Kapitel 27: Wiedersehen

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*Melissas Position*

Ich kniff meine Augen zusammen, um sie im nächsten Moment zu öffnen.
Ich atmete tief aus, als ich erkannte, dass ich nicht länger in den Finger dieser Geisteskranken sein musste oder besser war. Ich spürte eine Hand auf meinem Bauch und einen warmen Körper an meinem Rücken. Ein angenehm warmer Hauch traf auf meinem Nacken und ich fühlte mich sicher.

Doch Daryls Berührungen schmerzten.

Mein Körper, der immer noch mit Narben übersät war, machte mit unmissverständlich klar, dass mich niemand irgendwo anfassen sollte.
Diese Wirkung dieser, schmerzlindernden Drogen hatte vollkommen nachgelassen.
Alles tat weh.
Ich verzog mein Gesicht und drehte mich umständlich auf den Rücken, weil dort nicht allzu viele Wunden waren und ich so am besten liegen konnte.
Ich schaute zu Daryl, der immer noch friedlich neben mir schlummerte. Ich strich ihm mit meiner Hand sanft eine Strähne aus dem Gesicht.
Nun öffnete er auch seine Augen.
Sofort legte sich ein Lächeln auf seine Lippen und ich verspürte den Drang, mich nach oben zu beugen und ihn zu küssen.
Doch meine körperliche Verfassung ließ es nicht zu. Daryl jedoch schien meine Gedanken lesen zu können und so beugte er sich rasch zu mir hinunter und schloss die, nicht allzu große, Lücke zwischen uns.
Er drückte mich gegen ihn, doch ein Schmerz durchfuhr mich und so drückte ich mich von ihm weg.
Daryls erschrockener Blick durchfuhr mich und sorgte für eine Gänsehaut und einen Schauer über meinem Rücken.
,,Tut mir leid, es ist nur so...mir.."
Er schaute noch besorgter und wagte nicht, mich anzufassen, weil er Angst hatte, mir weh zu tun.
,,Mir tut alles weh." Beendete ich meinen Satz.
,,Was haben diese Schweine dir nur angetan?" Erklang seine brüchige Stimme.

Ich richtete mich so gut es ging auf.

Ich saß nun in dem ausladenden Doppelbett und schaute kurz über meine Schulter zu Daryl.
Dann zog ich dieses Kleid aus, welches mir in dem Lager übergeworfen wurde und schaute zu dem entsetzt schauenden Mann meiner Träume. Er schaute auf die etlichen Wunden, die Brandflecke und Blasen, die Stiche und als ich mich umdrehte, auf die zeichnenden Rippen, die darauf hinwiesen, dass ich kaum etwas zu essen bekommen hatte.
Daryl richtete sich auf und zog laut die Luft ein. Sein verärgerter Blick hatte etwas erschreckendes.

So sauer hatte ich ihn noch nie erlebt.

,,Ich werde diese Bastarde in der Luft zerreißen." Erklang es aus seinem Mund.
Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, auch wenn es ehr unpassend war und ich auf völliges Unverständnis seitens Daryl traf.
,,Was grinst du jetzt?" Klang er genervt und verwirrt zugleich.
,,Zu spät, deine Freundin ist eine Superkillermaschine." Gab ich zu.
Sein Blick war wie versteinert und nicht deutbar.
Ich wusste nicht woran es lag, entweder an der Tatsache, dass ich mich als seine Freundin bezeichnet hatte oder daran, dass es mir nichts ausmachte, dass ich diese Kerle getötet hatte.
,,Ich will zu den anderen." Durchbrach ich die Stille.

Ich wuchtete mich irgendwie hoch und schlenderte zum Kleiderschrank.
Ich zog mir ein viel zu großes Shirt an, welches wohl eher Daryl passen würde, nahm mir irgendeine Jeans aus den Schrank und schaute in den Spiegel.
Ich sah aus wie ein grässliches Monster, sodass ich es nicht lassen konnte, in den Spiegel zu starren.
Hinter mir nährte sich Daryl und dieser stellte sich hinter mich und schaute ebenso in den Spiegel.
,,Ich sehe schrecklich aus." Sagte ich kleinlaut und enttäuscht.

Kein Wunder warum Daryl mich nicht liebte, oder es mir nicht sagen konnte, so wie ich aussah.
Ich erstarrte.
Eine Hand legte sich sanft auf meine Schulter, doch ich Schritt schnell beiseite.
,,Ni...Nicht." erwiderte ich darauf.
Daryl schaute daraufhin enttäuscht und grimmig auf den Holzboden unter sich.
Ich drehte mich zu ihm und stellte mich direkt vor ihn. Ich legte meine kaputten Hände, auf seine Wangen und Lächelte aufmunternd.
,,Tut mir leid." Hauchte ich seicht.

Speaking Souls (TWD/ Daryl Dixon FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt