#36 Entführer

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Jarek zog seine Geliebte hinter sich her und streckte unterwegs ein paar feindliche Leute nieder bis er Katherina gefunden hatte. Er war sie ohne zu fragen über seine Schulter und rannte mit seinem Weib an der Hand weiter. Doch weit kamen sie nicht, da sich jemand Hilde geschnappt hatte. Jarek setzte daher Katherina wieder ab. Doch als er sich umdrehte, hatte der Fremde Hilde schon mit seinem Schwert im Bauch durchbohrt.
"HILLDDDEEEE!"
Schrie er auf, doch wusste er, dass es nichts brachte, woraufhin er den Mann hinter ihr umbrachte und die weiteren die kamen ebenso.
"Lauf in den Wald", wies er die Prinzessin dann an und schlug den nächsten mit Tränen in den Augen nieder, der ihn angreifen wollten. Da die Prinzessin sich in Sicherheit brachte, schlug er weiterhin auf alle sich nähernden ein. Innerlich zerriss es ihm das Herz, dass die Frau seiner Träume vor seinen Augen umgebracht wurde.

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Katherina stand geschockt einfach nur da und konnte sich nicht bewegen, bis zum Zeitpunkt wo Jarek sie anschrie, in den Wald zu laufen. Sie nickte nur schnell und rannte los. Sie rannte immer weiter in den Wald und versuchte den Schock von dem plötzlichen Tod Hildes zu überstehen. Das war etwas zu viel für sie, doch gerade hatte sie keine Zeit weiter darüber nachzudenken. Durch das Hetzen und ihr langes Kleid, stolperte sie am Stoff ihres Kleides. Sie wollte gerade aufstehen und weiterlaufen, als sie von jemandem aufgehalten wurde.

Einer der Männer war ihr nachgerannt und fasste sie an ihren Haaren und zog sie auf die Beine.
"Wenn du dich wehrst, machst du es dir nur schwerer!"
Der Mann grinste unter seinem Helm und hiefte sie auf seine Schulter, um sie mit sich mit zu nehmen.

"Lasst mich runter! Ich befehle es euch!"
Sie wusste sie hatte nicht genug Kraft, um von selbst von ihm runter zu kommen.

Der Mann lachte nur.
"Klappe Weib!"
Er warf sie auf eine Kutsche und band ihre Handgelenke mit einem Seil fest. Genauso auch ihre zappeligen Beine. Außer ihr waren noch andere Frauen auf dem Wagen.

"Bindet mich los! So etwas dürft ihr nicht mit mir machen!"
Sie versuchte sich weiter zu wehren. Jeder Versuch schien jedoch komplett nutzlos.

Der Mann schlug sie daraufhin einfach.
"Und ich sagte Mund halten!"

Sie verkniff sich ein Schreien. Noch nie hatte es jemand gewagt sie zu schlagen. Der Schmerz auf der Wange hielt noch an und man sah womöglich noch den Abdruck, welche noch etwas bleiben würde.

Der Mann selbst grinste sie nun so an, als hätte er etwas besonderes gewonnen.
"Fahrt los!"
Auf den Befehl fuhr die Kutsche auch schon los.

Und Jarek? Dieser war einfach zu langsam, um den Wagen einholen zu können. Und so verschwand er irgendwann im Staub, den die Kutsche hinter sich aufwirbelte.

Katherinas Sicht wurde durch die aufkommenden Tränen immer verschwommener und sie wurde immer verzweifelter, was sie nun tun sollte. Sie war angehende Königin und hatte sich auf ein Abendteuer eingelassen, das ihr ganzes Königreich aufs Spiel gesetzt hatte. Und nun war das eingetreten, wovor sie solche Angst hatte. Und zwar, dass sie nie mehr wieder nach Hause zurückkehren würde. In Gedanken sprach sie unaufhörlich Gebete, dass Ivar sie finden und befreien würde. Sie war verloren.

Derweilen waren Ivar und seine Leute ziemlich verwirrt. Sie warteten dort, doch es kam niemand. Nach einiger Zeit kam nur einer aus dem Dorf völlig aus der Puste und berichtete, dass Uppsala angegriffen wurde. Ivars Magen zog sich förmlich zusammen bei dieser Nachricht. Er hätte sie niemals dort alleine lassen sollen.

Die Prinzessin versuchte sich zu befreien, doch bei jedem Versuch kam es zum gleichen Ergebnis und zwar garkeinem. Die Seile um ihre Handgelenke waren noch immer genauso fest gebunden. Das einzige was geschah war es, dass sich die Seile in ihre Haut ritzten und sich an den Stellen, durch die Befreiungsversuche, rot verfärbten. In ihrem Kopf spielten sich so viele Szenarien ab, was jetzt wohl passieren würde. Sie hatte Angst, dass das alles eine Strafe war, dafür, dass sie Freya angebetet hatte. 

Während sich die Kutsche mit den Frauen immer weiter entfernte, begab sich Ivar zurück nach Uppsala. Gefolgt von seinen Leute, um dort seinem Volk zu helfen.
Als er dann dort erfuhr, dass sie Katherina mitgenommen hatten, rastete er komplett aus und erlaubte es sich einige Sache in seinem Wutanfall zu zerstören. Er versuchte sich schnell wieder zu beruhigen und sich darauf zu konzentrieren einen Plan zu erstellen. Dieser stellte sich daraus zusammen die Soldaten zu verfolgen, sie anzugreifen und dann die Gefangenen wieder zurückzuholen.

Katherina schloss ihre Augen und sprach weiter ein Gebet nach dem anderen. Sie entschuldigte sich für alles was sie getan hatte. Für jedes uneheliche Verhalten, dass sie zugelassen und getan hatte, genauso wie auch für jeden Verstoß gegen die 10 Gebote. Besonders für dieses, dass sie keinen anderen Gott anbeten durfte.

Erst am Abend hielt die Kutsche wieder an. Die Männer bauten ein Lager auf und zogen die Gefangenen in eine Art Käfig, welchen sie dann auch zusperrten. 
"Mensch... diese Ost Leute sind echt der größte Dreck mit ihren Göttern".
Ein anderer lachte daraufhin.
"Aber ihre Weiber sind hübsch".

Katherina konnte sich das alles nicht einfach so tatenlos anschauen.
"Wo bringt ihr uns hin und was macht ihr mit uns?"
Sie hatte sie an den Rand des Käfigs gestellt und hielt ihren Blick auf die Männer gerichtet. Sie musste einen Weg hier heraus finden mit all den anderen gemeinsam, aber das schien aus ihrer jetzigen Situation heraus unmöglich. Ihre Gedanken waren auch einen großen Teil der Zeit bei Ivar, obwohl dies nicht eigentlich nicht sein sollte. Sie hatte sich auf etwas eingelassen, was sie  nicht hätte tun dürfen und doch will sie bei ihm sein. Das sollte sie nicht wollen. Seine Nähe sollte ihr nicht gefallen.

Die Männer rissen sie dann wieder aus ihren Gedanken.
"Ihr werdet verkauft. Mehr Wert als Sklaven habt ihr sowieso nicht", meinte einer der Soldaten und lachte.
"Vielleicht werdet ihr dadurch endlich vernünftig und hört auf einen falschen Gott anzubeten. Verdient habt ihr es".

"Was wollt ihr dafür, dass ihr uns alle freilasst? Ihr habt doch sowieso kaum was davon".

"Es ist unsere Aufgabe, Kleine. Wir werden dafür belohnt und mehr geht es dich nicht an".
Zischte der eine Mann schon etwas genervt von ihr.

Katherina setzte sich dann wieder hin und schaute sich um. Es war dunkeln, also konnte sie auch nicht sonderlich viel erkennen. Die Situation schien vollkommen aussichtslos. Sie hätte nie von Zuhause wegfahren sollen. So sehr sie die Zeit mit Ivar auch genossen hatte, hätte sie nie ihr Zuhause verlassen dürfen. Wie sollte sie irgendjemand noch finden und befreien. Desto mehr Zeit verging, desto mehr verflog ihre Hoffnung. Einige wenige Tränen bildeten sich und verließen schlussendlich auch ihre Augen. Sie wollt einfach nur aufwachen und das alles für einen schlechten Traum wahrhaben...

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Hey, meine Lieben!

Es geht wieder weiter in der Geschichte und ich hoffe ihr seid alle genauso gespannt auf das was folgt.
Lasst gerne Kommentare da mit euren Meinungen oder Ideen, was noch alles passieren könnte.

Eure XOXOLOVELYDIA ❤

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⏰ Letzte Aktualisierung: Mar 22, 2022 ⏰

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