Tag 25
Trotz der Hollywoodschaukel hatte ich Rückenschmerzen, doch sie waren nicht so schlimm wie das letzte Mal.
Als ich aufwachte, war ich kurz desorientiert, doch dann erinnerte ich mich wieder, wo ich war und leider auch wieder, was am Vortag geschehen war. Ich konnte einfach nicht fassen, dass sich jetzt alle außer Nate von mir abgewendet haben sollen. Okay zugegeben, mit Jessy und Bridget hatte ich noch nicht geredet, doch sie hatte ich genauso vernachlässigt.
Das Einzige was mir klar war, war, dass ich auf keinen Fall zurück ins Internat zurückkonnte und wollte. Da fiel mir ein, wie ich meine Zeit sinnvoll nutzen konnte. Ich stand etwas motivierter auf und machte mich auf den Weg.
Mein Plan war es, jede Bücherei, die ich in diesem Dorf und in meinem alten kannte, nach diesem einen erwähnten zu durchsuchen. Zu meiner Überraschung fielen mir mehr ein, als ich gedacht hätte und ich verbrachte den ganzen Tag damit, durch die Gegend zu fahren und nach dem Buch zu suchen.
Die Tatsachen, dass ich noch andere Probleme hatte, verdrängte ich komplett. Ich fokussierte mich nur auf meine eine Mission und erlaubte mir nicht, an etwas anderes zu denken.
So war der Tag wie im Flug vergangen, ohne, dass ich auch nur etwas gegessen hätte. Am Abend jedoch merkte ich, wie großen Hunger ich hatte, doch auch diesen ignorierte ich gekonnt und ich schlief wieder in Connors Garten.
Tag 26-31
So ging es einige Tage weiter. Nur einmal schlich ich mich während der Schulzeit in unser Zimmer und holte mir das nötigste. Ich erlaubte mir nicht, an irgendetwas auch nur einen einzigen Gedanken zu verschwenden und lebte in einer Blase, in der es nichts anderes gab, als dieses eine Buch, welches nicht aufzufinden war. Mir war egal, dass ich tagelang nicht in der Schule war, oder in einer Hollywoodschaukel schlafen musste. Mit dem Geld, was ich mitgenommen hatte, kaufte ich mir manchmal etwas zu essen, doch ich aß nicht besonders viel.
Tag 32
Nach 2 ganzen Wochen, hatte ich dieses verdammte Buch auftreiben können. Ich musste Tag für Tag immer weiterfahren, um eine neue Bücherei zu finden. Jetzt hatte ich endlich Glück. Ich konnte nicht fassen, dass ich nach all diesen Tagen das Buch gefunden hatte. Wenn ich ganz ehrlich zu mir war, hatte ich nicht mehr erwartet es zu finden. Als ich es jetzt doch fand, war ich zu aufgeregt, als dass ich gleich nachgeschaut hätte, was das Ritual war. Ich wollte nur zu Nate und ihm die gute Nachricht sagen.
Eineinhalb Stunden später war ich auch schon bei der Schule. Es war gerade Mittagspause, was sehr günstig war, da ich nicht mehr hätte warten könnten. Ich stürmte so schnell ich konnte in den Speisesaal und ignorierte die Blicke, die auf mir lagen.
Nate und die anderen bemerkten mich später, als alle anderen.
„Ich habe das Buch endlich gefunden, Nate.", sagte ich viel zu laut einfach heraus.
Er riss überrascht die Augen auf.
„Wir sollte nicht hier darüber reden...", setzte er an.
Ich nickte nahm ihn am Arm und zog ihn aus dem Raum.
„Liv, du kannst nicht einfach zwei Wochen lang verschwinden!", flüsterte Nate als wir durch die Tür gingen.
Ich ignorierte ihn und schlug stattdessen das Buch auf. Schnell überflog ich das Inhaltsverzeichnis und fand, wonach ich suchte. Ich schlug die Seite mit dem ritual auf und überflog auch diese.
... Hochhaus... steigen... Kreis gehen... springen
Warte... was?! Man sollte vom Hochhaus springen? Doch egal wie oft ich den Absatz noch durchlas ich konnte nicht finden, wie man überleben sollte. Nein. Nein, das konnte einfach nicht sein. Ich konnte nicht zwei Wochen lang nach diesem buch gesucht haben, nur um dann draufzukommen, dass sich jemand opfern musste, damit ich weiterleben konnte, oder Nates Bruder wieder Leben könnte.
Als ich den Absatz ein weiteres Mal durchlas viel mir etwas auf.
Derjenige, der das Ritual durchführt muss ein eigentlich Toter sein, der aus irgendeinem Grund doch auf der Erde ist, damit es erfolgreich ist.
Es war ziemlich kleingedruckt, deswegen hatte ich es vorher überlesen.
Ich musste mich für Ash opfern. Diesen Beschluss fasste ich sofort, als ich es vollkommen kapierte.
Kurz hatte ich vergessen, dass Nate noch neben mir stand. Ich sah ihn von der Seite an und mir stiegen die Tränen in die Augen.
Ich werde das geraderücken. Versprochen.
Bevor er noch etwas erwidern konnte rannte ich davon. Ich brauchte ein paar Tage für mich.
Wieder einmal fuhr ich zu Connor Haus. Als ich in dem Buch weiterlas, fand ich heraus, dass ich das Ritual an meinem letzten Tag auf der Erde machen musste.
Es tat mir zwar leid, dass ich die ganze Zeit vor den anderen wegrannte, doch ich konnte meine restliche Zeit nicht einfach mit ihnen verbringen, wenn ich genau wusste, dass ich wieder gehen musste und sie so noch mehr verletzen würde.
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See you later, death
Teen FictionNachdem Liv bei einem Autounfall gestorben ist, kann sie ein Jahr später als Brooke für zwei Monate zurück auf die Erde um ihren letzten Wunsch zu erfüllen: Dass es ihrem besten Freund gut geht. Sie versucht wieder an ihn heranzukommen um herauszuf...
