#11 Etwas zu nahe

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"Richtig oder Falsch, niemand anderes als wir und die Götter entscheiden das".
Er drehte sich nicht rum, sondern blieb erst wieder stehen als er vor den Toren des Schlosses angelangt war.

Man öffnete ihnen die Tore und die beiden gingen dann auch direkt hinein, wo sie den Korb wieder abstellte, um dann weiter rein in die Eingangshalle zu gehen.

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Er folgte ihr in das Schloss hinein. Während sie an den Wachen vorbeigingen, lehnte er sich etwas zu ihr und sprach leiser.
"Würden die Wachen was machen, wenn ich sie anpinkel?"
Eines Tages würde er das auf jeden Fall testen.

"Seid leise, ihr werdet nichts mit den Wachen anstellen. Ihr lasst sie in Ruhe!"
Doch auch sie musste dabei ein Lachen unterdrücken.

"Das würdest du doch sicher selbst gerne wissen", er folgte ihr weiter bis hin zum König. Sein Besuch müsste bereits weg sein und wenn nicht, dann hatte er mit diesem sicher bereits das Gespräch beendet.

"Nein".
Sie musste lachen, da es wohl doch sehr interessant sein könnte zu wissen, wie sie reagieren würden.
"Vater, ich habe ihm das Schloss und das Dorf gezeigt. Und er hat eine gute Strategie  bezüglich der Rebellen".
Sie erwähnte absichtlich nichts von dem Vorschlag, dass er sie heiraten wollen würde.

Da ihr Vater natürlich wissen wollte, was für eine, erzählten die beiden ihm davon. Wie Katherina war auch ihr Vater am Anfang etwas skeptisch, aber stimmte dem Schlussendlich dann auch zu, da es sich wie ein ziemlich guter Plan anhörte.

"Ich würde jetzt unserem Gast auch sein Gästezimmer zeigen. Und er würde auch gerne zum Ball kommen, wenn das in Ordnung wäre".
Katherina sah zu ihrem Vater und freute sich innerlich etwas, ihm den Ball zu zeigen.

"Zum Ball?", ihr Vater sah die beiden fraglich an.
"Möchte unser Gast das denn auch?"
Ivar nickte daraufhin auch zur Zustimmung.
"Nun gut, dann soll er kommen dürfen.

"Er wird aber sicher unsere Tänze nicht tanzen können. Das wird doch kein Problem sein oder? Sonst könnte er davor noch einige Schritte lernen".

"Ohh, ich werde schon klar kommen", warf Ivar sofort ein.
"Habt ihr Bier? Oder nur dieses Wein Zeug?"

"Wir haben sowohl Bier als auch Wein, alles was dein Herz begehrt, aber betrunkene Leute sind ungern gesehen", wies sie ihn darauf hin.

"Du wirst gar nicht bemerken, dass ich betrunken bin".
Das sagte er zwar einfach so, aber bemerken tat man es sehr wohl und das sogar sehr gut.

"Da wäre ich mir an eurer Stelle nicht ganz so sicher".
Immerhin war es nicht sonderlich schwer jemanden zu erkennen, der etwas zu tief ins Glas geschaut hatte. Nachdem ihr Vater die beiden wieder alleine gelassen hatte, machte sich Katherina auf den Weg die großen Treppen hinaufzusteigen.

"Oh doch das bin ich aber!"
Er folgte ihr dann auch schon den Weg hinauf.
"Und du würdest mir tatsächlich ein paar Schritte beibringen?"

Sie lachte etwas und drehte sich dann zu ihm um, nachdem sie kurz gestoppt hatte auf ihrem  Weg.
"Das wolltet ihr doch nicht?"

Er bewegte leicht unsicher seinen Kopf.
"Wenn ich dir dadurch näher kommen darf? Dann ziehe ich es in Betracht".

"Näher kommen? Ihr wollt doch nicht wieder auf das mit der Hochzeit hinaus oder?"
Sie sah zu ihm und innerlich musste sie etwas lächeln, aber sie ließ es nicht durch. Sie wollte aber nicht zu naiv sein.

"Es steht immer noch offen, aber nein, ich möchte dich einfach besser kennen lernen", gestand er ihr. Es war immerhin die Wahrheit, sie hatte sein Interesse geweckt.

"Wieso seid ihr so interessiert an mir? Ich bin doch am Ende auch nur ein normaler Mensch..?"

"Na und? Du interessiert mich eben", er lächelte sie an.

"Verstehe, aber dazu müssten wir nicht tanzen, das ist eure Entscheidung".

"Da habt ihr recht, aber ich will es so", sagte er nun überzeugter.

"Gut, dann werden wir tanzen".
Sie lächelte leicht und ging dann zu einer Tür. Sie öffnete diese und drinnen befand sich ein großes Zimmer mit einem Bett, einem Tisch mit Sessel und einem durch eine Tür abgetrennten Duschbereich.

"Ist das euer Zimmer oder das Gästezimmer?"
Er sah sich etwas um und stützte seine Hände auf das Bett um zu testen, wie weich es eigentlich war. Und es war viel weicher als jedes Bett, was er zu Hause stehen hatte!

"Das Gästezimmer. Mein Zimmer ist den Flur entlang. Also wenn etwas sein sollte, könnt ihr natürlich jeder Zeit zu mir kommen".
Sie lächelte und sah zu ihm.

Einer seiner Mundwinkel zuckte etwas nach oben.
"Merk ich mir"
Und einfordern würde er es mit Sicherheit vermutlich auch schon bereits heute Abend.

"Also gäbe es noch etwas, womit ich euch helfen könnte oder was ich euch bringen lassen könnte?"
Sie lächelte und sah dann auch schon wieder zu ihm rauf.

"Nun, ich wüsste was.."
Er strich mit seinem Finger ihren Arm herunter, wobei er ihr recht nahe kam. 
"Aber ich weiß, dass ihr euch nicht dazu entscheiden werdet, bei mir zu liegen"
Er musste schmunzeln 
"Ihr wollt erobert werden".

Ihre Augen wurden groß und nachdem sie sich aus ihrer kurzen Starre gelöst hatte, zog sie ihren Arm zurück.
"Wie könnt ihr nur so etwas sagen? Besonders nach all dem was ich euch über die Hochzeit mit dem Fremden erzählt habe?"

"Wieso nicht? Es ist ja keine Beleidigung, im Gegenteil. Es zeigt, das ihr nicht für alles zu haben seid", er zuckte leicht mit den Schultern.
Er ließ sich dann rückwärts auf sein Bett fallen und sah dann zu der Steindecke.

"Ich denke, ich sollte dann wieder in mein Zimmer gehen. Es ist spät geworden und ich habe noch meinen Unterricht zu erledigen. Falls ihr noch Hunger haben solltet, bringen euch die Wachen sicher gerne noch etwas zu Essen und trinken. Ich werde mich dann auch zu Bette legen und morgen können wir gemeinsam die Tanzschritte üben, da am morgigen Abend der Ball stattfindet".
Sie lächelte und sah zu ihm.

Er stand auf und ging wieder zu ihr. Er nahm ihre Hände in seine und sah sie an.
"Ich bedanke mich bei dir für die Stadtführung und den Empfang. Ich freue mich schon auf den morgigen Tag".
Er lächelte, musste aber auch etwas wegen seiner Gedanken schmunzeln. Wenn sie morgen tanzen würden, würde sie sich nicht ganz so schnell seiner Nähe entziehen.

Sie lächelt etwas und schaut von ihren Händen zu ihm auf.
"Sehr gerne. Ich wünsche euch noch eine gute Nacht".
Sie löste ihre Hände von seinen und ging dann nach der Verabschiedung den Gang entlang zu ihrem Schlafgemach. 

Er sah ihr noch nachdenklich nach, bevor er sich selbst zurückzog. Er sollte sich vielleicht auch langsam hinlegen, da immerhin am diesem Tage ziemlich viel geschehen war.

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Eure xoxolovelydia

I will always be yours - Through Walhalla and HellWo Geschichten leben. Entdecke jetzt