*Daryls Position*
Sie hatte eine wahnsinnige Ausdauer und sie war wie besessen von ihrem Ziel. Was war nur auf einmal los mit ihr?
Der Himmel verdunkelte sich rasch und graue Wolken zogen auf. Schon wenige Minuten später spürte ich einen Tropfen auf meinem Blut und dreckverschmierten Gesicht. Der Regen verstärkte sich und im nu sah ich die Hand vor den Augen kaum noch. Meine durchnässte Kleidung hing schwer an mir herunter.
In meinen Springerstiefeln sammelte sich das Wasser und meine nassen Haare klebten an meiner Stirn.
Ich hatte sie fast aus den Augen verloren, nur eine Silhouette verriet, dass sie noch vor mir war.
,,Shit." Entfuhr es mir, als ich in der Ferne viele Punkte erkannte. Beißer.
So viel wie ich sehen konnte waren es eine Menge der Matschbirnen.
Melissa steuerte starr auf sie zu und anstatt das sie langsamer wurde, erhöhte sie ihre Schrittgeschwindigkeit. Ich hatte Mühe mitzuhalten. Mein Seitenstechen, die ich von dem Tempo und dem wenigen Training momentan, bekam, wurden immer schlimmer. Ich musste anhalten, weil mir langsam aber sicher die Luft abgedrückt wurde, mehr Training, schwor ich mir zu dem Zeitpunkt. Aber so wie das mit Guten Vorsätzen ist, glaubt man an einem Tag dran um sie am nächsten Tag über Bord zu werfen.
Ich musste wohl oder übel stehen bleiben und fragte mich wie Melissa es aussieht.
Doch nun verlangsamte diese ihre Schritte und blieb dann auf der Kreuzung stehen. Sie stand einfach da im Regen und rüherte sich nicht. Zumindest der Regen waren nur noch halb so schlimm, sodass man wieder gut sehen konnte.
Auf einmal jedoch ertönte ein Donnern und kurz darauf erschien ein Blitz, der den Himmel, wenn auch nur für kurz, strahlend hell erleuchtete. Ich rollte mit den Augen, das hatte mir gerade noch gefehlt.
Melissa stand noch immer regungslos da. Die Horde war nicht mehr weit.
Ich duckte mich hinter einige Autos, die auf dem Bürgersteig standen. Ich hörte neben dem Donnern, klickende Geräusche, aus ihrer Richtung und das übliche ächzende Geräusch, welches mich viele Nächte nicht hatte schlafen lassen.
Ich musste Melissa retten. Das ganze ist eine verschissene Selbstmord Aktion. Doch mich wunderte, dass die Beißer sich nicht auf sie stürzten.
Sie schlichen noch immer auf sie zu, selbst die schnellen runner, bewegten sich in Zeitlupe und machten keine Anstalten sie anzugreifen.
Ich fühlte mich hilflos. Ich konnte und wollte sie nicht sterben lassen, doch trugen meine Beine mich nicht weiter. Ich konnte eh nicht gegen hunderte Beißer auf einmal kämpfen, vorallem wenn Runner Und Clicker aufeinander hockten. Urplötzlich hörte ich in meiner Nähe ein klicken.
Ich fuhr herum und stach einem Clicker, der soeben kurz davor war, mich anzufallen, in den ekligen, ranzigen Kopf.
Der kam mir gerade recht. Ich schmierte mich mit dem Blut voll und hoffte, dass der Regen den Geruch nicht so schnell abwusch.
Ich hängte mir zur Sicherheit noch einige Gedärme, von dem toten Clicker, um und schlich noch näher an Melissa. Sie hatte sich keinen Zentimeter gerührt.
Ich Begriff nicht was vor sich ging.
Die Viecher interessierten sich nicht für sie und das obwohl sie nicht mit Beißerblut oder Gedärmen eingerieben war.
Die Matschbirnen bleiben stehen!
Nun setzte sich Melissa in Bewegung, langsam ging sie auf die Herde stehen und verschwand in der Masse.
Ich traute meinen Augen nicht. Die Beißer, die gerade auf dem Weg zu unserem Hof waren und vor denen ich Rick schon per Funk warnen wollte, machten auf dem Absatz kehrt und klebten förmlich an Melissas wohlgeformten Arsch.
In die Richtung aus der sie kamen, gingen sie zurück und folgten Melissa.
Wie sollte ich das jemals jemanden erklären?
Die Herde verschwand, ebenso wie Melissa. Woher wusste sie von der Herde? Woher wusste sie von ihren Fähigkeiten, oder wollte sie sich eigentlich umbringen?
All diese Fragen schwirrten wie eine Plage in meinem Kopf.
Erst war sie aufgelöst und hatte geweint und jetzt stellte sie sich einer Horde Beißer?!
Ich brauchte dringend einen Plan.
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Speaking Souls (TWD/ Daryl Dixon FF)
FanfictionWenn sich von einem Moment auf den anderen alles verändert, versucht man alles um zu überleben. Doch ich habe schon immer überlebt! Ich lerne Menschen kennen und weiß nicht mal ob ich Ihnen vertrauen kann... Doch da ist dieser eine Mann...der mir...
