#17 Versprechungen

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Er nickte nur und brachte sie dann langsam rein, um sie zu ihrem Schlafsaal zu begleiten.
"Dann sehen wir uns morgen früh".

"Das hoffe ich sehr".
Sie lächelte noch, bevor sie in ihrem Zimmer verschwand. Sie musste ziemlich lächeln, auch die ganze Zeit während sie sich umzog und fertig machte. Sie schlief dann auch schon mit einem letzten Gedanken an ihn und die fremde Welt ein.

Auch er ging auf sein Zimmer, doch er schlief in den Kleidern anstatt sich um zu ziehen. Sein Schlaf war gut. Er hatte lange nicht mehr so geruht. Daher hatte er am darauf kommenden Morgen, gute Laune.

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Ivar war recht früh auf und begab sich genauso früh zu ihrem Vater, um noch einmal mit ihm zu sprechen. Ihm das Angebot der Partnerschaft zu machen. Was er bieten kann und was er dafür möchte. Er erwähnt sogar, dass er bereit wäre seine Tochter zu heiraten, doch das er wolle, dass sie selbst zu stimme, da er es sonst nicht tun würde. Doch bevor sowas umgesetzt werden würde, dass er sie gerne mit ein paar Wachen in sein Land nehmen möchte. Ihr Vater bat zunächst jedoch um etwas Bedenkzeit, die er selbst ihm natürlich überließ.

Katherina selbst bekam davon nichts mit. Sie machte sich am morgen fertig und sie beschloss ein wenig zu trainieren, da es für sie sehr wichtig war, wenn sie sich mal verteidigen müsste und alleine wäre. Dann ging sie einige Zeit später fertig angezogen in den Speisesaal, um zu frühstücken. 

Ivar hatte ihren Vater wieder verlassen. Während die Königsfamilie vermutlich frühstückte, war Ivar wieder in seinem Zimmer und machte einige Liegestütze fürs Krafttraining. Kraft war für ihn wichtig um zu kämpfen und andere schützen zu können. Er würde später ebenfalls was Essen und dann vermutlich etwas laufen gehen, um seine Beine fit zu halten. Auf viele mag das dumm wirken, aber für ihn war es wichtig.

"Katherina?", fragte ihr Vater aus der Stille heraus und legte das Besteck auf die vorgesehene Serviette.
"Ich habe mit Ivar über dich gesprochen und er hat einige Angebote gemacht, denen ich gerne zusagen würde. Er erwartet momentan noch eine Antwort, da ich Bedenkzeit gebraucht habe, aber... ich werde dem Angebot zustimmen. Er ist ein hochrangiger Mann in seinem Land, hat einiges zu bieten und deshalb wirst du mit ihm reisen, aber es werden 10 weitere Soldaten zu deinem Schutz mitkommen, da uns das Land fremd ist. Dass du mit ihm fährst war leider eine seiner Bedingungen, doch ich stimme ihnen, wenn auch etwas widerwillig, ein".

Sie legte dann auch ihr Besteck zur Seite und sah zu ihm. Natürlich war sie glücklich über seine Entscheidung, schließlich wollte sie wirklich wissen, wie es dort war und Ivar machte sie wirklich glücklich. Jedoch verletzte es sie, dass ihr Vater sie nicht nach ihrer Meinung fragte, schließlich ging es doch um ihr Leben.
"Vater, wollt ihr nicht wissen, was ich darüber denke..?"

"Ich bin dein Vater", meinte er ernst.
"Als Prinzessin hast du zu tun, was ich sage. Das ist meine Entscheidung und damit wirst du leben müssen".

Die Antwort ihres Vaters gefiel ihr überhaupt nicht,.
"Danke, ich bin fertig mit dem Essen".
Sie stand dann auch schon auf, machte etwas wütend einen kurzen Knicks und ging dann wieder zurück in ihr Zimmer. Wieso musste ihr Vater manchmal so harsch reagieren?

Ivar schlenderte mittlerweile durch die Straßen. Mal schneller, mal weniger schnell. Er hatte sogar 2 Geldbeutel gestohlen ohne erwischt zu werden. Von dem Geld kaufte er sich einen Apfel zum Abschluss seiner Runde. Daraufhin lief er dann auch schon zurück zum Schloss. Er war ungeduldig. Ob der König sich schon entschieden hatte.

Katherina war wütend in ihr Zimmer gegangen und sie ließ sich aufs Bett fallen. Sie starrte einfach nur die Zimmerdecke an und war noch immer mehr als nur wütend. Ihr Vater hätte sie zumindest fragen können, auch wenn er darauf keine Rücksicht genommen hätte.

Ivar wurde zum König gerufen und plante dort auch den Bau des Schiffes. Die Arbeiter verstanden alles gut und fingen auch gleich damit an. Wenn es gut läuft dann ist das kleine Schiff in 2 oder 3 Tages fertig.
Er war froh über die Entscheidung des Königs und kam daher ohne zu Klopfen einfach ins Zimmer der Prinzessin.
"In ein paar Tagen können wir los".

Sie setzte sich auf, als sie hörte, wie jemand das Zimmer betrat und blickte zu ihm.
"Habt ihr noch nie etwas von Klopfen gehört? Wenn ihr so etwas öfters macht, könnte es zu unangenehmen Situationen kommen".
Man merkte, dass sie noch immer leicht angespannt war.

"Verzeiht, ich werde es mir angewöhnen".
Er verbeugte sich leicht und seufzte still.
"Also freust du dich?"

Sie sah zu ihm und nickte leicht.
"Es verletzt mich nur, dass mein Vater nicht wissen wollte, was ich darüber denke..."

Wieso war ihm das klar gewesen? Nicht umsonst hatte er die Bitte mit ihrer Einverständnis gemacht. Hatte er wohl ignoriert. Tz dieser Mistkerl.
"Mach dir keinen großen Kopf drum. Dein Vater ist wie er ist, aber jeder Vater liebt seine Kinder. Auch wenn er das nicht immer zeigen mag".

"Ich weiß, er will nur das Beste, aber woher weiß er, was das Beste für mich ist? Angenommen ich würde nicht wollen, wäre es definitiv nicht das Beste für mich... das Einzige, was ich will, ist doch zumindest etwas mehr Aufmerksamkeit..."

"Die wirst du bekommen, wenn du sie möchtest. Aber vertrau mir dabei okay?"
Seine Mundwinkel zuckten belustigt, da er schon einen kleinen Plan hatte. Es freute ihn, einer bezaubernden Frau wie ihr einen Wunsch zu erfüllen.

Sie hatte bemerkt, dass er sie duzte, was man eigentlich nur bei Personen tat, mit denen man wirklich engen Kontakt hatte, aber sie sagte nichts dagegen.
"Meinen Vater interessiert es nicht... jeder Versuch wird zwecklos sein..."

"Vertrau mir ja?"
Etwas zögerlich strich er ihr einpaar Strähnen zur Seite und lächelte wärmer. 

Sie sah ihm in die Augen und nickte leicht. Die Berührung an ihrer Wange war etwas kitzlig, aber sehr angenehm und beruhigend.

"Gut", es war mehr ein hauchen als richtige Worte, aber man verstand es dennoch, da er ihr etwas zu nahe war. Dann trat er einen Schritt zurück.
"Stell dich darauf ein, dass wir in ein paar Tagen los segeln werden".

Der plötzliche Abstand ließ sie wieder in die Realität zurückkommen. Sie hatte erst da gemerkt, wie nahe er ihr eigentlich gewesen war. Sie nickte und sah dann zu ihm, während sie sich wieder auf das Bett setzte.

"Dann lasse ich dich Mal alleine".
Ja, er duzte sie. Bei ihm war es immerhin normal und sie sagte nichts dagegen, also würde es wohl in Ordnung für sie sein.

Sie nickte wieder leicht und sah zu ihm, wie er ihr Zimmer verließ und die Türe hinter sich schloss. Sie war ziemlich neugierig auf den neuen Ort, die neue Stadt und die neuen Menschen. Wie es wohl dort sein würde?

I will always be yours - Through Walhalla and HellWo Geschichten leben. Entdecke jetzt