26 - Herz Über Kopf

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"Und immer wenn es Zeit wird zu gehen,
verpass ich den Moment und bleibe stehen.
Das Herz sagt bleib, der Kopf schreit geh."
(Joris - Herz über Kopf)

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Wir waren pünktlich wieder am Hotel angekommen und daraufhin dann kurz hoch in unser Zimmer gegangen, um uns zumindest kurz frisch zu machen. Da wir den Bikini von vorhin noch unter unseren Anziehsachen anhatten, zogen wir uns aber nicht großartig um.
Also packten wir nur ein paar Sachen zusammen und machten uns dann auch schon wieder auf den Weg zum Strandbad.

Robin hatte mir bereits den Standort geschickt, da die Jungs schon eine Zeit lang dort waren.
Das Strandbad lag etwas weiter außerhalb und dadurch ein wenig weiter entfernt von unserem Hotel. Da die Bahnverbindungen wirklich unpassend oder mit mehreren Umstiegen waren, entschieden wir uns dazu, das Stück einfach zu laufen.

Ennie hatte gegoogelt und sie meinte, es würde keinen bemerkbaren Unterschied machen, ob wir mit der Bahn fuhren und dann laufen würden, oder ob wir einfach direkt liefen. Das Einzige was wir nicht mitberechnet hatten, war die heiße Nachmittagssonne und die, dadurch folgenden, hohen Temperaturen.
Ich fühlte mich fast wie am ersten Tag bei der Stadttour, aber dieses Mal hatte ich zumindest kurze Sachen an und konnte am Ende ins Meer springen und mich abkühlen.

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Nach knapp einer dreiviertel Stunde trafen wir dann endlich am Strandbad ein. Auf den ersten Blick gefiel es mir sehr gut.
Es gab zwei verschiedene abgegrenzte Schwimmbereiche und im Sand war noch genug Liegefläche, auf dem wir nun unsere Sachen ausbreiten konnten.
Der eine Schwimmbereich ging bis zu einem Gebäude mit dem typischen, alten, süditalienischen Stil. Der andere Schwimmbereich ging um einen Steg herum auf dem Tische und Stühle standen. Es sah aus wie ein Restaurant und die Aufschrift am Gebäude dahinter bestätigte meine Vermutung.
„Il Ristorantino. Das heißt so viel wie "das kleine Restaurant"."
Ennie las den Schriftzug vor und übersetzte ihn noch im gleichen Satz.

Kleine Wellen spülten alle paar Sekunden an den Strand und rauschten leise als sie brachen.
Das Meer war, wie eigentlich bisher immer, strahlend blau und die Sonne die sich im Wasser reflektierte ließ das Wasser leicht glitzern.

„Sind die Jungs schon da?"
Ich nickte um Ennies Frage zu beantworten.

„Ich glaube die sind gerade im Wasser."
Finja zeigte auf vier Jungs die sich gerade einen Ball hin- und herwarfen.

Ich schaute zu Ennie.
„Gefunden."

„Na dann, auf geht's."
Wir gingen los zu dem Strandbereich, der etwas weiter hinten lag und teils durch das Gebäude abgegrenzt war.
Da uns die Jungs noch nicht bemerkt hatten, als wir unsere Sachen ablegten, beschlossen wir einfach mit ins Wasser zu gehen.
Das Wasser war angenehm warm und nach unserer Wanderung durch Neapel sehr erfrischend.
Kurz bevor wir bei den Jungs ankamen, deutete Ennie zu uns, dass wir leise sein sollten. Also blieben wir stehen und Ennie tauchte unter um dann wenige Momente später in der Mitte der Jungs aufzutauchen.

„Wir dachten schon ihr kommt nie."
Chris war der erste der was sagte.
Robin drehte sich um und als er mich sah lächelte er leicht.
Ich ging schüchtern auf ihn zu. Bei seinem Lächeln begannen die Schmetterlinge in meinem Magen wieder loszufliegen und ich lächelte zaghaft.
„Hey."

Aber anstatt mir zu antworten, legte er seine Lippen auf meine und ich erwiderte den Kuss.
Ich hatte es vermisst, ihn einfach unbeschwert küssen zu können und während unseres Kusses konnte ich die Glücksgefühle in mir aufsteigen fühlen. Es waren eine ganze Menge Endorphine die mein Körper gerade freisetzte und so behielt ich das Lächeln bei, auch nachdem wir uns wieder vom Kuss gelöst hatten.
Robin schien es ähnlich zu gehen, denn wir beide lachten um die Wette.

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