Kapitel 17: Fremde

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*Beths Position*

Aus dem Schatten trat nun ein junger Mann hervor.
Er war Mitte 30, hatte kurze, braune, leicht verwuschelte Haare und trug einen Rucksack. Er lächelte verschmitzt. Sein 3-Tage-Bart, ließ ihn verwegener aussehen.
Er hielt ein Gewehr in der Hand und kam nun langsam auf mich zu.
Sofort richtete ich meine Waffe gegen ihn und starrte ihn vernichtend an.
,,Hey, ähm...ich bin Dean." Stotterte er leicht, doch er hatte seine Waffe ebenso gezückt.
,,interessiert mich nen scheiß wer du bist." Maulte ich ihn an.
,,ich hab dich gerettet, so dankst du es mir." Warf mir dieser eingebildete Schnösel entgegen.
,,Wovor willst du mich gerettet haben? Vor einem Mitglied meiner Familie?! Sag mal hackts bei dir?!"
Er rief mit eine Antwort entgegen: ,,er wurde gebissen!"
,,Hätte ich gemerkt!" Fuhr ich ihn an.
,,ich laufe euch schon die ganze Zeit hinterher, um zu gucken ob man euch trauen kann, während du schliefst hat sich dein Freund umgesehen und wurde gebissen. Schau doch unten an sein Bein." Wies er mich an.
,,Klar damit du mich erschießen kannst und du mir mein Pferd klaust!" Entgegnete ich geschickt.
,,Dann schau ich nach, nur damit dus weißt ich hätte euch schon oft genug umlegen können, wenn ich es gewollt hätte." Lachte er auf.
,,dann geh!" Forderte ich.
Der Mann lief zu der Leiche meines Toten Familienmitgliedes und fummelte am linken Hosenbein herum.
Er krempelte die Hose, ein wenig, hoch und zeigte auf eine Stelle.
Tatsächlich war dort Blut zu sehen und auch ein Biss. ,,Nah was hab ich gesagt?" Sprach der Idiot oberflächlich.
,,Ich vertrau dir trotzdem nicht!" Sprach ich ernst.
,,Hey, ich will doch auch nur überleben und suche einen Platz für mich und meine Familie. Mein Bruder und seine Frau, sie erwarten ein Baby und Sams Frau Alicia, also die Frau meines Bruders, ist schon im 7 Monat." Erklärte er sich.
Nun wichen meine ernsten Minen und ich schaute ein wenig besorgt.
,,Wie brauchen dringend Unterstützung und Hilfe, Alicia ist nicht mehr gut zu Fuß und dort wo wir untergekommen sind, ist es nicht mehr sicher. Bitte.." flehte er mich nun an. Ich nickte verständnisvoll.
,,Nah gut, aber keine Tricks sonst kann ich für nichts garantieren. Bring mich zu ihnen." Er lächelte.
Ich nahm Claytus Zügel und lief mit diesem Dean gemeinsam zu jenem Unterschlupf.
Wir liefen eine Straße entlang und kamen an einem hotel vorbei, die Straßen verdreckt und zugeparkt.
,,Wo sind sie?" Fragte ich nebenbei.
,,sie sind in einer Bar, wir müssen einen Weg hinten durch finden, vorne laufen überall diese Frankensteine lang." Sprach er. Ich sah was er meinte, eine alte Bar vor der jede menge Beißer klebten und mit ihren Gesichtern immer wieder gegen die Vordertür klatschten.
Ich fragte wolang es nun ginge.
Wir hielten noch ziemlich guten Abstand, ich wollte kein Risiko eingehen. Allein schon Claytus Hufe, wären zu laut.
,,Wir gehen leise durch die Seitengasse und dann über die Balkons, in die Wohnung über der Bar. Was wir allerdings mit deinem Pony machen, weiß ich nicht." Flüsterte er und zeigte erst mit den Fingern den ungefähren weg und dann auf Claytus.
,,ich lasse ihn jedenfalls nicht verrecken." sprach ich.
Er versuchte mich mit Handbewegungen zu beruhigen. ,,Hier in der Nähe is ne alte Werkstatt. Dort gibt es Garagen und sicher auch eine für dein Pferd, ich kenne den Weg, hab da damals immer an meinem Wagen rumgebastelt." Meinte Dean schließlich. Wir entfernten uns wieder von der Bar und gingen in eine andere Straße. Dort erkannte man schon von weitem ein Schild auf den ,,Joels Werkstatt.", In Großbuchstaben, stand.
Ich sah zu den Garagen, von denen Dean gesprochen hatte, und steuerte, gemeinsam mit ihm, leise auf sie zu.

Das Gelände war wie ausgestorben.
Ich lehnte meinen Kopf gegen das erste Tor und hörte ein grunzen und ächzen aus dem Inneren.
,,Da sind vielleicht 5 drin." Schätzte ich. Ein erstaunter Blick seitens Dean schwappte zu mir herüber.
Ich zückte mein Messer und zeigte, mit dem Finger, auf das offene Fenster oberhalb der Garage.
,,Hilf mir mal." Befahl ich und er schaute mich mit einem
bist-du-durchgeknallt-blick an.
Ich aber bestand darauf und wartete auf die Räuberleiter.
Ich zog mich den Rest nach oben.
Im Inneren waren 3 und ich dachte umso besser für mich. Ich sprang auf den ersten und rammte ihm ein Messer in den Schädel. Ein beißender Gestank lag in der Luft und es roch abartig nach Tod und Verwesung.
Ich nahm mir die nächsten Beiden vor und steckte ihnen, mein Messer direkt zwischen ihre glasigen Augen.
Der letzte Geselle war ein beschissener Clicker gewesen, ich bekam eine Gänsehaut bei den Geräuschen die er von sich gab.
Dieses Geröchel und geclicke war aber auch einfach nur widerlich.
Ich schaute mich um und war froh, dass kein weiterer Beißer hier war.
Ich ging also zum Tor und öffnete es.
Ich schnappte mir Claytus Leine und brachte ihn in die Garage. Dort stellte ich ihn ab und klopfte ihm auf die kräftigen Schultern. ,,Bin bald zurück, mein Großer. Pass auf dich auf, ja?" Flüsterte ich ihm in sein weiches Ohr.
Er schnaubte und so ging ich hinaus. Ohne meinen Blick von Claytus abzuwenden, schloss ich das Tor.
Ich war froh, dass diese Trennung nur für kurze Zeit war. Mit Dean ging ich zurück zur Bar. Wir schlichen in die Seitengasse und liefen zum hinteren Teil. Auch hier waren Seelen, wie Melissa immer sagte.
Dean verschwand in ein Haus und zog mich hinterher.
Er schloss die Tür und so waren wir im Nebengebäude. Er lief eine Treppe hinauf und ich folgte. Oben angelangt gingen wir zu einer kleinen Balkontür.
,,Dort rüber." Zeigte er mit seinem Finger, zu dem anderen Balkon.
Er stieg auf den Rand unseres Balkons und sprang geschickt auf die andere Seite. Nun stand er auf dem anderen Balkon unseres Zielhauses und wartete auf mich. Ich hüpfte hinterher und zusammen gingen wir nach drinnen. Dean steuerte auf die Treppe zu. ,,Hier runter." Befahl er.
Er ging hinunter und began zu rufen: ,,Sam? Alicia?"
Aus einem anderen Raum in der Nähe hörte ich eine dumpfe Stimme: ,,Dean?" Komm her wir sind hier!"
Dean öffnete die Tür, aus dem die Stimmen kamen.
Kaum war ich ihm ins Zimmer gefolgt, staunte ich nicht schlecht.
Ein riesiger Mann, noch größer als Dean, stand mitten in dem kleinen Raum. Dean ging auf ihn zu und umarmte den Riesen mit den längeren, braunen Haaren und dem
3-Tage-Bart.
,,Wer ist das?" Erklang es hinter den Beiden und ich erkannte eine schwangere Frau, mit langen braunen Haaren. Sie hielt sich ihren Bauch und ging nun zu dem riesigen Typen, der wohl Sam war.
,,Oh..das ist..ja wie heißt du jetzt eigentlich?" Fragte Dean mich.
,,Du kennst sie nicht und bringst sie hierher?!" Erklang es empört von der jungen Frau, die dann wohl Alicia war. ,,Ich bin Beth." Stellt ich mich vor.

Die Frau musterte mich, mit ihren dunkelblauen Augen, und schaute vorwurfsvoll zu Dean. ,,Sie wird uns helfen." Beruhigte Dean sie.
,,und wenn nicht? Was ist wenn sie einer dieser verrückten ist?" Redete sie auf Dean ein, als ob ich nicht da wäre.
,,Hallo ich stehe hier! Und nein verrückt bin ich nicht! Aber scheinbar braucht ihr meine Hilfe ja doch nicht, dann kann ich ja wieder gehen, muss meine Leute finden!" Keifte ich biestig.
Dean hielt mich am Arm und sprach erneut auf Alicia ein: ,,Sie ist ok, sie hätte mich einfach abknallen können, als ich ihren freund erschießen musste."
,,ich hab ihm den gnadenschuss verpasst." Sprach ich leise zu ihm.
Er schaute betrübt.
,,Also was jetzt?" Sprach Sam, der ein kariertes Hemd trug und eine kaputte Jeans, ebenso wie sein Bruder Dean.
,,ihr kommt mit zu meinem Unterschlupf. Meine Gruppe nimmt euch sicher auf. Jetzt kümmern wir uns um die Beißer und dann sehen wir weiter." Erklärte ich.
Alle stimmten zu.
,,Dean wir beiden werden die Beißer am hinterausgang los, du bist Sam richtig? Du hilfst deiner Frau und ich hole Claytus und dann kannst du ihr auf ihn helfen." Sprach ich ernst.
,,Bitte auf wen soll ich mich setzten?!" Alicia klang empört und schaute dementsprechend. Sie kannte mein Pferd ja nicht.
Dean lachte laut auf.
Er nahm mir die Antwort ab: ,,das is ihr Gaul." Alicias Augen funkelten. ,,Du hast noch ein Pferd?" Fragte diese überrascht. Ich antworte knapp mit einem ,,Ja" und fuhr dann mit dem Plan fort.
Alles war soweit geklärt und wir machten uns bereit. Sam und Alicia packten die Sachen und Dean und ich machten uns kampfbereit.
Ich gab ihm eines meiner Messer und wir gingen den Weg zurück, den wir gekommen waren. Wir sprangen über den Balkon und schauten noch einmal schnell nach unten. Etwa 15 Beißer.
Ich nickte zu Dean und dieser ging mit mir zu der Gasse mit den Beißern, welche wir jetzt anlockten. Sie wankte auf uns zu und schleimten den Boden, mit ihrem verrotten Blut, voll.
Ich stach den ersten Beißer ab und nahm mir sogleich die nächsten vor.
Noch weitere Seelen kamen von einer nebengasse hinüber. Ich gab Dean rückendeckung und warf ihm ein: ,,Es werden zu viele." Entgegen.
Wir liefen los und lockten sie so vom Haus weg.
So standen wir auf der offenen Hauptstraße und kämpften gegen die Seelen.
Doch plötzlich waren die Beißer wie benebelt. Keiner machte mehr Anstalten uns fressen zu wollen.
Dean war ebenso verwirrt. Doch dann erkannte ich eine Gestalt.
Melissa.
Ich war erleichtert doch schien Melissa nicht bei sinnen zu sein. Ich erkannte stechend weiße Augen und Blut, welches aus ihren Augen lief, als wären es Tränen.
Ich war geschockt. Die Seelen machten kehrt und liefen wie Hunde auf Melissa zu.
Sie hielt ihre Hand in die Höhe und alle blieben stehen. Sie lächelte und ballte die Hand zu einer Faust..
Und ein Massaker begann...

Speaking Souls (TWD/ Daryl Dixon FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt