"Perfekt!"
Sie schmunzelte zufrieden und ging dann wieder raus aus dem Garten in das Schloss .
"Wollt ihr auch die Stadt außerhalb des Schlosses sehen?"
Er nickte, "Natürlich. Ich möchte sehen, was euer Volk so außerhalb treibt".
"Dann gehen wir in die Stadt".
Sing wieder zurück in die Eingangshalle, wo schon ein zugedeckter Korb bereitstand, welchen sie in die Hand nahm, um dann mit ihm gemeinsam durch das große Tor der Festung in die Mitte der Stadt zu gelangen.
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Er folgte der jungen Dame auf Schritt und Tritt.
"Eure Stadt ist ehr groß. Größer als die der Völker bei denen ich bereits war".
Mit dem Unterschied, dass er dort gemordet und geplündert hat und keine Zeit für deren Sitten hatte.
"Sie wächst und wächst auch immer weiter. Neue und vor allem auch mehr Leute kommen her und es wird immer mehr gebaut und erweitert, damit es genug Platz für alle gibt".
Sie geht zu einem Bäcker, bei welchem frisches Brot verkauft wird.
"Man sieht es... es ist anders als bei uns. Wir haben kleine Märkte und unser Volk ist kleiner. Dafür ist jeder einzelne ein Krieger, selbst die Frau vom Obststand weiß gewiss wie sie mit einem Schwert umzugehen hat".
Sie sah kurz verwundert zu ihm, kaufte dann aber das Brot.
"Wow, das ist ungewohnt, aber vermutlich ziemlich praktisch und hilfreich. Habt ihr Hunger?"
"Ja, etwas".
Ivar nickte daraufhin und sah sich etwas um. Er nahm sich einfach einen Apfel und zeigte ihn der Verkäuferin.
"Die Prinzessin zahlt", er zwinkerte ihr zu und biss dann einfach in den Apfel.
Sie musste etwas schmunzeln, verdrehte aber auch die Augen, bevor sie mit einem Lächeln auch noch für den Apfel zahlt.
Die beiden gehen weiter.
"Also, was hat euer Reich noch alles zu bieten?"
"Also, gerade waren wir auf dem Markt, da drüber haben wir die ganzen Gebäude in denen alles von Waffen hin bis zu Kleidern hergestellt wird, also Schmiede, Näherinnen und noch viele mehr".
Sie zeigte auf einen bestimmten Stadtteil.
"Interessant", erblickte dann auch auf die Häuser dort.
"Was ist... was ist mit euren Schätzen? Wo sind sie?"
Diese Frage gefiel ihr überhaupt nicht, ob er wohl zweideutige Gedanken hatte und ihr Freundlichkeit ausnutzen wollte? Oder war er wirklich nur interessiert?
"Ihr wollt wissen, wo unsere Schätze sind? Das werde ich euch nicht sagen".
Man merkte ihr an, dass sie etwas misstrauisch wurde.
"Wieso das denn nicht? Unsere Schätze sind zum Beispiel vergraben, damit wir sie nach dem Tod nach Walhalla nehmen können, um die Götter zu beeindrucken".
"Vergraben?", sagte sie etwas verwundert und unglaubwürdig.
"Unsere sind versteckt an einem sicheren Ort, damit keine Fremde sie uns wegnehmen können".
"Braucht ihr sie nicht für euren Christen Gott?"
"Wir sind Gläubige, solange wir beten und die Gebote Gottes befolgen, dazu brauchen wir keine Schätze, die wir vergraben".
Er musste schmunzeln und sich das Lachen etwas verkneifen.
"Ich konnte noch nie verstehen, wie man an jemanden glauben kann, den man weder sieht noch hört".
"Deshalb versteht ihr auch nicht, wie unsere Religion funktioniert, da ihr für alles Beweise braucht und nicht einfach glauben könnt".
Immerhin war sie von ihrer Religion überzeugt und glaubte auch wirklich daran.
Doch er widersprach ihr sofort.
"Oh doch, ich glaube, aber mein Glaube und meine Dienste stehen alleine Thor, Odin, Loki, Frey und Freya. Unsere Götter sind aus Fleisch und Blut, sie erscheinen uns im Traum und bestimmen unser Schicksal. Jeder von uns hat seinen Weg und dich hier kennen zu lernen, das ist wohl mein Schicksal gewesen".
Er musste lächeln über den Gedanken, da er bisher in seinem Leben noch nichts annähernd als sein Schicksal entziffern konnte.
"Ihr...Ihr denkt, dass es Schicksal ist, dass wir uns getroffen haben?"
Sie musste leicht schmunzeln und ging dann aber weiter.
"Wer weiß, wer weiß".
Sie geht dann weiter und kommt wieder auf das Thema der Rundführung zurück.
"Also dann, wenn man weiter geht, kommt man zu den Fischern und andererseits zu den Feldern. Alles dort hinten außerhalb ist feindliches Gebiet..."
"Feindliches Gebiet? Gehört euch dieses Land nicht alleine?"
Er war etwas überrascht, da bei ihnen die Königreiche alle auf verschiedenen Inseln liegen.
"Nein... unser Land ist sehr groß, aber ein kleiner Teil gehört den Rebellen... Sie haben sich gegen uns gewandt und verteidigen die Grenzen. Sie versuchen ihr eigenen Land zu erschaffen".
"Wäre es für euch...", er sah sie prüfend an,
"Vielleicht...", er kam näher,
"zu Gunsten, wenn sie nicht länger euer Land besiedeln würden?"
Sie sah zu ihm rauf, dieses Mal etwas mehr, da er doch etwas näher gekommen war.
"Ja, das wäre es natürlich. Sie hatten ihr Chance auf Frieden, und jetzt ist unsere einzige Möglichkeit der Kampf".
Sofort wanderten seine Mundwinkel rauf.
"Erlaubt ihr mir mitzukämpfen?"
Sie war etwas verwundert über diese Frage.
"Ihr seid unser Gast und das wäre nicht richtig".
Auch wenn ihr klar war, dass er vermutlich besser kämpfen konnte.
"Als Gast, würdet ihr mich anders nicht glücklicher machen können, genau das wollt ihr doch oder?"
Und damit hatte er sie auch irgendwie schon.
"Schon..., nur was würde passieren, wenn ihr dabei umkommt? Nicht, dass ich es glauben würde, aber ihr habt uns angedroht, dass eure Truppen uns vernichten kommen, wenn wir euch nicht zurückbringen?"
Er musste etwas lachen.
"Meine Liebe, die Götter stehen auf meiner Seite. Ich werde erst sterben, wenn der Blinde mich sieht, das wurde mir vorausgesagt. Selbst wenn ihr mich hinrichten hättet wollen, wäre ich lebend zurück nach Hause gekehrt".
Er trat noch etwas näher zu ihr.
"Vertraue auf meine Götter und du wirst sehen, dass sie ihr Wort halten".
"Ich vertraue lieber euch, als euren Göttern. Ich habe nichts dagegen, wenn kämpft und mein Vater mit Überzeugung sicher auch nicht".
"Mir zu vertrauen ist vielleicht ein Fehler", er legte seinen Kopf leicht zur Seite.
"Trotzdem nehme ich dein Vertrauen dankend an".
Er sah für einen Moment auf ihre Lippen.
"Wollen wir dann wieder zu deinem Vater?"
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I will always be yours - Through Walhalla and Hell
Teen FictionWas passiert wenn plötzlich zwei vollkommen fremde Welten auf einander prallen? Etwas, was nie hätte passieren dürfen, geschieht und doch entsteht dabei eine herzzerreißende und unvergessliche Liebesgeschichte. Er, einer der wichtigste Personen unte...
