Ivar musterte die Haarbrosche etwas und sah Kath prüfend an. Es sah recht wertvoll aus, aber er steckte es dennoch in den Beutel, wo die anderen Gaben drinnen waren.
"Dann ziehen wir den anderen mal nach"
Er lächelte und ließ Kath dieses mal voraus gehen. Die anderen Bewohner waren vor ihnen, daher konnte sie ha nicht falsch laufen.
Sie nickte und ging dann auch schon voraus, direkt den anderen hinterher, weswegen sie sich keine Sorgen, um den Weg machte.
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Es dauerte ein paar Stunde, wo sie über Felder liefen und auch über einen Berg, bis sie letzten Endes an einem großen Wald ankamen. Inmitten diesem stand eine Art Tempel und etwas weiter weg einige Häuser, die sich die Gäste gemischt alle teilen mussten.
"Willkommen in Uppsala, Katherina"
Dort angekommen, sah sie sich neugierig um und fand es wunderschön. Die Landschaft, der Wald und der Tempel in der Mitte sahen sehr besonders aus.
Er lächelte über ihr Strahlen in den Augen und führte sie und seinen Freund zu einem der Häuser, wo alle ihre Sachen ablegten.
"Wir versammeln uns, wenn alle da sind am Tempel und sagen den Göttern dann unsere Wünsche. Oder eher bitten sie um etwas. Daran musst du jedoch nicht teilnehmen. Schließlich bittest du deinen Christengott um Dinge. Richtig?"
"Ich denke, ich kann es versuchen.. nachdem ich auch etwas mir wertvolles gegeben habe, darf ich das doch, oder?"
Sie drehte sie zu ihm und sah dann rauf, da er größer war.
"Sicher"
Er wunderte sich, dass sie es wollte. Machen die Göttern denn einen Unterschied? Er fürchtete sich leicht davor, dass sich die Göttern beleidigt von ihr fühlen würde, da sie einen anderen falschen Gott anbetet. Aber es war ihr Wunsch und Recht, daher wollte er es ihr nicht verwehren,
"Dann komm"
"Wenn ihr es nicht wollt, dann tue ich es nicht"
Und das meinte sie auch so. Sollte er sich bei ihrem Vorhaben unwohl fühlen, würde sie es auch lassen. An die Götter dachte sie auch, aber sie würde ja nur reden und nicht beten. Kein Kreuzzeichen machen und auch kein Amen sagen. Das würde für ihren Gott kein Problem sein, dachte sie sich. Immerhin war sie sonst sehr christlich und hielt sich an alles.
"Nein, es ist dein gutes Recht. Du nimmst an dem Fest teil, dann kannst du an allem teilnehmen"
Er öffnete die Tür und wartete darauf, dass sie raus lief, so wie Jarek.
Sie ging dann nickend hinaus und wartete draußen auf ihn, sodass er auch raus kam.
"Ivar, wann brecht ihr auf wegen den Feinden?"
"Morgen früh nach der Zeremonie"
Erklärte er ihr und führte sie zu dem Tempel.
"Machst du dir noch Sorgen?"
Drinnen im Tempel angekommen, standen Statuen aus Holz in kleinen Teichen, die in dem Tempel gebaut waren. Man erkannte also sehr gut, dass es sich um einen Tempel handelt.
"Ja... etwas, aber ihr gebt mir ein Gefühl von Sicherheit. Und ich vertraue euch, Ivar".
Sie meinte auch, was sie sagte und sie lächelte ehrlich.
"Gut"
Kurz legte er seine Hand an ihre Wange.
"Wenn ich morgen gehe, musst du dir keine Sorgen machen. Ich bin ein guter Kämpfer"
Mit einem Grinsen sah er dann zu den Statuen und zeigte auf eine bestimmte.
"Odin. Gott des Meeres und Vater aller. Frey für die Fruchtbarkeit. Thor des Donners"...
Er erklärte ihr noch die restlichen und zeigte jeweils auf diese.
"Such einen aus"
Katherina sah sich um und entschied sich dann für eine bestimmte.
"Freya"
Sie sah die Statue an und musste kurz an ihre Mutter denken.
"Dann geh".
Die meisten Frauen beteten zu Freya. Warum war ihm nicht klar, aber genauso waren die Männer eher für Odin und Thor.
Daher ging auch er zu dem Allvater und legte seine Hand darauf. Kurz überlegte er und flüsterte dann.
"Ich weiß nicht, was ich tun soll... wofür ich bestimmt bin. Der Seher meinte, ein anderes Land würde mir Kinder schenken, aber... dies ist mein Zuhause Odin! Wieso... wieso stellst du mich vor die Wahl? Bitte... irgendein Zeichen.. gib mir irgendwas, damit ich weiß, was ich tun soll".
"Hallo Freya... ich weiß nicht, wie das fas ganze funktioniert, aber ich will es versuchen. Ich kann mir auch vorstellen, dass ihr vielleicht sauer auf mich seid, weil ich zu euch bete..., aber Ivar hat ein solches Vertrauen in euch und ich habe Vertrauen in ihn. Ich habe Gefühle für Ivar... etwas, was ich noch nie für einen fremden Mann hatte... Er akzeptiert mich so wie ich bin... alles an mir und das ist in meinem Land von großer Besonderheit. Ich bin Prinzessin und trage damit eine große Verantwortung und Ivar ist hier sehr wichtig. Ich werde zurückkehren und ihn hier lassen, weil ich ihn nicht trennen will, von allem, was ihm so wichtig ist... es schmerzt mich zwar, aber ich muss gehen... tue ich das Richtige damit...?"
Sie sah zu der Statue hoch und atmete tief ein und dann auch. Mit einem letzten Blick zu ihr, ging sie dann auch wieder zurück zu Ivar und lächelte leicht.
Ivar war bereits zurückgetreten und ließ seinen Freund nun an die Statue von Odin. Er wartete bis Kath mit ihrer Sache fertig war und sah dann zu ihr als sie zurück kam.
"Ist es anders als bei eurem Gott? Also du weißt, was ich meine. Die Gebete und sowas wie diese Tempel".
Er war sich nicht sicher, ob es bei ihr vielleicht ganz anders war, aber er war auf jeden Fall neugierig.
"Bei uns ist es eigentlich nicht ganz so unterschiedlich. Wir haben wie euren Tempel auch bei uns Gebäude, die wir Kirchen nennen. Der größter offensichtliche Unterschied ist aber, dass wir nur einen Gott haben. Jedoch beten auch wir zu ihm und sagen all unsere Bitten und Wünsche, genauso wie ihr".
"Verstehe. Dann sind unsere Religionen ja gar nicht mal so unterschiedlich".
"Nein, eigentlich nicht".
Sie lächelte und sah zu ihm rauf.
"Komm, der Rest des Tages und die Nacht wird gefeiert bis zum Umfallen".
Er nahm einfach ihre Hand und zog sie dann auch schon mit sich raus und weiter zu dem eigentlichen Ort des Geschehens".
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I will always be yours - Through Walhalla and Hell
Teen FictionWas passiert wenn plötzlich zwei vollkommen fremde Welten auf einander prallen? Etwas, was nie hätte passieren dürfen, geschieht und doch entsteht dabei eine herzzerreißende und unvergessliche Liebesgeschichte. Er, einer der wichtigste Personen unte...
