Nachdem wir kurz in einem Geschäft angehalten hatten, um etwas Hundefutter zu kaufen, parkierte Steve vor einem gemütlich aussehenden Haus. Er öffnete mir die Tür und ich betrat das schöne Strandhaus. Mit seinem Einverständnis liess ich die Rabauken von den Leinen, die natürlich sofort alles unter die Lupe nahmen. Wie auf Kommando knurrte mein Magen und mein Freund begann zu lachen.
'Ich dachte du warst mit Duke essen? Und jetzt hast du schon wieder Hunger? '
'Ich war gestresst wegen der Drohung und habe deshalb kaum etwas runter bekommen. Offensichtlich hat sich mein Magen aber inzwischen beruhigt. '
Ich grinse ihn an und er führt mich mit einer Hand auf meinem Rücken in die Küche. Es ging nicht lange und es standen zwei Teller mit Omeletts auf dem Tisch. Während wir assen nutzte ich die Zeit um etwas mehr Infos zu den Geschichten, die ich heute Mittag gehört hatte, zu bekommen. Er erzählte mir von Mary, seiner jüngeren Schwester, die bei seiner Tante aufgewachsen ist und anscheinend etwas verpeilt war. Wie er mir schon erzählt hatte, war er in dieser Zeit auf einem Militärinternat. Auf meine Frage wieso die beiden nicht hier auf Hawaii aufgewachsen sind, erzählte er mir grob vom Tod seiner Mutter und was sich sein Vater deswegen für Vorwürfe gemacht hatte. Danach fragte ich ihn noch etwas über seine High-School Sport-Karriere aus, und musste feststellen, dass wir in der Schulzeit wohl nicht viel miteinander zu tun gehabt hätten. Er das beliebte Sport-Ass mit vielen Freunden, ich der traumatisierte, etwas unscheinbare Nerd mit kleinem Freundeskreis. Nachdem auch die Hunde etwas zum Essen bekommen hatten, machten wir es uns auf dem Sofa gemütlich.
'Was hältst du von einem Film? '
'Klar, was hast du den im Angebot? '
'Alles was Netflix zu bieten hat. Eine Idee auf was du Lust hättest? '
'Wie wärs mit Star Trek? '
Kurz darauf hatte Steve den Film gestartet und seinen Arm um mich gelegt. Ich wiederum hatte es mir auf seiner Brust bequem gemacht, die eine angenehme Wärme abstrahlte. Eine Weile lang schauten wir still dem Geschehen auf dem Bildschirm zu. Irgendwann schob Steve mein Shirt etwas nach oben und begann kleine Kreise auf meiner Haut an der Taille zu zeichnen. Mein Körper reagierte sofort mit Gänsehaut und einem beschleunigten Harzschlag darauf. Als ich zu ihm hochschaue, kann ich an seinem leichten Grinsen erkennen, dass ihm meine Reaktion nicht entgangen ist. Trotzdem versuchte ich mich weiter auf die Handlung im Film zu konzentrieren, die eigentlich wirklich spannend war, was mir aber nur bedingt gelang. Mein Bedürfnis ihm näher zu sein, ihn zu berühren, zu küssen wurde immer grösser. Schneller als ich denken konnte, hatten meine Instinkte die Oberhand und schon sass ich rittlings auf seinem Schoss. Steve legte seine andere Hand ebenfalls auf meine Hüfte und begann mit beiden Daumen Kreise zu zeichnen.
'Und wie willst du dir so den Film ansehen, kleine Wölfin? '
'Deinetwegen kann ich mich gerade sowieso nicht darauf konzentrieren, also ist das jetzt auch egal. '
Er grinste mich unschuldig an und strich weiter über meine Haut. Da er offensichtlich nicht vor hatte etwas anderes zu tun, lehnte ich mich nach vorne und drückte meine Lippen auf seine. Er reagierte sofort, stupste mit seiner Zunge gegen meine Lippen und wir fanden uns Sekunden später in einem intensiven, wilden Zungenkuss. Meine Hüfte rollte ich immer wieder leicht vor und zurück und ich konnte gut spüren, wie seine Beule grösser wurde. Wir beide stöhnten immer wieder leicht auf, meine Hände waren inzwischen von seinen Schultern in sein Haar gewandert. Plötzlich erhöhte er sein Händedruck an meiner Hüfte, um mich an Ort und Stelle festzuhalten und unterbrach unseren Kuss.
'Sosehr ich dass hier auch geniesse, wenn du so weiter machst, kann ich nicht garantieren, dass ich mich zurückhalten kann. Und ich will dich nicht bedrängen, du bist noch nicht so weit und das respektiere ich. '
'Halt dich nicht zurück. Ich will dich, hier und heute. '
'Alexandra, so gern ich dich jetzt ficken würde, du bist noch nicht bereit. Nicht heute, nicht nach... Nick. '
Verwirrt schaute ich in Steves Augen, in denen ein verlangender, leicht lüsterner Blick lag, aber ich sah auch Sorge und Unsicherheit in ihnen. Ich wollte ihn, ich wollte das er mich zu vor Lust schreien brachte, wie konnte ich ihn nur davon überzeugen das ich so weit war. Das die Geschehnisse der letzten 24 Stunden mich nicht davon abhielten mit ihm zu schlafen. In dem Moment wurde mir klar, wovor er wahrscheinlich Angst hatte.
'Du hast Angst, dass ich wieder eine Panikattacke habe, oder? '
'Verdammt ja, ich will nicht dass du... dass du ein Flashback hast! '
'Steve, ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht passieren wird. Ich vertraue dir mehr als jedem sonst und weiss das du nie etwas gegen meinen Willen tun würdest. Ausserdem habe ich noch nie... Ich hatte noch nie so starke Gefühle für jemanden, wie für dich. '
Er schaute mich mit grossen Augen an und ich hatte schon Angst, dass ich zu vorschnell war. Er belehrte mich jedoch eines besseren und drückte mir einen zarten Kuss auf die Lippen, zog mich näher an seinen Oberkörper, an den ich mich sofort anschmiegte. Seine Hand hatte sich von meiner Taille gelöst und in meinen Nacken gelegt. Er löste den Kuss und flüsterte mit ins Ohr.
'Ich liebe dich auch. Du bist mein Wölfchen. '
Seine Worte jagten mir einen wohligen Schauer über den Rücken und ich wollte ihm in die Augen schauen.
'Und wieso willst du dann nicht mit mir schlafen? '
'Ich habe es dir doch schon gesagt. Ich will nicht dass du ein Flashback hast. Ich könnte mir dass nie verzeihen. '
'Ich habe da eine Idee, ich bin mir nur nicht sicher, was du davon hältst. '
'Ich höre. '
'Fixiere mich, hallte meine Handgelenke über meinem Kopf fest. Verbinde mir die Augen, mach was du willst. Ich vertraue dir voll und ganz. Du wirst sehen, ich bekomme kein Angst und es wird kein Flashback auslösen. '
Er schaute mich mit hochgezogener Augenbraue und einem unsicheren Gesichtsausdruck an.
'Du willst das ich dich wieder in so eine Situation bringe? '
'Ja! '
Im ersten Moment bewegte sich Steve nicht, doch im nächsten hatte er uns schon so gedreht, dass ich unter ihm auf dem Sofa lag. Sein Gewicht drückte mich nach unten, schnürte mir aber nicht die Luft ab. Seine grosse Hand war um meine Handgelenke gelegt und fixierte sie mit festem Griff über meinem Kopf. Sein Blick war starr auch mich gerichtet und ich drückte mich ihm entgegen, als er anfing leicht mit seiner Hüfte gegen meine Mitte zu stossen. Ich stöhne immer wieder leicht auf und konnte geradezu sehen wie sich Steve immer weiter entspannte. Seine Gesichtszüge wurden wieder lustvoller und er flüsterte mir leise ins Ohr, dass er mich wohl unterschätzt hätte, er aber sofort aufhören würde, wenn er auch nur das kleinste Anzeichen von Angst sehen würde. Mit diesen Worten küsste er mich wieder verlangend und stand auf, während ich mich an ihn klammerte, wie ein Äffchen.
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Wolf Saga - Heilendes Wasser
FanfictionTeil 1 der Wolf Saga Hoʻōla ʻo Hawaiʻi i nā ʻeha a pau - Hawaii heilt alle Wunden Endlich auf eigenen Beinen stehen und unabhängig von den Eltern sein. Deshalb zieht Alexandra nach Oahu. Doch es kommt alles anderes als gedacht. Wie wird sie darauf...
