Die Gattung der Königsbäume gehört weltweit wohl zu den seltensten, sowie zu den magischsten. Schon in alten Aufzeichnungen wird der 'erhabene, über allen anderen hinaus ragende' (Xander Xiberius, ein mittelalterliches Sortiment an Pflanzen; S. 219) Baum beschrieben. Über sein wahres magisches Potenzial ist jedoch nur wenig bekannt, da bisher alle Versuche ihn zu erforschen, an seiner außerordentlichen Widerstandsfähigkeit scheiterten, die es für einige Forscher sogar erforderlich machte, im St. Mungo Hospital behandelt zu werden. Bei Gefahr sondert er ein gelblichbrauens Sekret ab, das aus seiner Rinde hervorspritzt, ebenso kann der Baum einschläfernde Dämpfe produzieren.
Leicht zu erkennen ist der Königsbaum an seiner weit ausladenden Krone, die mit für seinen Namen verantwortlich ist. Das Laub ist im Frühjahr hellgrün, wandelt sich dann aber im Jahreslauf in einen kräftigen, dunklen Farbton, der sich erst nach dem ersten Schnee blutrot verfärbt. Im Winter trägt der Königsbaum rote Beeren, die sich noch vor der Blüte aller anderen Bäume, in weiße Blüten mit rostfarbenen Details verwandeln. Erst wenn sich die anderen Bäume zu blühen beginnen, strecken sich die Einzelnen Blütenkelche in die Höhe und färben sich zartgelb, später dann hellgrün, wenn die Blütenkelche die typische, längliche, an den Seiten jedoch ausgefranste Blattform verwandelt haben.
In jungen Jahren (bis zu 200 Jahren) ist die Rinde des Baumes nur schwach gefurcht, dies nimmt im Laufe seines Lebens zu, sodass ein baldig versterbender Königsbaum an seiner von selbst abfallenden Rinde zu erkennen ist. Dieser Zustand tritt jedoch erst bei Bäumen auf, die bereits das tausendste Lebensjahr überschritten haben. Auf Grund ihrer langen Lebensdauer, gelten die Königsbäume auch als Zeichen der Unendlichkeit, denn streng genommen, sind sie wahrscheinlich die einzigen Lebewesen, auf die dieses Merkmal wahrhaftig zutrifft.
Kurz vor ihrem Tod ziehen sich alle Äste in den Stamm zurück und der Baum versinkt im Erdreich. Auch das Wurzelwerk schwindet, der gesamte Baum sammelt sich in einem Samen, der etwa faustgroß ist. In diesem Zustand verbleibt der Samen einige Jahre im Boden und sammelt seine Kräfte, bis er wieder stark genug ist, um erneut auszuschlagen. In dieser Zeit schwillt der Samen auf eine vielfache Größe an, was bis heute ein unerklärliches Phänomen bleibt, da er in dieser Zeit weder Wasser, noch andere Mineralien aufnimmt.
Innerhalb weniger Jahre hat er wieder seine Grundhöhe erreicht und wächst ab diesem Zeitpunkt nur noch in die Breite. Der Scheitelpunkt der Äste wird breiter und flacher, das Blattwerk verdichtet sich. Der Scheitelpunkt befindet sich auf dem Hauptstamm, aus dem alle Haupttriebe hervorgehen. Der Raum über dem Scheitelpunkt wird von einem Blättergewebe umgeben, das nur nach oben hin geöffnet ist. Deshalb finden auch häufig Tiere in diesem Hohlraum Schutz.
Einer Legende nach, die jedoch nicht wissenschaftlich gestützt ist, befindet sich direkt unter dem Scheitelpunkt der Samen, der durch das erste Höhnenwachstum des Baumes dorthin gelangen soll. Obwohl es nur eine Legende ist, könnte dies ein Grund für die erhöhte Temperatur dieses Teiles sein, die besonders im Winter hervor tritt.
Besondere magische Eigenschaften, die bereits an Bäumen festgestellt wurden, sind beispielsweise Feuerimmunität oder extrem schützende Eigenschaften, die äußere Verletzungen beinahe unmöglich machen. Auch große Dürren oder ein Wasserüberschuss verursachen keinerlei Probleme.
Allerdings sind dies nur die Grundeigenschaften der Königsbäume, sie entwickeln sich unabhängig voneinander weiter und passen sich, gegebenen Falls auch durch neue Fähigkeiten an eine veränderte Umgebung an. Kenner sind sich darüber einig, dass Nicholas Flamel, der weltweit einzige Besitzer des Steins der Weisen, ein bisher unbekanntes Exemplar des Königsbaumes für die Herstellung des Steines verwendete. Auf Fragen diesbezüglich antwortete Flamel jedoch nicht.
Nur Beeren, Blüten und Blätter können ohne größere Bemühungen entfernt werden, obwohl sich auch hier der Königsbaum hervorhebt, da er nicht alle Zauberer und Hexen an sich heranlässt. Vergleichbar mit dem Schutzinstinkt einer Peitschenden Weide, kann auch der Königsbaum mit seinen Ästen Verletzungen hervorrufen, manchmal führt die Berührung eines Zauberers aber auch nur dazu, dass der Baum direkt alle seine Beeren abwirft. Warum der Baum abhängig von den Versuchspersonen anders reagiert und wie er die unterschiedlichen Personen erkennt (selbst mit Vielsafttrank ist der Baum nicht zu überlisten) ist noch nicht gänzlich geklärt.
Wegen seiner offensichtlichen magischen Eigenschaften, versuchten auch Zauberstabmacher schon früh, diese für ich zu nutzen. Bisher scheiterten jedoch alle daran, an das Holz heranzukommen (Zwar behauptete Mr. Ollivander immer noch, er würde einen Stab mit seinem Holz besitzen, sie seien einfach nur extrem unverkäuflich; jedoch hat er bisher noch keinen Beweis dafür erbracht.). Das einzige, bekannte, Exemplar des Königsbaums in Großbritannien befindet sich zu Forschungszwecken im Zaubereiministerium.
Auf diese widernatürliche Umgebung reagiert der Baum mit einer drastischen Verkürzung seines Lebenszyklus. Innerhalb der letzten fünfzig Jahre erneuerte sich der Baum bereits schon dreimal. Weitere bekannte Bäume befinden sich in den Wäldern Kanadas, Russlands und Norwegens, da sie ein moderates Klima bevorzugen." Kurz darunter war eine handgeschriebene Notiz zu erkennen. „Falsch. Merkmale treffen auch auf Baum unweit der Hogwartsschule zu." Außerdem war eine kleine Karte zu sehen, auf der mit einem kleinen x genau ihr eigener Standpunkt markiert war.
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1 - Aschemädchen
FanfictionHP Fan-Fiction • Nach Jahren zwischen dicken Schlossmauern, dutzenden Büchern und einem dicht gewobenen Kokon aus Geheimnissen beginnt Lilys erstes Jahr an der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei. Unsicher, mit der stetigen Angst, ihre Verbindu...
