Ich genoss ohne Ausnahme jede einzelne Sekunde mit Connor am Rückweg.
Er hatte meine Hand nur losgelassen, wenn es wirklich nötig gewesen war, hatte sie aber wieder sofort ergriffen, wenn es ging.
Mein Herz machte jedes Mal einen Satz und ich konnte nicht begreifen, dass so ein wunderbarer Junge wie Connor etwas für mich empfand. Mir war bewusst, dass ich ihn nicht verdient hatte.
Auch als wir durch den Eingang des Internats gingen und Nate, Faith, Jessy und Bridget erblickten, ließ er meine Hand nicht los, sondern schien sie noch entschlossener zu halten.
Wir gingen auf unsere Freunde zu und als wir nur mehr ein paar Meter entfernt waren, bemerkten sie uns endlich. Es waren viel zu viele Emotionen, die sich auf den Gesichtern der vier spiegelten.
Faiths Augen wurden riesig und sie schien es nicht glauben zu können, was sie sah.
Nate lächelte mich glücklich an, doch ich konnte auch die Sorge in seinen Augen sehen, die er so sehr versuchte zu verstecken. Jessy und Bridget schienen sich zu freuen, Bridget jedoch, sah auch besorgt aus, sie blickte allerdings zu Connor.
„Hey"
Faith war die erste, die etwas sagte.
„Heyyy", zog ich die Begrüßung etwas länger als nötig.
Mein Blick kreuzte Nates und ich taumelte einen Schritt zurück. Sein Blick war unendlich intensiv und schien direkt in meine Seele zu schauen.
Vermutlich sah Connor mich besorgt an, doch ich konnte nicht von Nate wegsehen und blendete alles andere aus.
„Können wir kurz reden, Nate?", krächzte ich.
Er nickte stumm.
Ich sah nicht zurück, um Connors Gesichtsausdruck, oder den der anderen zu sehen. Wie ferngesteuert setzte ich einen Fuß vor den anderen, während Nate neben mir herging. Als wir weitgenug weg waren, sodass sie und nicht mehr sehen oder hören konnten, sagte Nate leise: „Es freut mich, dass ihr zueinander gefunden habt aber Liv, wir wissen beide, dass es keine gute Idee ist."
Ich wollte mir nicht eingestehen, dass wir keine Chance hatte und schüttelte leicht den Kopf, um mich selber zu überreden.
„Es muss doch irgendeinen Weg geben, dieses System zu überlisten!", platzte ich heraus.
Überrascht sah er mich an. Er hatte wohl genauso wenig wie ich diesen Ausbruch erwartet.
„Das dachte ich auch aber...", setzte er an, schien den Satz jedoch nicht zu beenden.
„Aber was? Nate, hast du je irgendwo nachgeforscht ob es möglich ist?"
„Naja... nicht direkt..."
„Wieso willst du dann wissen, dass es nicht möglich ist? Wenn es eine Chance gibt, wieso sollten wir es dann nicht probieren? Ich werde nachforschen. Bist du dabei?"
Er sah mich kurz prüfend an, was ich ihm nicht verübeln konnte.
„Ich helfe dir auf jeden Fall, aber ich weiß absolut nicht, wo du solche Informationen herbekommen willst.", meinte er nachdenklich.
„Man könnte mal im Internet schauen... aber... wahrscheinlich werden wir dort nur komische Spinner finden... wir könnten in einer Bibliothek schauen, ob sie Bücher über so etwas haben... ja ich glaube, da haben wir die meisten Chancen...", grübelte ich vor mich hin.
„Ich kenne eine sehr große Bücherei die allerdings eine einstündige Fahrt entfernt ist... dafür haben wir wahrscheinlich am meisten Chance, etwas zu finden.", meinte Nate.
„Das ist perfekt! Eine Stunde ist nicht viel, und desto größer sie ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir etwas finden!"
So machten wir uns aus, am nächsten Tag gleich nach der Schule loszufahren.
Ich hatte Nate noch nie so hoffnungsvoll strahlen sehen. Es machte mich glücklich ihm so viel Hoffnung geschenkt zu haben, doch ich hatte trotzdem Angst, dass wir nichts finden würden und sie ihn wieder verlassen würde, abgesehen davon, dass meine Hoffnung auch ziemlich holprig war.
Wir gingen nicht mehr zu den anderen zurück, sondern verzogen uns je in unser Zimmer. Ich machte mich direkt Bettfertig und dachte im Bett darüber nach, wie es wäre wieder leben zu können.
***
Frohe Weihnachten und habt noch einen schönen Tag ^^ <33
Lg Gwenii
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See you later, death
Genç KurguNachdem Liv bei einem Autounfall gestorben ist, kann sie ein Jahr später als Brooke für zwei Monate zurück auf die Erde um ihren letzten Wunsch zu erfüllen: Dass es ihrem besten Freund gut geht. Sie versucht wieder an ihn heranzukommen um herauszuf...
