Ich blicke auf die unglaublich schöne Landschaft vor mir. Mein Vater redet über die guten alten Zeiten. Schon die ganze Fahrt über erzählt er mir Anekdoten und Erlebnisse aus der Zeit, wo er so alt geworden ist wie ich es heute bin.
Ich liebe meinen Dad, aber er redet manchmal so unglaublich viel, dass es einfach unmöglich ist ihm zu folgen.
Wenig später sind wir auch schon bei seiner Therapie angekommen, sodass ich ihn absetzen und mich dann wieder auf den Weg machen kann. Da ich nicht weiß, was ich sonst machen soll, entscheide ich mich mir einen Kaffee zu holen und den Tag Zuhause im Garten in der Sonne zu verbringen.
Während ich zum Café meines Vertrauens fahre, versuche ich über die Freisprechanlage Lewis anzurufen. Jedoch leider vergeblich. Das Klingeln bleibt das einzige Geräusch neben dem Schnurren des Motors, sodass ich nach dem dritten Versuch auflege. Dass sich weder Lewis noch Mary melden, macht mich etwas stutzig. Ich bin mir zu 100% sicher, das da etwas nicht stimmt.
„Ich würde gern einen Cappuccino und das Marzipan-Croissant zum Mitnehmen nehmen."
Lucy nickt und dreht sich zur Kaffeemaschine um. Ich lasse meinen Blick auf ihr und muss etwas schmunzeln. Wie klein die Welt doch eigentlich ist. Lucy war im französisch-Kurs damals die krasseste Streberin. Dies war auch der Grund, weshalb ich mich lächerlich angestrengt den besten französischen Akzent verwendet habe, um das Croissant zu bestellen. Ich habe sie nie wirklich gemocht. Sie sprach immer davon eines Tages uns auf der linken Seite mit ihrem pinken Porsche zu überholen. Nichts für Ungut, aber jetzt serviert sie mir meinen Kaffee und ist bestimmt mit dem Rad hier. #Umweltfreundlich
Nein mal im Ernst. Ich hab's immer gehasst, wenn sie so angegeben hat. FunFact am Rande. Sie kann mich theoretisch nicht mal links überholen, da sie hier in England prinzipiell im Busch landen würde. Aber was soll's.
Sie reicht mir meinen Kaffee und das Croissant.
„Jess richtig?"
„Wie bitte?", absichtlich tue ich so, als hätte ich sie nicht gehört, um jeglichen Gespräch aus dem Weg zu gehen.
„Jess. Ich bin Lucy O'Brien. Wir waren mal..."
„zusammen im Französischkurs, ich weiß", sage ich mit einem eher beklemmten Lächeln.
Sie nickt und fragt, wie es mir die Jahre ergangen ist. Ich erfahre, dass sie reich geheiratet hat, mehrere Porsches in der Garage stehen hat. Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht mal, dass die Mehrzahl von Porsche Porsches ist, aber gut. Sie hat also einen tollen Mann, ein volles Portemonnaie und macht diesen Job, weil das ihr Café ist.
Mega.
Ich verabschiede mich und verlasse den Laden, bevor ich mir noch mehr anhören muss.
Als ich die Auffahrt hinaufbiege, sehe ich meine Mom im Garten arbeiten. Ihr Garten ist ihr Heiligtum. Sie nimmt sogar an irgendwelchen Wettbewerben landesweit teil. Obwohl ich schon weiß, was sie antworten wird, frage ich sie dennoch, ob sie Hilfe braucht. Natürlich lehnt sie das ab, denn niemand kann das so gut wie sie. Außerdem würde im Haus eine Überraschung auf mich warten, sodass ich gar keine Zeit hätte ihr zu helfen.
Natürlich bin ich jetzt nervös und vor allem gespannt, was für eine Überraschung auf mich wartet.
Ich öffne die Tür und eine laute Tröte verleiht mir beinahe einen Herzstillstand.
„Überraschung!!", schreit Mary und pfeift nochmal in die Tröte.
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Between two Souls || LH
FanfictionAbgeschlossen! Fortsetzung von Between two hearts Nachdem Lewis und Jess zusammen bereits sämtliche Hürden überwunden haben, stellt das Leben sie nun vor neue Herausforderungen. Jedoch hat sich eine Sache entscheidend geändert. Sie sind nicht mehr a...
