Jedes Buch hat seinen Anfang in einer Idee. Diese Idee wird aus der Fantasie in euren Köpfen geboren und damit seid ihr praktisch Mutter und Vater zugleich. KÜMMERT EUCH GUT UM EURE IDEE!!!!!!! Denn jede Idee ist wertvoll! Viel wertvoller als alles, was ihr euch je mit Geld kaufen könnt. Schließlich ist sie einzigartig und gehört nur euch! Wenn mich jemand fragen würde, was ich als erstes aus meinem Haus mitnehmen würde, wenn es auf einmal anfangen würde zu brennen, wäre meine Antwort eindeutig: Mein Notizbuch mit allen Ideen, die ich je hatte.
Wenn ihr eine Idee habt, ist meine Empfehlung: Schreibt sie euch auf, bevor sie verloren geht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es jedem schonmal passiert ist, dass er eine wundervolle Idee hatte und sie dann einfach vergessen hat. Dabei weiß man noch ganz genau, dass diese Idee so unglaublich cool war!!!!!!!
Meine Empfehlung: Schleppt einfach überall ein Notizbuch und einen Stift mit, damit ihr jederzeit irgendwas aufschreiben könnt. Ihr könnt eure Ideen notfalls auch in die Notizen eures Handys schreiben, aber ich persönlich bin kein Fan davon. Ein falsches Tippen und alles ist weg :(Noch ein Vorteil beim Notizbuch: Wenn ihr es rausholt und irgendwas aufschreibt, sieht das gleich viel geheimnisvoller aus ;) (Wenn wir ehrlich sind, möchte doch jeder irgendwie geheimnisvoll auf andere wirken XD)
Wie kommt man denn nun auf eine gute Idee?
Meiner Erfahrung nach kann man eine Idee nicht erzwingen. Sie ist einfach da. In einem Moment hört man Musik und im nächsten Moment denkt man sich: »Holy sh*t! Das wär doch mal was! Diese Geschichte ist perfekt!« Oder man isst gerade und dann fällt einem fast die Kartoffel aus dem Mund, weil »Aaaaaaahhhh! Das muss ich unbedingt aufschreiben!«.
Jetzt kann es aber passieren, dass ihr zwar eine Idee habt, aber keine Geschichte dazu. Denn »Idee« und »Geschichte« sind nicht das Gleiche. Eine Geschichte besteht meistens aus mehreren Ideen, die von euch zusammengesetzt werden. Und im Kern steht meistens die eine große Idee, die euch sagt, worum es ungefähr gehen wird. Sie hat keine Einzelheiten, bietet keine detailreichen Erklärungen für irgendwas und hat vielleicht noch nicht mal einen genauen Handlungsstrang mit Anfang und Ende. Wie aber macht ihr aus so einer Idee eine vernünftige Geschichte?
Allgemein gesagt, benutzt ihr eure kleineren Ideen, um die große Idee nach und nach aufzufüllen. Ihr braucht erstmal gar nicht so viele Details (auch wenn die natürlich nicht schaden). Stellt euch eure Anfangsidee vor wie das Grundgerüst eines Hauses. Ihr wisst noch nicht, wie es genau aussehen wird, wie viele Zimmer es haben wird usw. Aber ihr wisst, dass es auf jeden Fall dort stehen wird, wo ihr es euch vorstellt.
Um eine Idee auszubauen und zu füllen, solltet ihr erstmal ganz grob ein paar Fragen klären, die eure große Idee noch nicht beantwortet. Dazu gehört Folgendes:
- Wie viele Hauptfiguren möchte ich haben oder brauche ich vielleicht sogar, um meine Geschichte vernünftig erzählen zu können?
- Was ist der Hauptkonflikt meiner Geschichte? Gibt es noch weitere Nebenkonflikte? Werden diese Konflikte gelöst oder nicht? Oder anders gesagt: Wollt ihr ein allgemeines Happy End haben oder soll alles scheitern?
- Wie detailliert möchte ich meine Welt und eventuell mein Magiesystem haben? Wie viel Zeit möchte ich da rein stecken und wie relevant ist es letztendlich für das, was ich erzählen möchte?
- Was ist das Hauptmotiv meiner Geschichte? Gibt es eine Botschaft, die ich rüberbringen möchte und wenn ja, welche? Wie deutlich möchte ich sie vermitteln?
- Ebenfalls wichtig und oft unterschätzt: Für welche Altersgruppe schreibe ich meine Geschichte? Das setzt fest, wie brutal ihr schreiben wollt und wie genau ihr gewisse Sachen (zum Beispiel Bettszenen oder blutiges Gemetzel) beschreibt.
Diese Punkte sind erstmal ein guter Anfang, um eure Idee grob auszubauen. Macht nicht weiter, bevor ihr diese Sachen nicht geklärt habt! Es ist extrem schwer, sie zu ändern, sobald ihr erst mit dem Schreiben angefangen habt! Das Geschlecht, den Namen oder die Augenfarbe einer Figur lässt sich ganz leicht korrigieren, aber aus einer Welt mit Magie plötzlich eine ohne zu machen, ist extrem schwierig.
Jetzt könnt ihr anfangen, eure große Idee mit weiteren, kleineren Ideen zu ergänzen und aufzufüllen, bis ihr einen halbwegs logischen Handlungsstrang habt. Er muss nicht perfekt sein. Da ihr noch nicht mit dem Schreiben angefangen habt, könnt ihr später, beim Planen (siehe nächstes Kapitel), alle Details rausarbeiten, die ihr haben wollt.
Ihr solltet aber auf jeden Fall eine ungefähre Vorstellung davon haben, wie eure Geschichte enden wird. Es reicht vollkommen, wenn ihr wisst, dass Land XY den Krieg gewinnt und eure Hauptfigur zum König gekrönt wird. Oder dass der Antagonist die gesamte Welt zerstört und alle sterben. Die Details könnt ihr euch, wie gesagt, für später aufsparen, wenn ihr schon etwas mehr in der Geschichte drin seid.
Manchmal kann es auch vorkommen, dass ihr eine mega coole Idee für eine Szene habt. Zum Beispiel ein krasser Kampf zwischen zwei Personen, wobei die eine erfahren hat, dass der andere für den Tod ihrer Familie verantwortlich ist. Inklusive Tränen, herzzerreißendem Dialog, viel Wut usw. Egal, wie cool die Szene ist: Zwingt sie eurer Geschichte nicht auf. Wenn es keine passende Gelegenheit gibt, sie einzubauen, dann lasst sie weg und hebt sie euch für eine andere Geschichte auf.
Andererseits gibt es auch Autoren, die ein ganzes Buch nur dafür schreiben, um diese eine coole Szene einzubauen und ihr Sinn zu verleihen. Es kommt halt immer darauf an, was das für eine Szene ist und wie gut sie mit den anderen Ideen, die ihr für diese Geschichte habt, zusammenpasst. Achtet einfach auf euer Bauchgefühl :)
Zur genauen Planung von Geschichten wird es noch ein Kapitel geben, keine Sorge. Ich plane zwar nicht soooooo viel, weil mir sonst beim Schreiben langweilig wird, aber es gibt natürlich auch Leute, die erst alles bis zum kleinsten Detail durchplanen und dann erst anfangen, alles zu schreiben.
Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Figuren. Ihr müsst als Autor natürlich wissen, wer diese sind. Vielleicht braucht ihr nicht von jeder eine Hintergrundgeschichte in absolut allen Einzelheiten inklusive Lieblingsessen und bester Freund aus dem Kindergarten, aber eine ungefähre Vorstellung solltet ihr trotzdem haben. Wenigstens von den wichtigsten Figuren.
Wie man die Figuren genau erstellt, charakterisiert usw. kommt auch noch :)
Nun solltet ihr eure Idee so weit bekommen haben, dass ihr mit dem weiteren Planen und Schreiben anfangen könnt.
Ich hoffe, ich konnte euch helfen :)
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Schreibtipps & -tricks
Non-FictionJeder Autor ist ein Künstler. Und jede Kunst kann man lernen. Wenn ihr also nach ein paar Schreibtipps und -tricks sucht, seid ihr hier genau richtig :) Ich werde hier über sehr viele verschiedene Themen schreiben, die euch hoffentlich dabei helfen...
