Kapitel 26: ein Monat ohne Hoffnung

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*Daryls Position*

Kurz davor vollkommen durchzudrehen, durchquerte ich mit Lea, Rick, Carl, Merle, Jo, Glenn und Carol die Gegend.

Alicia war schon im 9 Monat angelangt und stand kurz vor der Geburt, weshalb Sam, Beth und Maggie beim Park blieben.
Bevor wir zur 2 Schicht aufbrachen, schaute ich nochmal schnell bei Alicia und den anderen vorbei.
Alicia war die ruhe selbst, was man von ihrem Angetrauten nicht erwarten konnte. Dieser Stapfte, wie ein aufgescheuchtes Huhn, durch den großen Gemeinschaftsraum, bis er schließlich vor die Tür geschickt wurde, weil er alle verrückt machte.

Ich wünschte Alicia, mit einem ernst gemeinten Lächeln, alles Gute und verzog mich schnell wieder.
Beth und Maggie kümmerten sich gut um Alicia und sie waren inzwischen gute Freundinnen geworden. Ich pfiff meine Leute herbei und teilte sie in Gruppen auf.
Auf dem Auto breitete ich eine Karte aus und verteilte Abschnitte. Viele besorgte Blicke lagen auf mir.

,,Was is?" Zischte ich genervt in die Runde.
Einige Leute senkten die Köpfe und Rick sprach aus, was alle wohl im Moment dachten.
,,Daryl...meinst du nicht..wir sollten.."
,,Was? Die Hoffnung aufgeben?!" Unterbrach ich ihn forsch.
,,Sie ist seit einem Monat einfach spurlos verschwunden und Nina ist...Tod." warf Glenn hinein. Rick schaute geknickt, ihm hatte ihr Tod am meisten zugesetzt.
,,Nah und? Was heißt das schon?! Ihre Leiche war dort nicht! Sie lebt, ich weiß es einfach!" Sagte ich lauter und ballte meine Hände zu Fäusten.

Ich blitze finster in die Gruppe. ,,Was soll der Scheiß?! Ihr wollt nicht mehr suchen? Sie ist eure Freundin!" Erhob ich meine Stimme und schimpfte lauthals.
,,Dann fahre ich alleine, ihr miesen Verräter!" Dieser Satz traf alle sehr hart, aber es war mir mehr als egal.
Die Menschen hier wurden mir von Tag zu tag unwichtiger und auch wenn ich es nicht wahrhaben wollte, der einzige Grund, warum ich noch morgens aufstand, war Melissa zu suchen und auch zu finden! Niemand würde es wagen mich daran zu hindern.
Doch ehe ich mich auf mein Motorrad gewuchtet hatte, ertönten Motorengeräusche vom Eingang.
Alle rannten schnell hin und auch ich hechtete zum Tor. Einige fremde Autos standen davor und einige Personen stiegen aus und stellten sich vor. Eine Frau mit weißem Stofffetzten um die Augen, trat heran und lächelte.
Weiter hinten erkannte ich ein paar Personen, ein Mann mit feuerroten Haaren stach mir ins Auge.

Er öffnete eine Autotür und half einer zerbrechlichen Person aus dem Auto.
Ganz blass und mit vielen Wunden und einem kurzen, weißen Kleid, stützte sich die junge Frau an den jungen Mann ab.
Ich traute meinen Augen nicht und schluckte. Wie in Trance starrte ich zu der mir am bestbekanntesten Person.
Ihre blonden Haare waren struppig und ihre weißen Augen blitzten freudig und zugleich gebrochen.
Wir glaubten uns nicht.

Meine Starre wurde von einem Freudenschrei gelöst. Lea schien mit ihren Augen, den rothaarigen Mann anvisiert zu haben und auch dieser schien sie zu kennen.
Hektisch öffnete Lea das Tor und stürmte auf den Mann zu. Dieser schaute zu der Frau meiner Träume und diese nickte nur verständnisvoll und lehnte sich gegen den Wagen, aus dem sie gestiegen war.
Lea rannte zu dem Rotschopf und sprang in seine Arme. Der Mann wirbelte sie einmal durch die Luft und küsste sie danach liebevoll. Sie redeten aufgeregt und lagen sich dann weinend in den Armen. Ich warf einen schnellen Blick zu Merle, welcher weniger erfreut war.

Völlig verwirrt von der Szene eben, hatte ich nicht gemerkt, wie die zierliche Person, von eben, neben mir aufgetaucht war. ,,Hallo Mr.Dixon." sagte sie mit zittriger Stimme und ihre Erleichterung und Freude war kaum zu überhören.
Ich schaute hinab und erkannte eine völlig vernarbte, mit blauen Flecken übersäte Frau vor mir. Sie stolperte in meine Arme worauf ich sie festhielt. Sie war so schwach.
Mit einem Mal lösten sich die Tränen in meinen Augen und auch sie begann zu weinen. Sie drückte sich gegen mich.
Noch völlig überfordert damit, sie endlich wieder zu haben, legte ich meine Hände mechanisch auf ihren Rücken und spürte ihre Wärme und als ich endlich realisierte das, dass Alles kein Traum war, drückte ich sie noch fester an mich und kniete mich, mit ihr, hin.
Ich griff mit meiner Hand an ihren Hinterkopf und fühlte ihr Haare. Die andere Hand hatte ich noch immer an ihren Rücken und wagte nicht sie loszulassen.
Ich drückte ihren Kopf gegen meine Brust und legte meinen, behutsam, auf ihren.

Speaking Souls (TWD/ Daryl Dixon FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt