Epilog [Matteos Sicht]

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Total erschöpft, aber gleichzeitig total aufgeregt sitze ich in meinem Privatflieger auf dem Weg nach London. Ich hatte heute mein letztes Konzert in Tokio und somit ist die Welttournee beendet und ich kann mich endlich wieder meiner Familie widmen. 

Ámbar und Lucia. Meine kleine, perfekte Familie. Wobei momentan eher schwierig. Lucia steckt mit ihren sechszehn Jahren immernoch mitten in der Pubertät und raubt Ámbar noch den Verstand. Ich konnte dem ganzen, die letzten drei Wochen entkommen, da war ich allein auf Tour. Beide haben mich ein paar Wochen auch begleitet, dann wenn Lucia Ferien hatte oder Ámbar Urlaub bekommen hat. 

Wenn ich kurze Pausen hatte, dann bin ich immer nach Hause geflogen, um Zeit mit den beiden zu verbringen. Ich habe versucht Balance zwischen Arbeit und Familie zu schaffen und es ist mir gut gelungen, so wie die anderen male zuvor auch schon. Das war meine Bedingung, als ich mich mit Ámbar vor ein paar Jahren geeinigt habe, das ich wieder auf die Bühne zurückkehre. Genug Zeit für die Familie. Ich wollte sie keinesfalls mehr vernachlässigen.

Jetzt nach knapp zehn Monaten auf Tour, kann ich es wieder ruhiger angehen und die Seele baumeln lassen. 

Ich vertreibe mir die Zeit mit ein wenig Musik und ein paar Filmen und dann setzt auch schon der Landeanflug an. Ich bin mittlerweile wieder hellwach und voller Vorfreude auf meine Familie. 

Mein Fahrer bringt mich nach Hause. Wir leben mittlerweile etwas außerhalb von London. Nicht auf dem Land, aber auch nicht im größten Trubel der Stadt. Ich wollte es einfach ruhiger angehen lassen und die beiden hatten auch nichts dagegen hierher zu ziehen. Es ist ein wunderschönes Fleckchen, was uns gehört. 

In der gleichen Nachbarschaft leben auch Ramiro, Yamila und Marcel. Ich habe ihnen ein wenig unter die Arme gegriffen, damit sie sich den Traum vom Eigenheim erfüllen konnten. Die beiden sind zu echten Freunden geworden und Marcel und Lucia sind ebenfalls unzertrennlich. Yam und Ámbar wünschen sich zwar, das die beiden zusammengekommen, aber sie sind nur Freunde und damit müssen sich die Frauen mal abfinden. 

Ich bringe mein Gepäck ins Haus und suche dann nach meinen Mädels. Ich habe nicht gesagt, wie spät ich ankomme, um die beiden zu überraschen. Zunächst suche ich auf der oberen Etage, dann im Erdgeschoss, doch beide Male ist niemand zu finden. Zu guter letzt versuche ich es noch im Kellergeschoss und tatsächlich finde ich zumindest meine Frau dort, wie sie im Indoor- Pool ein paar Bahnen schwimmt.

Sie scheint mich noch nicht bemerkt zu haben, weswegen ich es mir auf eine der Liegen bequem mache und sie beobachte. Irgendwann erhasche ich dann doch ihre Aufmerksamkeit und sie schwimmt an den Beckenrand. 

"Seit wann bist du da?", fragt sie breit grinsend und ich stehe von der Liege auf, hocke mich vor sie. 

"Schon länger, aber hat dich ja nicht so interessiert", scherze ich und sie zieht eine Schnute.

"Hilfst du mir raus?", bittet sie mich und hält mir eine Hand hin. Ich greife danach und will sie rausziehen, als sie ihre zweite Hand dazunimmt und mich ins Wasser schleudert. 

"Bist du irre? Dir ist klar das ich meine Geldbörse und mein Handy in den Hosentaschen habe."

Lachend leere ich meine Taschen, doch das scheint Ámbar egal zu sein. Sie wirft sich mir an den Hals und küsst mich. Nur allzu gern erwidere ich den Kuss und lege meine Arme um ihren zierlichen Körper. 

Gott hat sie mir gefehlt!

"Ich hab dich so vermisst", murmelt sie gegen meine Lippen und drückt mir erneut einen Kuss auf meine, ehe sie sich ein wenig von mir löst und mir mit einer Hand die nassen Haare aus dem Gesicht streicht. 

"Ich dich auch. Ich freue mich endlich wieder hier zu sein. Wo ist Lucia?"

"'Das geht dich gar nichts an, ich bin alt genug', war ihre Antwort. Ich weiß nicht, wo sie ist."

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