Die Jahre vergingen und Katherina wuchs allmählich zu einer Frau heran. Dennoch behielt sie ihr kindliches Strahlen in den Augen, das ehrliche Lächeln auf ihren Lippen und das reinste Herz, welches dieses Königreich hatte. Während ihr von ihrem Vater immer mehr Dinge über die Führung und Verteidigung eines Königreiches beigebracht wurden, trainierte sie aber auch heimlich mit einigen der Soldaten aus dem Schloss. Somit beherrschte sie mittlerweile eine perfekte Handhabung mit Pfeil und Bogen, sowie Messern und kleinen Waffen. Sie war geschickt und wusste sich alleine zu verteidigen, solange es sich um eine Person handelt. Bei mehreren war sie ihnen jedoch deutlich unterlegen.
Ihr gesamtes Leben hatte sie nur in diesem Schloss verbracht. Zumindest dachte das ihr Vater. Die ganze Stadt hat ein eigenes Tunnelsystem und ebenso gibt es für die Königsfamilie geheime Fluchtwege, welche bei einem Überfall genutzt werden können. Genau diese benützte die Prinzessin einige Male, um die Welt auch einmal von draußen zu sehen. So hatte sie schon einige wenige Male das Dorf besucht und den Strand sowie das Meer von Nahem gesehen. Aus ihrem Fenster hatte sie an diesem Tage weit weg am Strand ein zerstörtes Schiff gesehen. Etwas, was der Prinzessin vielleicht noch bald zum Verhängnis werden würde, war ihre unglaubliche Neugierde, welche sie hier auch sofort gepackt hatte. Mit zwei Messern in ihrem Kleid versteckt, schlich sie sich durch das geheime Tunnelsystem aus dem Schloss. Im Gegensatz zu den edlen und teuren Kleidern, die sie tragen musste, hatte sie gerade ein einfacheres und unauffälligeres an. Würde man sie nicht kennen, würde man sie nicht als Prinzessin einstufen.
Ohne aufzufallen schlich sie sich näher zum Schiff, um zu erkennen, was genau dort los war. Sie erkannte einen ziemlich groß gebauten Mann. Er hatte sehr eigenartige Sache an. Er kam definitiv nicht von hier, das sah man ihm sofort an. Zu ihrer Verwunderung hob er kein Schwert auf, sondern zwei Äxte. Er sah auf jeden Fall mehr als nur angsteinflößend aus. Die Prinzessin blieb hinter einem Baum stehen und holte das Messer raus. Sie hielt es fest in ihrer Hand hinter ihrem Rücken und sie atmete tief durch. Er kam immer näher und sie beobachtete ihn dabei. Zusätzlich nahm er noch das Messer von einer Person, die tot am Boden lag. Sie erkannte, dass die Person am Boden eine Frau war. War sie eine Kriegerin? Oder konnte sie wie Katherina mit Messer umgehen? Sie sah von der toten Person wieder zu dem Mann auf. Er schien zu überlegen, wie er sich dem Schloss nähern sollte, da er alleine war. Das viel auch der Prinzessin auf, was sie erleichterte. Nachdem er an ihrem 'Versteck' vorbeigegangen war, kam sie hinter ihm raus mit dem Messer hinter ihrem Rücken.
"Wer seid ihr?", sprach sie den einzigen Mann in ihrer Umgebung an. Als dieser ihre Stimme gehört hatte, griff er sofort aus Reflex zu seiner Axt und hielt sie bereit, während er sich zu ihr umdrehte.
"Das selbe könnte ich dich fragen, Weib!" Er musterte offensichtlich ihre Kleidungen. Für ihn war es ungewohnt jemanden so angezogen zu sehen, genauso wie es für sie war.
"Ihr seid in mein Land eingedrungen, ihr habt nicht das Recht solche Fragen zu stellen, also antwortet mir!" Ihre Stimme war scharf und selbstbewusst. Seine Mundwinkel zuckten leicht nach oben und er senkte seine Axt zu Boden, während man aus seinem Mund ein knappes "mutig" hörte.
"Ich bin kein Feind falls du das meinst, ich bin ungewollt hier und werde auch hier nicht so schnell wegkommen, ob ich gewillt bin oder nicht". Sie hörte ihm zu und deutete dann auf das Schiff hinter ihr.
"Was ist dort hinten geschehen?" Sein Blick folgte ihrem
"Schiffsbruch, auf dem Meer. Mein Schiff ist untergegangen und alle außer mir sind ertrunken", sein Lächeln verschwand aber nicht aus seinem Gesicht, "und warum bist du jetzt hier?".
"Ich will nicht, dass irgendwelche Feinde mein Land angreifen und deshalb beschütze ich es". Und obwohl ihre Stimme sehr selbstbewusst klang, war ihr klar, dass sie alleine niemals etwas gegen mehrere ausrichten könnte. Deshalb hatte sie eigentlich nur vorgehabt nach der Lage zu sehen und danach ihrem Vater zu berichten. Er schien den gleichen Gedanken zu haben, weshalb er lachen musste.
"Ganz alleine? Was wenn ich nicht alleine bin und dich belüge? Wer wird kommen und dir helfen? Du siehst sehr aus wie jemand, der noch nie jemanden sterben hat sehen". Zumindest sagten ihm das ihre Kleidungen und ihre äußerst gerade Haltung, sowie die einer Führungsperson. "Sag mir, hast du schon mal jemanden sterben sehen?" Er trat einfach näher an sie heran, da er weder Angst vor ihr noch vor sonst jemandem hatte. Wenn der Tod kam, dann würde dieser eben kommen.
"Ja, habe ich", blieb sie standhaft, obwohl sie dabei an ihre Mutter denken musste.
"Und? Was tust du, wenn du die nächste Leiche bist, die du sehen wirst? Ich bin mir sicher, dass du ganz alleine hier bist". Er musste noch breiter grinsen. Er dachte daran sie als Gefangene zu nehmen und ins Schoss zu gehen. Sie könnten ihm für das Mädchen ein Schiff überlassen, damit er fliehen kann. Aber da kam ihm auch schon die Frage auf, ob sie jemand wichtiges war, jemand auf dessen Leben man nicht verzichten könnte. Doch da unterbrach das Mädchen auch schon seinen Gedankengang und deutete auf die Soldaten hinter ihr. Sie wusste, dass sie schleunigst hier weg musste, sonst würde es ziemlichen Ärger geben.
"Ab jetzt bist du nicht mehr mein Problem, sondern deren".
Er drehte sich um und sah zu den reitenden Männern mit klappernden Rüstungen.
"Wenn Odin will, dass ich lebe, dann werde ich das auch". Im nächsten Moment hatte er auch schon seine Axt stärker im Griff und er packte das Mädchen fest am Arm.
"Sag mir Weib, bist du jemand wichtiges aus der steinernen Festung?! Wir könnten Handeln, ich komme hier weg und ich verspreche euch das mein Volk nicht kommen wird und eure Festung niederreißt als Rache für meinen Tod!" Ihr war klar, dass er für sie noch viel mehr aushandeln könnte, als nur ein Schiff, aber das würde sie nicht zulassen.
"Ihr droht mir? Außerdem wenn jemandem aus der Festung mein Leben wichtig wäre, wäre ich höchst wahrscheinlich nicht alleine hier oder?" Daraufhin verzog er das Gesicht.
"Verdammt!" Murmelte er dann vor sich hin und fuhr sich aufgeregt durch seine Haare, bevor er sie wieder näher zog und sie bedrohend musterte.
"Wenn du mich anlügst, wird es Folgen haben, meine Schöne!". Damit ließ er sie auch direkt wieder los und schubste sie etwas zurück. Er nahm seine zweite Axt ebenso in die Hand, da er vermutete, dass sie ihn töten würden, also musste er es zuerst tun. Und wieder hörte er ihre Stimme, doch dieses Mal nicht mehr so selbstsicher.
"Was hast du vor? Du kannst sie doch nicht umbringen?!". Das konnte er nicht tun. Es bedeutete ihr nicht, aber diese Soldaten schon. Sie kannte jeden von ihnen persönlich und er durfte sie nicht einfach so umbringen. Doch ihm war ihre Meinung ziemlich egal.
"Sag mir nicht was ich ich kann und was nicht, das ist nicht deine Entscheidung, Weib. Schließlich bist du nutzlos für mich als Bauerin also muss ich anders überleben". Er sah sie kurz an und wollte gerade auf sie losgehen, als sie ihn wieder aufhält.
"Nein! Lass sie in Ruhe! Es sind unschuldige und tapfere Männer". Sie machte sich Sorgen, auch wenn die Soldaten in der Überzahl waren, machte er einen ziemlich furchtlosen Eindruck.
"Das bin ich auch, jeder stirbt irgendwann und am ehrenvollsten stirbt man im Kampf!" Er grinste, da die Männer immer näher kamen und er es kaum noch aushielt endlich jeden von ihnen in den Tod zu bringen. Nun wurde sie doch etwas panischer, da es immerhin um Leben und Tod geht.
"Ihr werde sie nicht umbringen und sie werden euch nicht umbringen, also legt die Äxte weg!" Sein Blick blieb noch immer bei den Soldaten, anstatt sie anzusehen.
"Woher willst du das wissen, hm?"
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Hey Leute...
Leider wird meine erste Nachricht an meine Leser keine Gute sein...
Ich wünschte es wäre anders...
Ich hatte unbedingt vor noch gestern einen Teil hochzuladen, aber leider hat sich bei mir in unmittelbarer Nähe in der Stadt Schreckliches ereignet....
Ich war gerade am Weg nach Hause als ich einen panischen Anruf bekommen habe, dass ich mich beeilen soll, weil in der Stadt ein Amoklauf ausgebrochen ist. Wir sind alle noch ziemlich in Schock, aber sicher zuhause angekommen und Freunden sowie Familie geht es gut. Passt alle auf euch auf und spendet einander Liebe. Was wirklich wichtig für mich ist: Ich verlasse das Haus nicht im Streit oder wütend. Wer weiß was an der nächsten Ecke schon passieren kann. Freut euch über alle Momente die ihr habt, denn ihr wisst nicht wie lange ihr sie noch erleben könnt.
In Liebe xoxolovelydia❤
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I will always be yours - Through Walhalla and Hell
Teen FictionWas passiert wenn plötzlich zwei vollkommen fremde Welten auf einander prallen? Etwas, was nie hätte passieren dürfen, geschieht und doch entsteht dabei eine herzzerreißende und unvergessliche Liebesgeschichte. Er, einer der wichtigste Personen unte...
