Kapitel 23: Bittere Verluste

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*Daryls Position*

Das erste Mal, seit Ewigkeiten, schlief ich so fest, dass ich sogar träumte.
Ich träumte von einer normalen und schöneren Zukunft, ohne diese Beißer, mit meiner Familie, ein Haus abgelegen zusammen mit Melissa.
Als meine Gedanken an Melissa hingen, verdrängte ich die Träume und Vorstellungen sofort. Ich wollte nicht lieben, nicht in so einer Welt, zu gefährlich.
Es macht einen Schwach und Angreifbar und gefährdet einen selbst und die Person die man Liebt.

Ich lag also noch immer mit geschlossenen Augen, auf dem Rücken und suchte, mit meiner Hand, nach Melissa.
Als ich ins leere fasste, öffnete ich meine Augen.
Sie war weg...schon wieder.
Schnell wischte ich mir durchs Gesicht und strich mir meine Stähnen, die mir ins Gesicht hingen, mach hinten. Ich kratzte mich am Bart und stemmte mich auf und schaute mich um. Sofort erblickte ich meine Weste, die unberührt auf dem Stuhl lag. Meine Armbrust lag noch immer da, wo ich sie abgelegt hatte und mein Blick schweifte weiter durch das kleine Zimmer, ein großer Teil von Melissas Sachen fehlte.
Ich schnappte mir meine Sachen und schritt schnell aus dem Bungalow.

,,Wo ist sie?!" Schrie ich durchs ganze Camp.
Carol, die gerade mit Lea und einem Korb voll Wäsche vom See kam, erschreckte sich und ließ den Korb fallen.
Rick half Carol schnell beim aufsammeln.
,,Wo. Ist. Sie?!" Buchstabierte ich kalt.
,,Von wem redest du überhaupt?" Fragte mich Lea ernsthaft.
,,Von wem glaubst du, spreche ich?" Zischte ich böse zu ihr.
Sie nahm ihre Hände schützend vor sich.

Ich lief Währenddessen wild umher und rief immer wieder ihren Namen.
,,Jo!? Weißt du wo Melissa ist?" , Jo der in diesem Moment mit Glenn und Maggie redete, wurde hellhörig.
,,Ja, sie ist mit Nina und Dean, Claytus holen gegangen. Ich hoffe sie haben keine Probleme." Sprach er beruhigt.

Mir platzte der Kragen. ,,Willst du mich VERDAMMT NOCHMAL VERARSCHEN?!" Sie ist mit Nina und DEAN weg?!"
Ich ging immer näher auf ihn zu und rückte ihm auf die Pelle.
Ich stand nun so nah vor ihm, das ich seinen Atem, in meinem Gesicht merkte.
,,Daryl! Beruhig dich! Wir gehen sie suchen." Unterbrach Glenn meinen redeschwall, der mich soeben überkommen hatte und nun sah ich zu ihm, um dann wieder Jo böse anzufunkeln.
,,Wenn Melissa irgendwas passiert ist. Nur weil ihr mir nicht Bescheid gegeben habt! Dann SCHWÖRE ICH wird euch das Leid tun!" Gröllte ich wütend umher.
,,Also wer kommt mit?" Fragte ich in die Runde.
,,Ich werde dich unterstützen, kleiner Bruder." Schallte es aus dem Hintergrund. Merle trat hervor und klopfte mir auf die Schulter.
,,Dann komme ich mit, ich lasse mir meinen dad nicht schon wieder wegnehmen!" Hörte ich Leas ernste stimme sagen.
Merle aber protestierte: ,,Nein wirst du ni.." weiter kam er nicht, den ein lauter knall durchbrach ihn.

Dieser kam von einen der Bungalows.
,,ROY? ALISON?!" Schrie ich, wie vom Blitz getroffen.
Unsere Gruppe lief zu der Hütte und ich stieß sofort die Tür auf. ,,Alison?!" Eine leblose Gestalt lag am Boden. Eine Blutlache ergoss sich unter ihrem Kopf. Mir stiegen Tränen in die Augen.
Ich hechtete zu ihr und war froh, dass Roy gerade nicht hier war.
In Alisons Hand lag eine Waffe und auf dem Schreibtisch, neben ihr, lag ein Zettel. ,,Für meine große Liebe Roy und meinen Sohn Daryl."

Mein Atem stockte. Die ältere Frau, die wie eine Mutter für mich war, lag mit einem Kopfschuss auf dem Boden.
Ich war wie ein Sohn für sie.
,,Warum, warum musstest du das tun..Ali..." meine Stimme brach ab.
Merle trat herein und legte seinen Arm um meine Schulter, ich kniete vor ihrer Leiche und weinte.

Ich weinte um meine Mutter, um meine Freundin und die Mutter meines ,,Ziehbruders."
,,Alison..?" Eine zittrige Stimme drang von der Tür, an mein Ohr.
Schlagartig drehte ich mich zu Roy.
Der alte Mann weinte.. er starrte auf die Leiche seiner Frau.
,,Alison!" Roy schien zu realisieren, was passiert war und stürmte nun zu mir und Alison.
Er hockte sich neben sie und hob ihren Kopf an, er legte diesen an seine Brust und ließ seinen Kopf auf ihren ruhen. Rick und die anderen standen vor der Tür. Rick raufte sich die Haare und musste sich erst einmal hinknien um nicht durchzudrehen.
Lea stand bei Merle und dieser legte Väterlich seine Arme um sie.
Maggie weinte in Glenns Armen.

Speaking Souls (TWD/ Daryl Dixon FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt