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Am nächsten Morgen sind wir gefühlt viel zu früh auf den Beinen nach dem langen Abend gestern. Ich liebe diese Zeit im Jahr. Morgens ist es schon richtig angenehm warm. Das ist der Grund, weshalb ich mich dazu entscheide das Frühstück nach draußen zu verlegen. Während ich schon mal den Kaffee beginne zu kochen, kommt Mary auch schon in die Küche geschlürft.

"Morgen!", murmelt sie und reibt sich die Augen. "Wieso bist du schon so früh wach, mal echt wir haben keine 5 Stunden geschlafen.", beklagt sie sich und nimmt auf einem der Hocker platz.
"Naja, wir wollen doch gleich das Rennen anschauen, oder? Bis dahin können wir alles fürs Frühstück vorbereiten. Das ist auch der Grund,weshalb du dir bitte schnell eine Jacke überziehst und dann dich um die frischen Brötchen kümmerst.", sage ich grinsend und wasche schon mal Erdbeeren, Blaubeeren und co. Mary murmelt irgendwas vor sich hin, bindet sich ihre Haare dann aber einfach zusammen und geht tatsächlich ohne groß zu meckern.

Das Rennen beginnt in knapp einer Stunde, sprich wir haben eigentlich noch ein bisschen Zeit, aber ich bin lieber rechtzeitig fertig. Ich stelle die geschnittenen Früchte auf den Tisch auf der Terrasse, als meine Mutter gerade durch die Tür kommt. "Guten Morgen, Jess. So früh schon auf den Beinen? Hast du etwas besonderes vor?"
"Mary und ich wollten zusammen frühstücken und dann gleich das Rennen anschauen."
"Das Rennen ? So früh?"
"Zeitverschiebung, meine Liebe.", sagt nun mein Vater, der grinsend um die Ecke kommt. Meine Mutter verdreht nur die Augen.
"Schade auch, dass wir jetzt losmüssen.",sagt mein Vater sichtlich enttäuscht. Die Liebe für den Motorsport ist in dieser Familie nicht nur bei mir verankert.
"Willst du wieder gesund werden, oder lieber irgendein Rennen gucken?", kontert meine Mutter und zieht sich dabei an. Mein Vater entgegnet dem nichts, was mich schmunzeln lässt. Der klügere gibt bekanntlich ja nach. Sie verabschieden sich noch kurz und als der Kaffee fertig abgekocht ist, bringe ich den ebenfalls zum Tisch.

Kurz darauf klingelt mein Handy und Lewis' Name taucht auf dem Bildschirm auf, was mich augenblicklich lächeln lässt. Ich kann es kaum erwarten, dass das Rennen vorbei geht und ich ihn endlich wiedersehen kann.
"Einen wunderschönen guten Morgen.",gibt er gut gelaunt von sich.
"Hey, na was bist denn du so gut gelaunt?" "Ich wollte bloß ein paar gute laune vibes dir senden. Ich wusste nicht, ob du schon wach bist nach dem Abend mit Mary, aber ich dachte ich versuche nochmal mein Glück. Wenn ich vor dem Rennen deine Stimme höre, starte ich automatisch beruhigter."
"Wir werden dir vom Frühstückstisch aus die Daumen drücken. Bist du schon nervös?"
"Ich bin nie nervös. Ich dachte du weißt das.", sagt er lachend.
"Ich starte von der Pole, das sollte klappen und nach dem Rennen steige ich so schnell ich kann in den nächsten Flieger um dich endlich wiederzusehen." "Ich freue mich so sehr." Er seufzt.
"Jess, auf die Dauer ist das keine Lösung ich halte das nicht aus."
"Ist ja zum Glück auch keine Dauerlösung, aber jetzt konzentriere dich auf Rennen. Alles andere wird schon. Ich wünsche dir viel Glück. Grüß Angela von mir." Nachdem wir uns verabschiedet haben, legt er auf und auch Mary kommt schon wieder mit den Brötchen in der Hand.
"Ready?",fragt sie grinsend.
"Absolut." 

Between two Souls  || LHWo Geschichten leben. Entdecke jetzt