Luke
Sei froh, dass sie wenigstens für dich da ist.
Ich wusste, was Ash damit meinte. Seine Mum war nicht für ihn da gewesen. Ist er wohl deswegen so geworden?
Später kam auch noch Mali hinzu. Eigentlich wollte sie sich nur einen Joghurt holen aber Neugierde ist menschlich, also setzte sie sich zu uns und hörte uns zu. Wahrscheinlich wartete sie darauf, dass sie Ashton verbessern konnte oder so, denn sie saß da ganz konzentriert. Jetzt versuchten mir also alle drei diese blöden Formeln zu erklären.
>>Ich werde das nie verstehen!<< seufzte ich und lehnte mich zurück.
>>Doch, du musst nur - << setzte Ash an.
>>Jaja, ich weiß, ich muss das dividieren und rüber bekommen und verzaubern und was weiß ich.<< ich verschränkte bockig die Arme vor der Brust.
Calum verdrehte nur die Augen, Mali aß ihren Joghurt während Ash etwas tat, was ich nie gedacht hätte. Er legte eine Hand an meinen Arm, zog mich so wieder zum Tisch und sagte: >>Du schaffst das schon.<< und dann erkläre er mir alles noch einmal. Und noch einmal. Und noch einmal.
>>Stell dir das mit Bonbons vor!<< warf Mali plötzlich ein.
>>Mit Bonbons?<< fragte Ash und grinste. Dabei bohrten sich diese wunderschönen Grübchen in seine Wangen.
>>Hat bei mir auch immer geklappt.<< sagte Mali und zuckte mit den Schultern.
>>Wenn du meinst... dann erklär ich das alles noch mit Bonbons.<< grinste Ash und schrieb wieder irgendwelche Zahlen und Buchstaben in mein Heft.
~
>>Danke nochmal.<< sagte Mali zu Ash und lächelte ihm zu.
>>Kein Ding.<< winkte dieser ab. In mir kam ein komisches Gefühl auf wenn ich sah, wie Ashton und Mali sich gegenseitig zulächelten. Es fühlte sich ein wenig wie Wut an, aber es schmerzte auch. Irgendwie.
>>Ich muss dann auch los.<< murmelte ich, schulterte meine Tasche und lief los.
>>Sicher, dass ich dich nicht fahren soll?<< fragte Mrs. Hood mich da es schon dunkel war.
>>Nein, ich schaff das schon.<< murmelte ich und verließ das Grundstück. Seufzend lief ich die Straße entlang, lief an Ashton's Haus vorbei und bog dann in meine Straße ein. Sie lag ruhig da. Auf den Bürgersteigen war niemand zu sehen, die meisten Leute saßen jetzt sicherlich mit ihren Familien vor dem Fernseher oder spielten Spiele. Eine Straßenlaterne flackerte aber deswegen machte ich mir keine Gedanken. Beunruhigender war jedoch, dass ich mich beobachtet fühlte. Schnell schaute ich über meine Schulter.
Ich hätte schwören können, dass ich da einen Schatten gesehen habe.
Mit einem mulmigen Gefühl lief ich weiter. Mein Herz fühlte sich an, als würde es mir gleich aus der Brust springen.
Beängstigend.
Mein Puls raste, meine Atmung verschnellerte sich.
Ich war bei der flackernden Straßenlaterne angekommen und erschrak. Hatte da jemand gerade eine Mülltonne umgeworfen?
Ich drehte mich wieder um.
Wieder dieser Schatten der nun hinter einer Hecke verschwand.
Ich versuchte, den Kloß der sich in meinem Hals gebildet hatte, herunterzuschlucken aber es gelang mir nicht.
Mein Atem ging nur noch stoßweise.
>>Hallo?<< fragte ich vorsichtig. Dabei brach meine Stimme ab. Wer auch immer mich verfolgte, wusste nun, dass Angst hatte. Verdammt große Angst.
>>Hallo?<< rief ich noch einmal. Wieder keine Antwort.
Ich drehte mich um, wollte meinen Weg nach Hause fortsetzen, doch dann erlosch das Licht der Straßenlaterne endgültig und ließ mich zusammenzucken.
Hinter mir war ein leises Lachen zu hören.
Schnell drehte ich mich um, mein warmer Atem verwandelte sich beim Zusammenstoß mit der kalten Abendluft zu kleinen Wölkchen.
Ich wollte die Person vor mir fragen, wer sie sei, doch ich brachte keinen Ton heraus.
Mein kompletter Körper war auf Flucht aus, doch als die Person einen weiteren Schritt auf mich zu machte, blieb ich wie versteinert stehen.
Sie war vielleicht 1,85m groß, dünn und schwarz angezogen.
Mit langsamen und bedrohlichen Schritten kam sie näher, ließ die Straßenlaterne unter der sie gerade stand und die ihr Gesicht erleuchtet hätte, wenn sie ihre Kapuze nicht so weit ins Gesicht gezogen hätte, hinter sich und kam auf mich zu.
Bei näherem Betrachten wusste ich, dass es ein Junge sein musste. Die Art, wie sein Körper gebaut war und wie er ging.
Auch als er nur wenige Meter vor mir stand, bewegte ich mich keinen Schritt. Vielleicht, weil ich dachte, wenn ich mich nicht bewegen würde, würde er mich auch nicht sehen.
Vielleicht hatte er mich auch noch nicht gesehen.
Doch dieses letzte Stückchen Hoffnung löste sich in Luft auf, als sich eine bekannte Stimme räusperte.
>>Hallo, Luke.<<
Habt ihr eine Idee, wer das sein könnte und was passieren könnte? :D
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Homo(phobic) ||Lashton
Fanfic》Ich muss einfach mal anfangen, die Augen zu öffnen und dem Leben ins Gesicht zu sehen. Ich muss aus meiner Regenbogenwelt mit pinken Einhörnern rauskommen und endlich einsehen, dass die Welt voller Kriminellen, Machos, Psychopathen und voller Fake...
