*Melissas Position*
Dean ließ sich den Rest des Abends nicht mehr blicken und Daryl wich mir, seit dem Kuss, nicht mehr von der Seite, sodass es fast an Kontrollwahn grenzte.
Es ging mir ziemlich auf den Keks, dass ich nicht mal zur Toilette gehen konnte, ohne das Daryl neben mir war. Ich hatte Glück, das er vor der Tür zu den Frauenduschen und WC's stehen blieb.
Ich hatte endlich einen Moment für mich. Am Anfang fand ich es ja noch süß, doch dieses eingegrenze meiner Freiheit und meines Freiraums zerrte an meinen Nerven.
Ich duschte mich rasch und ging noch schnell auf die Toilette, bevor ich zu meinem persönlichen Wachhund, mach draußen ging.
Daryl sah sehr müde und geschafft aus, was wohl daran lag, dass er die ganze Zeit hinter mir herlief.
,,Leg dich hin und Schlaf, du siehst beschissener aus als ich." Sagte ich liebevoll streng.
,,Danke, ich weiß deine Freundlichkeit zu schätzen." Murmelte er ein wenig angepisst.
,,Wenn es sein muss, lege ich mich neben dich, damit du keine angst haben musst." Scherzte ich.
Daryl wischte sich mit der flachen Hand durchs Gesicht und schaute dann müde.
,,Nah dann." Gähnte er. Zusammen machten wir uns also auf den Weg zu meiner Hütte, es war gerade mal später Nachmittag, doch wenn ich Daryl für einige Stunden los war, war mir das recht.
Ich zog Daryls Weste, die ich noch immer trug, aus und schmiss sie auf den Stuhl.
Dann ließ ich mich auf das dunkelbraune Holzbett fallen und legte mich auf den Rücken, schlug meinen Hände unter meinen Kopf und schaute zu Daryl.
Er ging langsam zum Bett und setzte sich auf die Kante.
Er wischte sich erneut durchs Gesicht und drehte seinen Oberkörper in meine Richtung. Ich lächelte freundlich und zog dann meine Arme unter meinen Kopf hervor.
Nun drehte ich mich von ihm weg und zog die Arme an mich. Meine eine Hand klemmte ich wieder unter meinen Kopf und die andere ruhte an meinem Bauch. Ich spürte wie sich die Matratze nach unten wölbte und hörte ein erschöpftes Stöhnen hinter mir. Daryl lag auf dem Rücken und strich mit seiner Hand über seinen Bauch.
Er schaute mich an, soviel war sicher.
Ich rollte mich einmal herum, sodass ich nun mit dem Gesicht zu Daryl lag.
Ich musterte ihn eindringlich und auch er wendete den Blick nicht ab.
"Schweigen ist unser Ding" wird unser Motto, beschloss ich ab diesem Zeitpunkt.
Ich hatte ihm verziehen, zu groß war das was man "Liebe" nennt, in meinem Bauch. Er hatte heute tatsächlich in aller Öffentlichkeit Gefühle gezeigt, mehr wollte ich doch nicht. Ich wollte nur, dass er zu mir steht und ich nicht nur eine "Affäre" bin.
Nina würde weiter forschen, so hatte sie es gesagt und ich war froh darüber. Wir müssen nur noch ein paar Kleinigkeiten suchen, die sich aber bestimmt gut finden lassen würden.
Daryl schaute zwar müde, doch war da etwas in seinem Blick was ich anziehend fand und so rutschte ich weiter zu ihm.
Er hatte zuvor seine Arme unter seinen Kopf gelegt und atmete jetzt tief und ruhig.
Er sah auf mich hinunter.
Jetzt nicht schwach werden! Nicht in seinen Armen verlieren! Ich habe eine Mission! Schallte es in meinem Kopf.
Ich wollte jagen gehen, nach langer Zeit mal wieder frei sein. Ungezwungen.
Ich überlegte gerade, wie ich dem ganzen am besten Entkommen konnte, doch legte sich dann plötzlich ein Arm um mich und eine kräftige Hande zogen mich nach hinten. Ich spürte einen warmen, trainierten Körper direkt an meinem und ein warmer Atem, führten dazu das sich meine Nackenhaare aufstellten.
Seine Haar vielen in mein Gesicht, da er sich ein wenig über mich gelehnt hatte, um nun mit geschlossenen Augen, eng an mich gekuschelt, in seine Traumwelt zu verschwinden.
Ich erinnerte mich an unsere Erste Begegnung, wir waren zwei Fremde, die sich blind vertrauten.
Sein Atem beruhigte mich, doch wurde mir schlagartig bewusst, dass ich noch den Plan hatte, also versuchte ich abzuwarten, bis er eingeschlafen war.
Nicht viel später war es dann auch so weit. Ich nahm seinen Arm, den er über mich gelegt hatte und hob diesen langsam und vorsichtig an, um mich dann aus der Umarmung zu robben.
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Speaking Souls (TWD/ Daryl Dixon FF)
FanfictionWenn sich von einem Moment auf den anderen alles verändert, versucht man alles um zu überleben. Doch ich habe schon immer überlebt! Ich lerne Menschen kennen und weiß nicht mal ob ich Ihnen vertrauen kann... Doch da ist dieser eine Mann...der mir...
