"Ich werde noch irre, ganz ehrlich. Egal was ich mache, es ist falsch, grundsätzlich", schütte ich meinen Eltern, mein Herz aus. Ich hoffe die beiden können mir erklären, was in Ámbar vor sich geht und wie wir das lösen.
"Ach mein Junge, die Frauen sind ein schwieriges Geschöpf, ich mein schau dir deine Mamá an."
Die beiden piesacken sich öfters gegenseitig, weswegen meine Mutter nur zu schmunzeln beginnt. Ámbar wäre jetzt sicherlich schon wieder ausgeflippt, wie ich denn nur sowas sagen könnte zu ihr, da ich ja der schwierige Part in der Beziehung bin.
"Ich kann Ámbar verstehen, Matteo. Und jetzt nicht nur, weil ich eine Frau bin. Klar hat sie dir damals die Schwangerschaft vorenthalten, aber du hast sie verletzt, verstehst du? Manchmal kann man sowas einfach nicht vergessen und ja, vielleicht sucht sie auch gezielt nach Fehlern und hält sie dir dann vor. Trotz allem hat sie dich zurückgenommen. Dazu gehört viel Mut und Wille, denn sowas ist nie leicht."
"Ich weiß, ich verstehe das ja auch absolut, aber ich sag was, was ihr nicht gefällt und schon wirft sie mir wieder Sachen von früher vor. Soll das ewig so weitergehen?"
Ich weiß nicht, wie lange ich mir das noch gefallen lassen kann. Irgendwann reißt sicherlich auch mein Geduldsfaden.
"Wenn du sie liebst, dann wirst du wohl oder übel damit leben müssen. Wer weiß, vielleicht hat sie dir irgendwann endgültig verziehen, aber bis dahin musst du deinen Mann stehen."
Man könnte meinen, Ámbar hat meiner Mutter eine Gehirnwäsche verpasst, so wie sie auf ihrer Seite steht.
"Kommt ihr heute Nachmittag im Roller vorbei?", wechsle ich das Thema, da es mich nur mürbe macht.
"Natürlich, wir wollen doch unsere Enkelin sehen", grinst Papá stolz und greift nach der Hand meiner Mutter.
Die beiden haben Lucia direkt nach dem ersten Kennenlernen ins Herz geschlossen. Meine Tochter liebt ihre Großeltern ebenfalls, nicht zuletzt, weil sie sich da alles erlauben kann. Wenn es nach meinen Eltern ginge, dann könnten Ámbar und ich ruhig noch mehr Kinder in die Welt setzen.
Ich hätte auch gern noch ein oder zwei Kinder, traue mich aber gar nicht das anzusprechen. Dann bekomme ich bestimmt nur eine Antwort, dass ich dann wieder abhaue und sie alleine lasse, weil ich das beim ersten mal schon gemacht habe.
Außerdem müssen wir erstmal das mit uns auf die Reihe bekommen, da wären noch mehr Kinder eher hinderlich. Reicht, wenn Lucia diese Streitigkeiten mitbekommen muss. Hoffentlich hat sie den Streit von heute Morgen nicht bemerkt und Ámbar hat sich etwas einfallen lassen, warum ich alleine zu meinen Eltern bin.
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Als ich das Haus betrete ist niemand zu Hause. Panik breitet sich in mir aus. Hoffentlich sind sie nicht gegangen.
Ich renne schnell die Treppen nach oben und zu meiner Erleichterung sind die Klamotten und so weiter noch da. Somit habe ich immerhin die Gewissheit, dass sie wiederkommen.
Ich mache mich nochmal frisch, ziehe mich um und schnappe mir meine Gitarre. Mein Auftritt ist zwar erst später gegen Abend, aber ich will sowieso mal vorbeischauen und sehen, was so passiert. Hier fällt mir sowieso nur die Decke auf den Kopf, also kann ich mich auch unters Volk mischen. Das bringt mir auch positive Publicity, was natürlich nicht schlecht ist.
Ich parke hinter dem Roller, auf einem der Mitarbeiterparkplätze, den Nico und Simón mir extra zur Verfügung gestellt haben. Meine Gitarre lasse ich zunächst im Auto, da ich mich sowieso draußen und drinnen erstmal umsehen möchte.
Die ersten erkennen mich schon nach gefühlt fünf Sekunden und fragen gleich nach Fotos und Autogrammen, die ich ihnen natürlich gebe. Außerdem unterhalte ich mich mit den Leuten und versuche natürlich auch das Jam & Roller gut dastehen zu lassen. Es stimmt ja auch, ohne das Roller wäre ich jetzt kein Weltstar.
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New Year's Day
FanfictionÁmbar und Matteo. Sie waren DAS Traumpaar der Schule. Er wollte Sänger werden, sie Tänzerin. Während Matteo sich seinen Traum Schritt für Schritt näherte, wurde Ámbar ausgebremst. Ungewollt Schwanger und das mit 18! Matteo hat sie nie was erzählt, e...
