35. Kapitel - Rage

1.5K 61 11
                                        

-Natsu's Sicht-

"Lisanna ich muss jetzt los, da ich noch kurz hoch ins Hotel muss um meine Sachen zu wechseln", erklärte ich und sah ihr trauriges Gesicht. "Nächstes mal machen wir garantiert länger etwas zusammen", versprach ich und ihre Mundwinkel zuckte wieder etwas in die Höhe, bevor sie dann nickte und ging. Bald würde das Turnier anfangen und ich war etwas spät dran, weswegen ich mit schnellen Schritte in Richtung Hotel marschierte.

-Yuki's Sicht-

"Na los, du musst das jetzt machen", sagte er grinsend. "So-sowas kannst du nicht von mir verlangen Zess!" protestierte ich nervös. "Naklar, du hält's dich doch an Regeln, also mach!" - "Ist das dein ernst?" sprach ich und man hörte immer noch den Schock in meiner Stimme. "Ich sagte doch, es wird Rache geben!" schmunzelte er, stand auf und setzte sich dann vor mich. Ich lehnte mich etwas zurück an die Wand um einem gewissen Abstand zwischen uns zu halten. "Rei nun sag auch schon was!" beschwerte ich mich. "Ja uhm.. also Zess, zu verlangen das sie dich auf den Mund küsst ist nicht in Ordnung, immerhin wäre das ihr erster Kuss!" sagte sie und sah hilflos zu mir rüber. "Ihr erster Kuss?" fragte er irritiert. "Ich hatte doch gar keinen Freund, denkst du ich küss da einfach irgendwen auf den Mund?" - "Dann bring ich's dir bei", und als das aus seinem Mund kam, klatschte ich ihm leicht eine. "Idiot!" zischte ich. "Ok ok es tut mir leid, dann nur auf die Wange ok, das ist ja nichts" sagte er und strich sich leicht über die Wange. Ich zweifelte lange. Wieso wollte er ausgerechnet so etwas von mir? "Yuki auf..", sagte er leise und kam näher mit dem Gesicht zu mir gerückt. "Aber..i-ich-" - "Mach! Ein Kuss auf die Wange ist doch nichts Schlimmes." Nein, keine frage, aber ich fühlte mich irgendwie unwohl dabei. Ich schaute Rei an und sie zuckte nur leicht mit den Schultern. "Rei dreh dich um, d-das ist mir irgendwie unangenehm..", murmelte ich und sie drehte sich seufzend zur Türe um. "Uh also ok", wisperte ich leise und nervös zugleich. Ich ging mit meinem Mund näher an seine Wange. Er hatte sich etwas zur Seite gedreht mit seiner Wange zu mir gerichtet. Und dann berührte ich mit meinen Lippen leicht seine Wange und wendete mich danach schnell wieder etwas ab. Langsam ging ich wieder erleichtert zurück, doch plötzlich hielt er mit seinen Händen meinen Kopf und Nacken fest, zog mich nah an sich, sodass unsere Gesichter ganz nahe beieinander waren. "Zess?", murmelte ich leise und schockiert zugleich. Er sah mir nur in die Augen. Seine Lippen kamen langsam näher. "Nein nicht!" flüsterte ich, doch er hielt meinen Kopf fest in seiner Hand und ich konnte mich nicht wehren. Ich konnte es irgendwie nicht. Nur noch paar Zentimeter trennten seine Lippen von meinen. Sein warmer Atem prahlte in mein Gesicht und ich schluckte schwer. "Zess..", flehte ich und schaute in seine grünen Augen, die mich ebenfalls anblickten. Meine Hände lehnte ich gegen seine Schulter um ihn etwas zurück zu drücken, doch plötzlich wurde die Tür geöffnet. "NA-NATSUU?" sagte Rei, die immer noch der Tür zugewendet war geschockt. Zess's Griff lockerte sich abrupt und ich riss mich erschrocken aus seinen Händen und schaute auch Richtung Tür. Ich blickte in Natsu's geschocktes Gesicht. Seine Augen spiegelte Wut und Enttäuschung, Schmerz und Trauer wider. "Na-Natsu?" fragte ich leise und stand ruckartig auf.

-Natsu's Sicht-

Als ich gerade rein kam um meine Sachen zu holen, sah ich Yuki und Zess ganz nah beieinander sitzen. Ihr Lippen.. waren ganz nah beieinander. Sie wollten sich k-küssen. Sie wollten sich ernsthaft küssen!? Ich glaub's nicht. Ich blickte sie immer noch an. Dann blickte ich in Rei's verzweifelte Augen, die vor mir waren, die sagten 'das ich bloß keinen Ausraster bekommen solle.' Ich ging rein, schnappte meine Sachen aus meiner Tasche, das neben meinem Bett lag und verschwand schnell aus dem Zimmer Richtung Strand ohne irgendetwas zu sagen oder etwas um mich wahrzunehmen. Ich hörte wie Yuki mir hinterher rief. Ich jedoch hörte ihr nicht zu und ging weiter, lief einfach schnell raus, weil mir die Luft im Hotel zu ersticken schien. Langsam bildete sich die Wut in mir und wurde größer. Diese Wut die in mir zu explodieren schien und mein Herz zu schnellerem Pochen brachte. Ich lehnte mich an eine der Palmen am Strand, bemerkte wie mir plötzlich eine Träne vor Wut über's Gesicht lief. Schnell wischte ich es weg, schlug mit meiner Faust gegen die Palme und schnaufte laut auf.

Fairy Tail  -  Another StoryGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt