Kapitel 1: Der Tag an dem die Welt fiel

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Am Wegesrand, an dem ich gerade entlang lief, war es leer und so leise das ich mein eigenes Herz hören konnte.

Die Stille beunruhigte mich. Ich erhob mich langsam vom dreckigen und leicht Schnee bedeckten Boden, auf dem ich mich niedergelassen hatte und spürte die Kälte an meinen Fingerknochen. Ich hatte nicht mehr viel zu essen und das Wasser in meinem Rucksack musste ich aufsparen bis ich wieder einen See oder einen Fluss fand. Dick eingepackt in eine viel zu große Männerjacke und mit einer Kapuze auf dem Kopf, den Schal im Gesicht, ging ich völlig durchgefroren durch die leeren Straßen meines kleinen Dorfes. Überall verteilt lagen Menschen, die keine Menschen mehr waren und Menschen, unter anderem auch Familien mit Kindern, die sich vor dem riesigen Ansturm der Infizierten nicht retten konnten.

Ich hatte die Hoffnung auf ,,richtige" Menschen aufgegeben. Mit meiner Axt, die ich an meinen Rucksack geschnürt und griffbereit hatte und die mir gute Dienste leistete, ging ich durch die Straßen. Wenn mir einer dieser „Seelen" wie ich sie persönlich nannte, entgegen kam schlug ich ihnen damit durch den Schädel um ihr Gehirn zu zerstören.

Es war schon gut 4 Monate her, seitdem das alles hier begann und schon jetzt fühlte ich mich wie eine Wilde. Die halbe Menschheit ausgelöscht, um Nahrung kämpfend wie wilde Tiere. Die Zeit verging und verging und verging. Kein Lebenszeichen. Außer vieler dieser Seelen, die mich als ihre Nahrung ansahen, war niemand zu sehen. Ich ging immer weiter, die zugeparkten Straßen entlang, und durchsuchte Autos nach brauchbarem. Ich schaute zu einer der letzten brennenden Straßenlaternen, die nun anfing zu flackern und letzendlich auch erlosch wie alle anderen zuvor. Nun war es auf den Straßen dunkel.

Die letzten Sonnenstrahlen zogen ihre Bahnen über das dichte Blätterdach der vereinzelten Bäume, die am Wegesrand standen. Ich schaute auf meine Armbanduhr, die schon einen kleinen Sprung hatte, dennoch funktionierte. ,,8 Uhr" murmelte ich vor mich hin.

Das war die Zeit wo die Viecher oder auch Seelen am meisten vorbeischlurften und stöhnend und röchelnd auf sich aufmerksam machten.

Ich ging kurzerhand zu einem der Häuser und checkte es auf Infizierte.

Nichts. Ich ging in den oberen Teil des Hauses. Es war ein sehr schlicht eingerichtetes Häuschen welches einer alten Dame gehört hatte. Es gab in dem großen Haus einen Kamin im ausladenden Wohnzimmer, eine kleine Küche, ein Bad und ein Schlafzimmer. Ich liebte es die Fotos an der Wand und auf dem Kamin zu betrachten. Es war ein heimiliges und warmes Gefühl und es war als wäre die Welt nicht untergegangen.

Die alte Frau und ihren Mann auf dem Bildern zu sehen, wie glücklich sie doch waren. Mir lief eine Träne der Rührung über die Wange, die ich sogleich mit meinen mittlerweile aufgetauten Händen wegwischte. Wie sehr hatte ich von so etwas geträumt. Aber mal ehrlich findet mal während einer Zombie Apokalypse nen Kerl, der nicht vollkommen Geistes gestört ist und euch fressen will!

Ich schaute in die Küche und wurde fündig. Ein Glücksgriff Cookies! Genau das brauchte ich jetzt. Ich fand noch mehr Proviant, den ich in meinen Rucksack stopfte. Ich suchte alle wichtigen Medikamente zusammen und steckte diese auch im meinen Rucksack. Ein Schlachter Messer war einer meiner größten Funde, denn diese waren sehr effektiv bei den Viechern. Ich hielt mir stehst vor Augen, dass es ja unterschiedliche Verwandlungsstufen gab und ging sie im Kopf immer wieder durch, um sie nicht zu vergessen.

Stufe 1: die schnellen und wendigen Hohlköpfe oder auch Runner wie man sie nannte.

Stufe 2: waren wiederum schon härtere Burschen, ich nannte sie Slow-walkers. Nicht so schnell wie die Runner jedoch viel stärker und unauffälliger dadurch, dass sie nicht wie die Runner schreiend auf dich zulaufen sondern im Gegenteil, ruhig auf einen zuwanken.

Speaking Souls (TWD/ Daryl Dixon FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt