Ich wusste, dass Jack an dem frühen Morgen nach der Party sich noch zu mir gelegt hatte. Als die Sonne aufging und ich aufwachte, klammerte er wie ein Affe an mir. Friedlich schlief der tattoowierte Mann neben mir, als seien wir ein Pärchen. Aber wir waren kein Pärchen, weswegen ich das ganze bereute und bevor er aufwachte das Haus verlies. Seid dem redete ich kein einziges Wort mehr mit ihm, ging ihm aus dem Weg und reagierte auch nicht auf seine Nachrichten. Ich stellte mich selber in Frage. Wie konnte ich das nur tun? Ich hatte meinen Freund, mit dem Typen betrogen, den ich eigentlich über alles hasste.
War ich doch wie die ganzen anderen Mädchen, die Jack sich immer krallte? Ich war jedoch froh, dass er den anderen Jungs nichts davon erzählt hatte. Sie glaubten, dass ich an dem Abend nach Hause musste, um meiner Tante zu helfen. "Cam alles okey mit dir, du wirkst so abwesend und besorgt", sprach mich meine beste Freundin von der Seite an, "Heute ist immerhin dein Geburtstag!" Ich fand immer noch verrückt, dass ich zwei Wochen nach Jack Geburtstag habe. Früher hatten wir ihn immer zusammen gefeiert, aber auch nur weil unsere Eltern das so wollten. Dann wunderten sie sich immer, warum das Ganze außer Kontrolle geriet.
"Tut mir leid, es ist nichts! Ich ärgere mich nur, dass ich die letzte Mathearbeit verhauen habe", log ich und lächelte meine beste Freundin gezwungen an. Nicht mal ihr getraute ich mir, von diesen Gedanken zu erzählen. "Ach, das bügelst du spätestens mit der nächsten Englisharbeit wieder aus", versuchte sie mich auf zu muntern und legte ihre Hand auf meine Schulter. Kommentarlos, jedoch mit einem Lächeln auf den Lippen, nickte ich ihr zu: "Du hast recht!"...
...Nach der Schule machte ich mich mit Lis auf den Weg nach Hause. Es dauerte nicht lange, bis wir an dem Haus meiner Tante ankamen. Ich verabschiedete mich schnell von meiner besten Freundin, denn ich wollte mich einfach nur auf das Bett pflanzen. Mit einem tiefen Atemzug steckte ich den Schlüssel in das Schloss und öffnete die Haustür. Skeptisch blieb ich in der Tür stehen, als mir auffiel, dass das Licht brannte. So weit ich wusste, hatte meine Tante heute Nachtschicht. Ich trat um die Ecke in die Richtung Küche und bekam fast einen Herzinfarkt, als ich fast in ihn hinein lief.
"Mein Gott, Jack! Was um alles in dieser Welt, machst du hier", flüsterte ich aufgebracht und hielt mir die Hand an die Brust, um mein Herzschlag wieder in Ordnung zu bringen, "Ist dir bewusst, dass das Einbruch ist?!" Wie ist er bitte in dieses Haus gekommen. Hat meine Tante ihm ein Schlüssel gegeben? Zutrauen würde ich es ihr! "Deine Tante hat mich hinein gelassen, bevor sie gegangen ist", antwortete er und zuckte mit den Schultern, als sei es ganz normal. Bitte was?! Dachte ich und hob eine Augenbraue. Ich wollte etwas erwidern, ihn anschreien, was das Ganze solle, doch er kam mir zuvor. "Warte.. Bevor du etwas sagst es gibt einen Grund, warum ich hier bin", meinte Jack und hob die Hände.
Ich verschränkte die Arme vor der Brust, was er nun sagen würde. Doch anstatt wie erwartet, dass er mich auf unseren Ausrutscher ansprach, stellte er sich hinter meinen Rücken und legte seine Hände an meine Augen. Warum benahm er sich so normal, als sei nichts gewesen? Wütend spielte ich kurz mit den Gedanken, ob er mich nicht doch nur benutzt hatte. Genervt lies ich mich darauf ein, als er mich bind in Richtung Küche drückte. Ich hatte wirklich keine Lust auf seine Spielchen. "Bist du bereit", fragte Jack, als wir scheinbar in der Küche ankamen. Genervt stieß ich die Luft aus und drängte ihn: "Na los, mach schon!"
Jack löste seine Hände von meinen Augen, als ich nach seinen Armen griff. "Tata", sang er fröhlich, als er an die Kochinsel wies und ich konnte meinen Augen nicht trauen. Erstarrt und mit großen Augen, blickte ich die beiden Personen auf den Hockern an. Ich konnte es nicht glauben. "Na, freust du dich", fragte Jack und schien davon total überzeugt. Aber da irrte er sich. Ich war so geschockt, dass sich zurück drehten wollte, um das Haus zu verlassen, aber Jack machte mir da einen Strich durch die Rechnung, da er hinter mir stand und ich gegen ihn lief. "Wa-was soll die Scheiß", stotterte ich und drückte mich gegen Jacks Brust.
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Hatelove
Romance..."Ich hasse dich, Jack Adams! Ich hasse dich so sehr", schrie ich wütend und drampelte mit den Füßen auf dem Boden herum. Doch meine Gegenüber lachte nur amüsiert und kam mit langsamen Schritten auf mich zugelaufen. Ich ging selbst einige Schritte...
