Kaum war ich in meiner Kajüte, entkleidete ich mich auch schon. Ich flitzte unter die Dusche und hab mich schon lange nicht mehr so glücklich gefühlt. Ich wusch die letzten Tage von mir und stellte mir fast schon bildlich vor wie der Schmutz den er auf mir hinterlassen hatte im Abfluss ablief. Ich blieb etwa 10 Minuten unter dem heißen Wasser stehen, bis mir Law wieder in den Sinn kam. „Oh verdammt! Er wartet ja." Ich hastete aus der Dusche und rubbelte mich vorsichtig trocken. Dabei sah ich in den Spiegel und stellte fest, dass die Flecken an Armen und Beinen sich mittlerweile grün/gelb färbten. Der Cut unter meinem Auge ist auch fast verheilt. Ich schlüpfte in ein Neckholder-Top, damit er gleich an Pflaster kommt, und in Shorts. Ich streifte mir ein paar Socken über und machte mich auf den Weg in sein Arbeitszimmer.
Ich klopfte und bekam sofort eine Antwort.
Langsam öffnete ich die Tür und ging rein. Er saß an seinem Schreibtisch, lehnte über einem Buch und schien darin ganz versunken zu sein. Ich machte die Tür zu und lehnte an ihr.
„So, entschuldige bitte. Also lass mich deine Pflaster wechseln."
Er drehte sich um und musterte mich kurz bevor er auf mich zu kam.
Ich drehte ihm mein Rücken zu und schob die Haare zur Seite. Er schien kurz zu zögern. „Da es jetzt nass ist, geht es auch leichter ab" kam dann und er zog das Pflaster dann langsam runter und schaute sich den Rücken an.
„Ok, ich denke das geht ab jetzt ohne Pflaster. Ich trage aber nochmal etwas die Salbe auf."
„Ok" murmelte ich zurück. Er reibte es vorsichtig ein und kam dann um mich rum. Er ging in die Knie und zog auch von meinem Oberschenkel das Pflaster vorsichtig ab.
Laws Sicht:
Ich entfernte langsam das Pflaster von ihrem Bein. Der Duft traf mich wie eben als sie die Haare zu Seite machte direkt. Ich versuchte einen klaren Kopf zu behalten. Ich begutachtete die Schnittwunde. Sie zuckte, vermutlich dank meiner kalten Finger, etwas zusammen. „Verzeihung. ..Hier werde ich nochmal ein Pflaster draufmachen." Ich nahm etwas von der Salbe verteilte sie und klebte ein frisches Pflaster darauf.
Shays Sicht:
Mein Herz beruhigte sich langsam von seiner Berührung an meinem Bein. Er kam wieder hoch und blickte mir kurz in die Augen ehe er sich umdrehte und etwas in seinem Buch notierte. „Du darfst gerne wieder gehn" sagte er abwesend. „Ok. Danke Law." Er schien mich loshaben zu wollen. Ich verlies das Zimmer und lief an Deck. Shachi kaufte sich gerade die Zeitung und Bepo fing mit Penguin ein paar Fische. Andere Crew mitglieder schruppten das Deck. Ich lief zu Shachi : „ Hey, dürfte ich mir die Zeitung nach dir durchlesen?" „Na Klar Shay."
Ich lief zu Bepo und Penguin und lehnte mich an die Reling. Mein Körper und meine Seele entspannte sich automatisch wenn ich zum Horizont schaute. „Ach heute wollen sie einfach nicht anbeißen." beschwerte sich Bepo. Der die Angel einholte und gelangweilt unter Deck ging. „Ist alles gut Shay?" fragte mich Penguin. „Mhm?" ich schaute ihn verwirrt an.
„Ehm. Ja klar. Mir geht es gut Penguin."
„Fühlst du dich bei uns wohl, auch wenn wir Piraten sind?" er blickte mich fast schon traurig an.
Ich verstand auf was er hinaus wollte und stütze meinen Kopf auf meine Hände.
„Ja, ich fühle mich hier wohl Penguin. Ich seid alle wirklich nett und ich kann euch nicht mit den anderen vergleichen. Ich habe zwar noch Trän ume und manchmal denke ich er taucht jeden Moment auf. Aber im inneren weiß ich das er weg ist. Wahrscheinlich auch schon tot. Ich werde nur wegen dieser Ereignisse nicht mein Leben lang traumatisiert sein. Ich habe es für mich abgehakt und versuche nicht darüber nachzudenken." ich blickte die ganze Zeit Richtung Horizont als ich das sagte und bemerkte selbst wie recht ich damit hatte. Sollte mich wegen diesem Vorfall etwa nie wieder jemand anfassen dürfen. Nicht jeder Mann ist so, und sicher auch nicht jeder Pirat..
Penguin nickte mit dem Kopf und lächelte kurz : „Ich bin froh das du nichts schlechtes über uns denkst Shay."
„Shay, du kannst die Zeitung haben, steht aber nichts interessantes drin." Shachi gab mir die Zeitung und ging mit Penguin rein.
Ich setzte mich hin, lehnte an die Reling und fing an zu lesen.
Mh.. ein paar kleine Piratenbanden wurden erwähnt, ein Überfall auf einer Frühlingsinsel. Und ein Attentat auf ein Marineoffizier. Ich klappte die Zeitung zusammen und genoss die Sonne mit einer leichten Brise.
Ich bekam irgendwann Hunger und ging in den Gemeinschaftsraum. Es war mittlerweile 12 Uhr. Der Tisch war schon voll. Ich setzte mich fast schon wie gewohnt neben Shachi.
Law war noch nicht da. „Was gibt es denn heute zu essen?" „Ich glaube eine Reispfanne mit Seeteufel." Das hörte sich gut an. Ich bekam einen Teller hingestellt und probierte vorsichtig das heiße Essen. „Mmmhh.. das schmeckt echt gut." Shachi stimmte mir mit vollem Mund zu.
Als ich meinen Teller leer hatte lehnte ich mich zurück und hielt meine Hand auf den Bauch. „Man bin ich voll, aber ich konnte einfach nicht aufhören." Auch Shachi lehnte sich zurück und streckte den Bauch raus. Ich blieb einige Zeit bei den Piraten sitzen und unterhielt mich mit ihnen : „Hey Shay, heut Abend schmeißen wir eine kleine Party. Clione hat Geburtstag."
„Na dann bin ich mal auf eure Schiffsparty gespannt." Ich stand auf streckte mich und verließ den Gemeinschaftsraum. Ich lief in meine Kajüte und beschloss ein kleines Nickerchen zu machen. Das Völlegefühl machte mich müde. Ich nickte sehr schnell ein und driftete in einen unruhigen Schlaf.
Laws Sicht:
Ich hatte die Zeit völlig vergessen. Ich stand auf, streckte mich und lief in den Gemeinschaftsraum. Ich nahm mir einen Teller des Mittagessens und aß in Ruhe.
Die meisten schrubbten die Böden vom Schiff. Bepo war vermutlich auf der Kommandobrücke. Was sie wohl gerade machte?
Heute war Cliones Geburtstagsparty. Wir müssen morgen spätestens übermorgen wieder eine Insel ansteuern wenn wir heute die Vorräte plündern. Wenn ich daran dachte war ich leicht genervt. Das bringt meinen Zeitplan in Verzug. Er wird sicher nicht ewig auf dieser Insel warten zu der ich muss...
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Erblicke den Horizont
FanfictionShay Kingsley, ein 23 jähriges Mädchen, kommt nach einem dramatischem Ereignis auf Trafalgar Laws Boot. Er kümmert sich um sie, bis sich seltsame Gefühle bei beiden entwickeln. Keiner weiß so recht was das zu bedeuten hat. Shay wird wohl noch die n...
