Vor dem Tor angekommen, öffnete sich dieses und sie gingen alle gemeinsam rein. Dort stieg die Prinzessin ab und sofort kam ihnen ein älterer Mann entgegen. War das der König? Aber auch das würde sich ihm wohl auch noch früh genug weisen.
Der ältere Mann war in Gefolgschaft von einigen Männern in eiserner Rüstung, welche sich um die Prinzessin und den fremden Eindringlich stellten. Man merkte deutlich, dass der König nicht sonderlich erfreut über das Erscheinen und Aussehen seiner Tochter war, was er auch folglich laut kritisierte. Sie war immerhin die Prinzessin und hatte sich auch dementsprechend zu kleiden und zu verhalten.
"Katharina, was trägst du da schon wieder? Geh dich sofort umziehen!"
"Aber Va-", doch weiter kam das junge Mädchen nicht, da sie von ihrem Vater unterbrochen und mit einem warnenden Blick Richtung Innere des Schlosses geschickt wurde.
"Kein Aber, Sofort!" Damit hatte ihr Vater das letzte Wort in diesem Gespräch.
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Nachdem Katherina den Saal verlassen hatte, richtete sich der Fremde an den König und trat einen Schritt auf ihn zu. Dabei ignorierte er, dass alle Soldaten wie im Einklang ihre Schwerter weiter hoben und gegen ihn hielten.
"Ihr seid also der König? Ich werde direkt sein", nach einem kurzen Blick um sich herum, sprach er weiter, "Ich bin keine Gefahr für euch und euer Königreich, schließlich bin ich alleine, aber wenn ihr mich tötet, wird mein Volk kommen und dieses Reich dem Erdboden gleich machen. Also solltet ihr dafür sorgen, dass ich zurück zu meinem Volk kehre und ich verspreche euch, dass wir euch in Ruhe lassen werden". Dabei ließ er sich in keinster Weise die Lüge von den Lippen ablesen. Ihm schien es so. als würde dieses Reich wert auf Versprechen geben und diesen auch meist Glauben schenken.
Mit einem Handzeichen seitens des Königs sanken die Waffen der Soldaten und Wächter, aber sie blieben dennoch angriffsbereit. Der König überlegte kurz, bevor er eine abweichende Handgeste machte. Er deutete ihm zu folgen und ging los in Richtung Eingangshalle, während er zu sprechen begann:
"Bevor wir zu dem Geschäftlichem kommen, beantwortet mir doch eine Frage. War meine Tochter alleine draußen? Es heißt, dass sie habe euch gefunden".
"In der Tat, sie lauerte in einem Busch". Er musste etwas lachen bevor er mit seiner Antwort weitersprach. "Also wie sie sich an den Feind ranschleicht weiß sie. Ihr könnt Stolz auf eine solche Kämpfernatur sein, vor allem über so eine kluge Frau".
Dem König schien die Antwort jedoch nicht zu gefallen.
"Wieso kann sie nicht einfach im Schloss bleiben", murmelt der Ältere. Sein Blick richtet sich auf den Fremden, um seine Aussage zu erklären.
"Ich will genau das Gegenteil von dem, was Katherina tut. Sie soll damit aufhören das Schloss unerlaubt zu verlassen und sich in Gefahr zu bringen. Sie sollte weder kämpfen, noch schießen und stattdessen etwas mehr Verantwortung übernehmen. Immerhin wird sie die zukünftige Königin unseres Landes sein".
Unverschämt wie der fremde Mann war, setzte er sich einfach auf den leeren Thron der toten Königin und musste dieses Mal laut auflachen.
"Wisst ihr, euer Volk verstehe ich nicht. In meinem Volk wäre jeder Stolz so eine Tochter wie sie zu haben. Wir würden sei tun lassen, was sie möchte und in den Krieg nehmen. Wieso tut ihr das Gegenteil davon? Es interessiert mich wirklich sehr, König". Das Wort König sprach er eher herablassend aus, da er zu dem momentanen Zeitpunkt nicht sonderlich viel von ihm hielt.
Doch das einzige, worauf sich der König wirklich konzentrieren konnte war der Thron auf welchem er saß. Mit angespannter, aber dennoch ruhiger Stimme, wies er ihn zurecht.
"Runter von diesem Thron, sofort!" Er machte eine kurze Pause bevor er fortfuhr.
"Danach werde ich mich sehr gerne mit euch über unsere Völker austauschen".
"Wie ihr wünscht", gab der Fremde etwas schnippisch von sich, aber stand dann auch schon aus dem Thron auf und entfernte sich etwas mehr von diesem.
Der König schien nun entspannter und rief einen Bediensteten her, während er sich an den Neuankömmling richtet, um ihn über die weiteren Schritte zu informieren.
"Zuerst werdet ihr neue Kleidung bekommen und dann werden wir bei einem Essen auch über eure Heimreise in euer Land sprechen. Bitte folgen sie ihm". Deutet er dann am Ende auf den Bediensteten.
Er legte seine Hand an das nasse Leder und nickte zur Zustimmung. Mit einem einfachen "gut" folgte er dann auch dem Bediensteten, gefolgt von drei bewaffneten Wachen zur Sicherheit.
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I will always be yours - Through Walhalla and Hell
Teen FictionWas passiert wenn plötzlich zwei vollkommen fremde Welten auf einander prallen? Etwas, was nie hätte passieren dürfen, geschieht und doch entsteht dabei eine herzzerreißende und unvergessliche Liebesgeschichte. Er, einer der wichtigste Personen unte...
