Wieder warf Sihlas einen Stein nach mir und seine Freunde stiegen mit ein. Den ersten Stein konnte ich fangen, Einigen konnte ich ausweichen, doch die Anderen trafen mich mit voller Wucht. So langsam fühlte ich mich doch hilflos. Ich saß hier oben, wie die dümmste Zielscheibe der Welt. Immer wieder durchzog Schmerz meinen Körper, als die Steine meine Arme, meine Beine oder meinen Bauch trafen. Ich hielt den Stein, den ich gefangen hatte, immernoch in der Hand umschlossen und drückte ihn so fest, dass meine Fingerknöchel weiß hervortraten. Ich wurde rasend vor Wut, all die schlechten Erfahrungen mit Menschen kochten in mir hoch, und langsam sah ich nur noch rot! Sihlas und seine Truppe sah mit einem seltsamen Blick zu mir hoch und Sihlas sagte, in einem nicht deutbaren Tonfall:" W-wie machst du das Freak?!" Ich verstand nicht was er meinte und schaute auf meine rechte Hand hinunter. Aus meiner Handfläche lief dunkelrotes Blut, tropfte hinunter und versiegte im Boden. Außerdem bröckelten teilweise Steinstücke mit dazu. Als ich meine Hand verwundert öffnete, lag darin ein fast pulverisierter Stein. Ich drehte meine Hand um und lies die Steinteile direkt vor Sihlas' Füße fallen. Er schien mittlerweile seine Fassung wieder zuhaben denn er rief schnippisch:" Denkst du wirklich, nur weil du einen Stein zerdrückst hätten wir Angst vor dir? Du bist ein Freak, ein Loser, ein Nichts und du wirst nie etwas Anderes sein!" Meine Verwunderung verschwand und ich wurde wieder wütend. "Du hast dich so lange über mich lustig gemacht, mich so oft geschlagen und mich unendlich oft in Schwierigkeiten gebracht! Was erlaubst du dir eigentlich, mit dem Leben eines Anderen anzustellen?!" Mit diesen Worten sprang ich einfach so von der hohen Mauer und landete auf dem Boden. Ich zischte auf, als mich der Schmerz erinnerte, dass mein linker Fuß noch nicht völlig verheilt war, doch das hinderte mich nicht daran, Sihlas eine Lektion zu erteilen. Er sah mich belustigt an und sagte spöttisch:" Oh Nein. Jetzt bist du nicht mehr im Schutz der Höhe! Jetzt bekommst du was du verdienst, du Monster!" Mit diesen Worten holte er zum Schlag aus, doch er rechnete nicht damit, dass ich mich diesmal wehren würde. Ich hielt seine Faust fest in meine Hand, blitzte in wütend an, und drückte seinen Arm zurück zu seinem Körper, bis seine Faust seine Schulte berührte. Sihlas spuckte mich an, und angeekelt ließ ich seine Faust los, trat einen Schritt nach hinten und wischte mir die Spucke aus dem Gesicht. Wütend zischte ich:" Bist du Lebensmüde?! Verschwinde hier, oder ich mach dich fertig!" "Du willst mich fertig machen, dass ich nicht lache!", lachte Sihlas überheblich. Also holte ich aus, und verpasste ihm einen rechten Haken. Er taumelte ein paar Schritte zurück und hielt sich das Kinn. Aus seinem Mundwinkel floss eine wirklich winzige Menge Blut. Er spuckte auf den Boden und wollte gerade zu einem Schlag ausholen, da klingelte die Schulglocke. "Da hast du nochmal Glück gehabt!", rief er wütend, als er sich mit seiner Truppe entfernte. "Natürlich. Ich hab Glück gehabt. Wenn der wüsste", dachte ich, während ich mir meine Tasche nahm und mich ebenfalls in die Klasse begab.
Als ich dort ankam saßen Sihlas, Samantha und die Anderen schon auf ihren Plätzen und unterhielten sich angeregt. Ich setzte mich ebenfalls, stützte mein Kinn auf meine Hand und starrte ins Nichts. Kurz darauf betrat unser Klassenlehrer Herr Bartmann den Raum. Wir begrüßten uns und er fing an zu sprechen:" Wie ihr sicher wisst, wird dieses Jahr wieder ein Herbstball stattfinden. Die wichtigsten Informationen klären wir jetzt während der Stunde, für den Rest erhaltet ihr einen Elternzettel. Zuerst möchte ich Herrn Sharp dafür danken, dass er das Alles finanziert. Als nächstes Thema kommen wir zur Kleiderordnung. Da das ganze ein Ball ist, müsst ihr euch dementsprechend kleiden. Verboten sind, Jogginghosen, Jeanshosen, Sportschuhe, Hoodies und jegliche Art von Mützen, außer Kopftüchern natürlich. Als nächstes kommen wir zum Essen, dies wird freundlicher Weise ebenfalls von Herrn Sharp zur Verfügung gestellt. Der Ball findet voraussichtlich diesen Sontag von 19 bis 00 Uhr stattfinden. Da es noch so spät in die Nacht geht wird am Montag den 30.11 der Unterricht entfallen." Die Klasse fing an zu jubeln. Herr Bartmann seufzte und fragte dann:" Habt ihr noch Fragen?" Ein Mädchen aus der vorderen Reihe meldete sich. Sie hatte lange, lockige blonde Haare und leicht gebräunte Haut. "Ja Amanda." "Wie sieht es mit einer Begleitung für den Ball aus?", fragte Amanda mit ihrer hohen, nervigen Stimme. Herr Bartmann antwortete sofort:" Eine Begleitung ist nicht unbedingt notwendig, kann aber gerne mitgenommen werden. Noch andere Fragen?" Sihlas meldete sich, mit einem grinsen auf dem Gesicht:" Dürfen wir auf dem Ball Alkohol trinken?" Herr Bartmann dachte kurz nach, dann sagte er:" Die meisten von euch sind ja schon 16 Jahre alt, also wird es bestimmt den ein oder anderen Alkoholischen Drink geben. Allerdings ist Hochprozentiges strengstens Verboten!" Sihlas und seine Freunde klatschten sich ab. Ein anderes Mädchen meldete sich und fragte sofort:" Wie läuft das mit der Musik?" "Wir haben einen DJ engagiert", antwortete Herr Bartmann. Das Mädchen fluchte. Ich hatte wirklich wenig Lust, eine ganze Nacht mit meiner Klasse zu verbringen, deshalb meldete ich mich und fragte:" Ist der Ball dieses Jahr eine Pflicht-Veranstaltung?" Herr Bartmann sah mich nachdenklich an, dann sagte er ganz Schlicht:" Ja. Wenn es sonst keine Fragen gibt, teile ich den Zettel aus und wir können de Unterricht vortsetzen." Enttäuscht stützte ich den Kopf in die Hände und überlegte mir einen Plan, wie ich doch nicht zum Ball musste. Den restlichen Tag über war ich gelangweilt. Mit Herrn Bartmann sprachen wir nur über Mythen und Legenden. Danach hatten wir noch Englisch, und schon war der Tag vorbei. Es war sehr seltsam, wie ruhig sich Sihlas und seine Freunde benahmen, doch das war mir jetzt erstmal egal. Im Moment gab es nur noch eine Sache die ich überleben musste. Das treffen mit meiner neuen Pflegefamilie. Hoffentlich läuft das gut.
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Die Drachin Afrikas
FanfictionSkylar ist gefangen zwischen zwei Welten in denen sie beide nicht Zuhause ist. Menschen und Woodwalker dürfen nichts von ihrer wahren Identität als Morpher wissen. Doch nicht nur mit der nicht vorhanden Zugehörigkeit in einer der Realitäten hat sie...
