*Melissas Position*
Und ich wachte auf.
Die Sonnenstrahlen kitzelten mich an der Nase und ich musste nießen. Ich saß nun aufrecht im Bett und schaute mich um. Es war so ruhig.
Ich hatte unruhig geschlafen und sah bestimmt demnach aus.
Es waren diese Gesichter. Jedes einzelne war gespeichert in meinen Erinnerungen. Männer und Frauen die ebenso überleben wollten. Unschuldig mussten sie sterben und meine Albträume bestraften mich dafür.
Was war ich für ein Mensch?...das fragte ich mich oft. Ich stemmte mich auf und stieg aus dem Bett.
Ich hatte die Sachen von gestern abend an und da viel mir ein das Carol mich doch noch was vorbeibringen wollte was mich ablenken sollte. Ich schaute auf den kleinen Beisstelltisch neben dem Bett.
Ein Buch ruhte darauf. "Die Geschichte über das Mädchen, was die Welt rettete, von Johnson Holdbacker" mir huschte ein Lächeln über die Lippen und ging dann ins Bad. Ich erschreckte mich furchtbar, als ich sah, dass Daryl darin stand. Oberkörperfrei stand er, mit einem Rasierer in der Hand, im Badezimmer und schaute ebenso erschrocken und verdutzt.
Ich wollte gerade umdrehen, als er mich aufhielt. ,,Bleib, ich bin gleich fertig." Meinte dieser irgendwie sanft und traurig zugleich.
Ich stellte mich also neben ihm vor den Spiegel und schaute meine Wunde an, die sich über mein Gesicht erstreckte. Dunkle Schatten lagen unter meinen Augen und die Augenringe waren mittlerweile chronisch.
Meine weißen Augen mit den schwarzen Punkten in der Mitte ließen mich aussehen, wie ich mich fühlte, wie eines der Monster aus Horrorbüchern, die ich mal gelesen hatte. Ich sah das Daryl mir dabei zuschaute und drehte schnell den Kopf weg als ich ihn ansah.
Er drehte sich zu einem Stuhl, welcher in dem Badezimmer stand und nahm sich ein paar Socken und das daneben liegende schwarze Shirt. Ich sah, dass er genauso wie ich viele Narben auf dem Rücken hatte und ein Tattoo zierte sein rechtes Schulterblatt bis runter zu seiner Taille. Es sah aus wie zwei Engel oder Dämonen mit Flügeln, die nach einander griffen. Ich konnte es nicht so recht sehen, den einige Narben gingen über das Tattoo. Ich wusste nicht warum, aber ich ging zu ihm und legte ihm meine Hand auf den Rücken und achtete dabei darauf, ihn nicht zu verletzten.
Er war gerade dabei sich Socken anzuziehen und schaute nun schräg zu mir hoch. Er richtete sich auf und sah nun zu mir hinunter. Ich schaute in seine hellen blauen Augen und merkte, dass sie im Licht einen leicht grauen Schimmer hatten.
Ich war wie hypnotisiert. Er sah mich an und redete nun mit ernstem Ton: ,,Du siehst Scheiße aus, du solltest die Wunde in deinem Gesicht untersuchen lassen." ,,Charmant wie eh und je." Gab ich ihm zurück und obwohl sein Ton ernst war, hörte es sich ehr sarkastisch an und ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen.
Auch er lächelte.
,,Was gibt es da zu grinsen, du scheinst ja genau zu wissen, was die Frauen hören wollen. Sagst mir, ich sehe Scheiße aus, aber weißt genauso, dass du nicht besser aussiehst." Konterte ich sein liebevolles Kompliment.
,,Da ist sie wieder." Sagte er lächelnd und zog sich das Shirt über und stapfte aus dem Bad, ehr ich etwas sagen konnte. ,,Da war sie wieder?" Fragte ich mich.
Ich sah erneut in den Spiegel. Daryl hatte Recht, die Wunde sah wirklich nicht gut aus. Sie war ganz rot und schmerzte, sie hatte sich wohl ein bisschen entzündet. Ich bewegte meinen Kopf hin und her. Mein Nacken schmerzte ebenso, ich hatte mich verdreht, zumindest ließ der Schmerz darauf schließen. Ich wusch mein Gesicht mit klaren Wasser und verzerrte mein Gesicht. Das Wasser brannte furchtbar in meiner Wunde.
Ich ging nach unten, als ich mich frisch gemacht hatte. Ein leckerer Geruch drang aus der Küche. Alle samt saßen sie beim Frühstückstisch und unterhielten sich angeregt.
Nur Merle, Jo und Daryl saßen nicht dort. Sofort wurde ich voll allen seiten mit einem "Guten Morgen" begrüßt und es begann der Alltag.
Es war fast ein normaler Ablauf in dieser kranken Welt. Ich stetzte mich an den Tisch und bekam von Glenn ein Teller mit frischer Suppe, aus Kräutern aus dem Garten, hingestellt.
Genüsslich roch ich daran und merkte wie mir Wasser im Mund zusammenlief. Ich löffelte gierig die Suppe aus. ,,Nicht so schnell sonst verschluckst du dich noch." Sagte Roy väterlich. Ich hustete und brachte zwischendrin ein: ,,Zu spät." Hervor.
Alle lachten.
Es war fast wie eine große Familie. Beth, Carol und Maggie standen um die kleine Judith herum und versuchten sie zu füttern.
Maggie, beth und Glenn sahen müde aus, vermutlich hatten sie kaum Schlaf gefunden. Sie kümmerten sich gemeinsam mit Rick und Carl um die kleine und mussten nebenbei noch Wache halten.
Carl sah sehnsüchtig aus dem Fenster Richtung Schlachthaus.
Und auch Chris stand daneben und schaute in die gleiche Richtung.
,,Hey Chris, Carl wollt ihr beiden nach Claytus sehen und ihn ein bisschen auf dem Hof rumführen, frische Luft würde ihm auf jeden Fall nicht schaden. Später könnt ihr ihn grasen lassen, aber nur unter Beobachtung, verstanden?" Beide strahlten mich an und Carl fiel mir in die Arme. Ich erwiderte seine Umarmung, obwohl ich zunächst überrascht war. Alle anderen wunderten sich, warum ich die Umarmung zuließ. Ich lies sonst niemanden mehr wirklich in meine Nähe und brauchte oft meine Ruhe.
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Speaking Souls (TWD/ Daryl Dixon FF)
FanfictionWenn sich von einem Moment auf den anderen alles verändert, versucht man alles um zu überleben. Doch ich habe schon immer überlebt! Ich lerne Menschen kennen und weiß nicht mal ob ich Ihnen vertrauen kann... Doch da ist dieser eine Mann...der mir...
