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Ich will kämpfen lernen

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Nach dem Frühstück sagte ich Phi, dass ich noch etwas erledigen musste. Sie fragte nicht weiter und liess mich zusammen mit Jari gehen. Ich parkierte vor dem Palace und meldete mich am Empfang.

'Guten Tag, mein Name ist Alex Wolf. Ich möchte zu Commander McGarrett. '
'Guten Tag Ms. Wolf. Ich gebe ihm kurz Bescheid. Bitte warten sie dort drüben. '

Ich bedankte mich und keine 5 Minuten später kam Officer Kalakaua um die Ecke. Sie brachte mich ins Büro vom Commander.

'Hallo Commander McGarrett. Danke das sie Zeit haben. '
'Hallo Ms. Wolf. Sicher, wie kann ich Ihnen helfen. '

Er zeigte auf einen der Stühle vor seinem Schreibtisch. Ich setzte mich auf den näher liegenden und er nahm auf dem anderen Platz. Durch meine Nervosität bleib Jari aufmerksam neben mir sitzen.

'Naja, ich, wahrscheinlich ist es eine dumme Idee, aber ich möchte lernen, wie ich mich selbst verteidigen kann. Und ich dachte sie könnten mir sagen, wer mir das beibringen kann. '
'Sicher, aber haben Sie das Gefühl noch in Gefahr zu sein? '
'Nein, ich habe nicht das Gefühl in Gefahr zu sein, aber ich kann meiner Menschenkenntnis nicht mehr vertrauen. Es ist mehr die Aussage der Frau. Dass sie nicht versagt, wie Qadir. Heisst das nicht das sie im Auftrag gehandelt hat? '
'Damit könnten sie recht haben. Leider will keiner von ihnen reden und wir haben keine Spuren zu einem Auftraggeber. Was das Training angeht. Ich denke Kono kann Ihnen sicher das einte oder andere beibringen. Aber wieso fragen Sie nicht das Sicherheitspersonal Ihres Vaters? '
'Die haben alle Angst es würde Konsequenzen haben, wenn sie mich verletzten. Und wahrscheinlich haben sie sogar recht damit. '

McGarrett rief Officer Kalakaua zu sich ins Büro und erklärte ihr meine Bitte. Sie war sofort einverstanden und bot mir das Du an. Ich entspannte mich und auch Jari machte es sich gemütlich. Auf ihren Vorschlag hin, hatten wir abgemacht, dass sie heute gegen 17 Uhr bei mir vorbeikommen würde.
Wieder Zuhause erklärte ich Phi wo ich war. Zuerst hielt sie es für eine Schnapsidee, aber nachdem ich ihr versprochen hatte, dass ich trotzdem vorsichtig sein würde, hatte sie mir zugestimmt.

'Wenn du dich damit sicherer fühlst, ist es eigentlich gar keine schlechte Idee. Kann ich heute mitmachen? '
'Ach so ist das. Zuerst bin ich verrückt und dann willst du mitmachen. Aber sicher. '

Wir lachten, gingen mit den Hunden laufen und genossen einen ruhigen Tag im Garten. Kurz nach 17 Uhr klingelte es an der Tür.

'Hallo Kono'
'Hallo Alex. Wie ich sehe, bist du schon bereit. '
'Wenn ich schon frage, mache ich das auch richtig. Stört es dich wen Phi, meine beste Freundin, auch mitmacht, zumindest heute. '
'Sicher, aber wieso nur heute? '

Phi kam um die Ecke um Hallo zu sagen und erklärte im gleichen Zug, dass sie zusammen mit meinen Eltern in zwei Tagen wieder zurück in die Schweiz fliegen würde.

'Wollen wir in den Garten gehen? '

Eine gute Stunde später meinte Kono, dass das für den Anfang genug sei. Erleichtert atmete ich aus, der Schweiss floss in Strömen über mein Gesicht. Phi ging es zum Glück nicht anders. Während Kono aussah als könnte sie noch weitere zwei Stunden Hampelmänner, Ausfallschritte und Boxübungen machen.

'Du kannst gerne hier duschen. '

Sie nahm mein Angebot an und ich zeigte ihr die Gästedusche. Phi sprang stattdessen ins Meer, um sich dort etwas abzukühlen, bevor sie sich duschte. Spontan hatten wir uns dazu entschieden noch zusammen etwas zu Abend zu essen. Eine Weile sprachen wir über die verschiedensten Innovationen in der Technik bevor Phi anfing, Kono über die verschiedenen Einsätze, die sie schon hatte auszufragen.

'Ich habe echt Glück, dass ich bei Five-O bin. Wir haben immer die interessantesten Fälle. Ist natürlich auch dementsprechend anstrengend und alle erwarten immer sofort Resultate. Aber ich könnte mir keinen cooleren Boss als McGarrett vorstellen. Ich meine seine Ansätze und Ideen sind unkonventionell und möglicherweise manchmal etwas zu verrückt, aber das bekommt hauptsächlich Denny ab. '

Sie grinste uns an. Phi war ganz erpicht darauf, mehr über die 'Polizeiarbeit' zu erfahren, nutzt die Gelegenheit und holte so viele Infos zur Polizeiarbeit aus ihr hinaus.

'Wieso willst du eigentlich das alles wissen? '
'Naja, ich entwickle gerade ein neues Überwachungssystem und je mehr ich über Verbrecher und Polizei weiss, desto besser wird es. Mehr kann ich leider noch nicht sagen, sonst schmeisst mich ihr Vater noch raus. '

Ich begann zu lachen, Phi grinste und Kono schaute uns verwirrt an.

'Du weisst er würde dich nie feuern. Für meine Eltern bist du doch eine zweite Tochter, du Genie. Und wir wissen beide, dass du eigentlich noch keine Ahnung hast, wie das System aussehen wird. '

Meine 'Schwester' zuckte nur mit den Schultern und grinste unschuldig. Auch Kono hatte inzwischen ein Lächeln auf den Lippen und schaute dann auf die Uhr.

'Ich muss langsam mal gehen. Möchtest du eigentlich mehrmals pro Woche trainieren oder einfach jeden Donnerstag? '

'Wie wärs mit zwei Mal die Woche? Jeweils Montags und Donnerstags? '

Freitag, 02. November

Nachdem ich und Kono uns gestern Abend für den kommenden Montag verabredet hatten, waren Phi und ich todmüde ins Bett gefallen, schliesslich mussten wir heute Morgen früh aufstehen.

Der Abschied von meiner besten Freundin am Flughafen fiel mir wirklich schwer. Mit ihr reiste auch der letzte Teil meiner Familie wieder ab. Auch wenn wir fast jeden Tag Video chatteten, vermisste ich sie jetzt schon. Danach fuhr ich direkt zur Therapiesitzung mit Dr. Leuenberger. Wir hatten viel über meine neuen Freunde hier in Hawaii, meine Arbeit und auch über das Kampftraining gesprochen. Sie unterstützte mich bei meiner Entscheidung, Selbstverteidigung zu erlernen. Anscheinend könnte es mir auch helfen selbstsicherer zu werden, aber auch das es nie eine Gesprächstherapie ersetzten würde.

Später sass ich mit den Rabauken bei Kamekona am Stand und testete seine neusten Shrimpsspiesschen, mit Mango, mit Ananas und mit Bananen. Während ich die neuen kulinarischen Erfindungen genoss, zumindest mehr oder weniger, schwirrten noch Fetzten des Gesprächs durch mein Kopf. Auch wenn ich sowieso krankgeschrieben war, hatte mir Yuna ohne zu zögern unbegrenzt Urlaub und Hilfe zugesichert. Ich war ihr wirklich dankbar dafür, aber ich wusste nicht, ob ich mich auf dem Gelände von SeaLife je wieder sicher fühlen würde. Trotzdem entschied ich mich ihr eine SMS zu schreiben.

'Aloha Yuna, Wie geht es dir? Ich weiss zwar nicht, ob ich wirklich schon bereit bin, aber ist es in Ordnung, wenn ich am 12.11 testweise wieder arbeiten komme? Lg Alex '

Mit leichter Kritik an Kamekonas Ananas-Shrimps-Spiess und grossem Lob, was mich selbst wahrscheinlich am meisten irritierte, für die anderen zwei Versionen, verliess ich den Platz am Meer und machte mich auf den Heimweg.

Wolf Saga - Heilendes WasserGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt