.
Der Grounder hob ohne etwas zu sagen langsam die Hände, zeigt das er keine Waffe bei sich trug.

Dann legte er seine Finger an die unteren Ende seiner Maske und hob sie langsam von seinem Gesicht.
Darunter ist ein junger Mann – kaum älter als sie selbst, kantiges Gesicht, tiefe Augen, dunkle Haare und trug viele Narben am Hals und im Gesicht.
Er sah sie ruhig an, dann ging er auf ein Knie, etwa einen Meter von dem Mädchenentfernt.
Gespannt sah Freya mit schlagendem Herzen zu dem Grounder vor sich, sie traute sich nicht für eine Sekunde wegzusehen.
"Ich bin Verak." kam es dann trotz tiefer Stimme sanft von ihm.
Freya ließ ihren Blick nicht von ihm und zeigte keine Emotion.

"Was willst du von mir?" fragte sie kalt.
"Ich war bei der Schlacht, ich habe dich halb verblutend liegen sehen und dich mitgenommen." erklärte er dann und in diesem Moment schossen dem Mädchen die letzten Erinnerungen in den Kopf.
Der Grounder mit der Nebel Maske der auf sie zu gelaufen kam.
"Du hast meine Wunden verarztet. Wieso?"
Er hob die Augenbrauen.

"Du wärst entweder verblutet oder die Wunden hätten sich entzündet und daran wärst du gestorben." sprach er.
Verwirrt zog Freya die Augenbrauen zusammen.
"Wieso? Wieso hast du mich nicht sterben lassen?"
Er lachte einfach und sah kurz auf den Stein Boden bevor er wieder die dunklen Augen des Mädchens traf.
"Weil ich gesehen habe wie du kämpfst. Du hast ein Talent. Das sollte man nicht dem Tod schenken." war seine Antwort was Freya nur noch mehr verwirrte.
Und als sie erneut mit Ihrer Hand zuckte sah auch er kurz auf die Ketten darum.
"Oh, ich wollte dich nicht fesseln. Das war... nicht meine Entscheidung." sprach dann Verak und Freya drehte Ihren Kopf etwas an ihm vorbei an die Tür, an welcher die Kette an ihrem Handgelenk befestigt war.
Ihr Blick kehrt zu ihm zurück – vorsichtig, aber nicht mehr panisch.
Dann öffnete Freya wieder ihren Mund.
"Wo ist der Rest? Wo sind meine Leute?" wollte sie dann gleich wissen und jetzt schluckte er vor ihr.

"Mount Weather...sie haben sie mitgenommen. Sie haben den Nebel freigesetzt der alle außer Gefecht gesetzt hat." erklärte er dann.
Freya's Augen weiten sich.
Mount Wheater?
Sie versucht sich aufzurichten, der Schmerz zwang sie zurück auf den Boden.
Sie verzieht das Gesicht, stöhnte.
"Mount Weather? Nein... Das ist... das ist ein Mythos. Ein Ort zum Überleben, nicht... nicht zum Verschwinden." murmelte sie verwirrt und stotternd.
Verak legte seinen Kopf etwas schief und nickte dann aber.
"Nicht alles, was ihr als Mythos kennt, ist einer. Sie wurden von den "Mountain Men" geholt. Ich konnte dich noch mitnehmen. Du warst bewusstlos, und ich war für die Mountain Men wie unsichtbar."
Er schaut kurz weg, als Freya versuchte das alles zu verarbeiten.

Freya sah den Grounder noch immer misstrauisch an.
"Warum ich? Und das ich gut kämpfen kann ist wirklich kein Grund. Ihr habt versucht uns zu töten." platze sie heraus und er nickte mit leicht amüsiertem Blick.
"Das ist richtig. Genau wie ihr versucht habt uns zu töten."
"Wir haben uns nur gewehrt. Hättet ihr uns nicht zu erst angegriffen wäre nichts davon passiert."
Er fing einfach an zu lachen.
"Da hast du recht." mit diesem Satz hockte er sich einfach etwas auf, griff in eine Seiner Taschen und holte einen Silber glänzenden Schlüssel heraus.
Damit öffnete er dann die Kette um Freyas Handgelenk.
Verwirrt zog sie diese dann zu sich und sah zu ihm herauf.
"Woher willst du wissen das ich jetzt nicht abhaue?" sprach sie dann und stand vorsichtig auf ihre wackeligen Beine.
Verak fing an zu grinsen.
"Weil du ohne mich keine Chance hast hier lebendig raus zu kommen." war seine Antwort bevor er die Tür öffnete und hinaus lief.
Zögernd trat Freya ihm hinterher.

Freya spürte den harten Boden unter ihren Füßen bei jedem Schritt als sie Ihre Hand vor ihre Augen hielt um die Sonne, die ihr schlagartig die Sicht versperrte, abzublenden sobald sie aus der Zelle ins Helle trat.
Der grobe, lehmige Weg war übersät mit kleinen Steinen und getrocknetem Gras.
Die Luft roch nach Rauch, feuchter Erde und irgendetwas Bitterem, das sie nicht zuordnen konnte – vielleicht getrocknete Kräuter oder das Blut, das man hier offenbar nicht ganz aus dem Dreck wusch.
Verak ging vor ihr, wortlos wie bisher, die Schultern breit, das Schwert auf dem Rücken glänzte durch die Sonne, sein Blick geradeaus gerichtet.
Seine Bewegungen waren kontrolliert, fast lautlos, obwohl er doppelt so schwer zu sein schien wie sie.
Er sagte nichts, und doch war er nicht bedrohlich.
Freya spürte keine Gefahr von ihm – aber sie war wachsam.
Sie hatte gelernt, dass Stille oft tödlicher sein konnte als Geschrei.

Der erste Ort, an dem sie vorbeikamen, war eine lange, dunkle Hütte aus gebogenen Ästen und mit Tierhäuten überzogen.
Durch einen Spalt in der Wand sah sie einen Mann auf einer Liege liegen, das Bein bandagiert, während eine Frau mit geflochtenem rotem Haar über ihn gebeugt war.
Verak hob die Hand und deutete ohne ein Blick auf das Gebäude.
„Heilerstätte," sagte er knapp.
Seine Stimme war tief und rau, als hätte er lange geschwiegen.
„Wenn du verletzt bist, geh zu Talia. Sag, dass Verak dich schickt."
Freya nickte langsam, nicht sicher, ob sie wirklich irgendwann freiwillig in diese Hütte gehen würde.
Sie war kein Teil dieses Ortes – das wurde ihr mit jedem weiteren Schritt klarer.

PROTECTOR; bellamy blakeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt