Kapitel 18

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Ich wachte auf, aber vor meinen Augen war alles verschwommen. Aber ich lag auf etwas bequemen. Das letzte an was ich mich erinnerte, war der Club. Ich blinzelte ein paar Mal und realisierte, dass ich auf einer Couch lag. Dann sah ich zu meiner rechten und erblickte Tini. Sie war es wirklich. "Tini?", flüsterte ich. Ich wollte mich aufsetzen, aber sie drückte mich wieder runter. "Bleib lieber liegen", sagte sie. Es hörte sich an, als würde sie sich Sorgen machen. Aber da musste ich mich irren. Schließlich hasst sie mich. "Was mache ich hier?", fragte ich. "Ich habe dich sozusagen gerettet", lachte sie. Gott, ihr Lachen ist himmlisch. "Wieso rettest du mein Leben? Ich bin ein Nichtsnutz. Sieh mich doch nur an", murmelte ich und schloss die Augen, auf Grund von starken Kopfschmerzen. "Weißt du, was ich sehe, wenn ich dich anschaue?", sanft drang ihre Stimme in mein Ohr. Ich schüttelte auf ihre Frage bloß den Kopf. "Na ja, zuerst sehe ich einen Dickkopf, der das macht, was er sich in den Kopf setzt. Der sich nicht scheut, das zu machen, was er will. Jemanden, der witzig ist. Zwar auf eine manchmal ziemlich komische Weise, aber nun ja. Ich sehe Jorge, der eine Lücke in meinem Leben füllt...füllte", nach diesen Wort stoppte sie. "Ich hole mal einen nassen Waschlappen", meinte sie und ging weg. Ich fülle eine Lücke in ihrem Leben? Oder besser gesagt habe ich sie gefüllt. Ich weiß nicht, wie oft ich es noch sagen will, aber ich bin ein Idiot. Ich verdammt dummer Idiot. Wie soll ich das jemals wieder geradebiegen?"Wie hast du mich eigentlich hierherbekommen?", fragte ich Tini, während sie mir den kalten Waschlappen auf die Stirn drückte. "Weißt du das denn nicht mehr?", fragte sie. Ich schüttelte den Kopf und sie erzählte mir die Geschichte: "Na ja, als ich dort jemanden auf dem Boden liegen sah, ging ich hin. Als ich diese Person auf den Rücken drehte, bemerkte ich, dass du es bist. Also habe ich dich wach gemacht und direkt gemerkt, dass du sturzbesoffen bist. Ich habe dich gestützt und so sind wir hierhergekommen." Oh Gott, davon weiß ich nichts mehr. "Wieso hast du mich nicht einfach liegen lassen? Wieso? Ich meine du hasst mich. Warum solltest du mir helfen?" Sie tat, als hätte sie meine Fragen überhört und widmete sich wieder meinem Kater. "Ich hole dir eine Tablette. Die bewirkt Wunder, glaub mir", und damit verschwand sie wieder. Sie ist so fürsorglich, obwohl ich ihr Herz gebrochen habe. So langsam sollte ich endlich etwas an der aktuellen Situation ändern.
Also stand ich auf und ging in die Küche, welche ich ja noch wegen dem Einbruch kannte... Ich holte Geschirr raus und deckte den Tisch. Danach nahm ich mir Eier und machte Rührei. Keine Ahnung, ob sie das mag. Aber es geht ja um die Geste. "Jorge?", kam es aus dem Wohnzimmer. "Hier!", rief ich zurück. Wenige Sekunden später lehnte sie im Türrahmen und sah mir beim Kochen zu. "Du machst Essen?", lachte sie. Ich fand es schön, mal normal mit ihr zu sprechen. Ohne jeglichen Streit. "Ob du's glaubst oder nicht. Ein wenig kochen kann ich auch", antwortete ich.
"Darf ich dich etwas fragen?", fragte ich, als wir uns gegenüber am Tisch saßen und frühstückten. "Ja, klar." "Hast du mich hierher mitgenommen, wegen dem, was ich dir gestern Abend sagte, als ich bei Lodo war?" Sie sah auf ihren Teller und errötete. Jetzt hatte ich sie am Harken. "Siehst du mich bitte an, Tini?", tadelte ich sie. "Und wenn es so wäre?", stellte sie die Frage.

Sorry mal wieder für das kurze Kapitel. Es sollte wenigstens etwas spannend am Ende bleiben. ♥

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