Über Nacht hatte es geregnet und der Weg zu den Gewächshäusern war matschig, sodass wir den meiste Zeit versuchten, nicht auszurutschen, was mir und Emma aber nicht so wirklich gelang und wir schon bald einen braunen Fleck an der Stelle hatten, auf die wir gefallen waren. "Also in Deutschland ist das Wetter besser", klagte Emma, bis sie jedoch von den Slytherins unterbrochen wurde: "Dieses Mal hat dich weder Potter noch Weaselby beschützt", hörte ich die Stimme von Kira Marple hinter mir. "Habt ihr euch denn gar nicht mehr so lieb wie bisher", kam es nun von dieser Jenny Webb, die ihr auf Schritt und Tritt folgte. Ich wartete auf den Kommentar von Ruby Johnson, aber ausnahmsweise hielt sie mal den Mund. War die krank? Ach ne doch nicht: "Aber ganz ehrlich Leute, wer will so einem kleinen, dreckigen Schlammblut schon helfen!" Schlammblut? Das hatte noch nie jemand zu mir gesagt. Ich blieb vor Entsetzen stehen. "Dafür werdet ihr bezahlen", rief Albus und rannte ihnen hinterher. Ich hörte ihn noch laut "petrificus totalus" rufen, aber ich konnte sie nicht mehr sehen, weil der Weg weiter unten einen Knick machte und von einem der Gewächshäuser verdeckt wurde. "Hey, das ist doch nur Kira." Rose legte ihren Arm um mich. "Du kennst sie doch." Es gelang ihr mich zum weitergehen zu bewegen. Hinter der Ecke wartete Albus auf uns. Neben ihm lagen die starren Körper der drei Slytherins. Ich fiel ihm in die Arme und flüsterte "Danke" in sein Ohr.
10 Minuten später kam Neville mit großen Augen ins Gewächshaus. "Bewegt euch nicht vom Fleck", befahl er uns. "Haltet eure Zauberstäbe bereit. Ich werde hoch zum Schloss gegen und Hilfe holen." Was war das denn jetzt? "Was ist passiert", fragte Emma. "Drei Schüler wurden angegriffen. Hier, direkt an der Ecke." Er wollte sich schon umdrehen, als Albus sagte: "Sie brauchen nicht zum Schloss laufen. Und Sie brauchen auch keine Hilfe holen. Ich habe Kira, Ruby und Jenny erstarren lassen." Er senkte den Kopf. Neville war entsetzt. "Was hast du gemacht? Ich tu es ja ungern, aber ich ziehe meinem eigenen Haus wegen dir 75 Punkte ab. Aber warum hast du das gemacht?" Albus zögerte kurz, bis er antwortete: "Sie haben Flo 'Schlammblut' gennant." - "Ja und", rief Tessa Tucker (ebenfalls eine Slytherin) durch das Gewächshaus. "Sie ist ja auch ein kleines, dreckiges Schlammblut. Was soll man denn bitte anderes dazu sagen?" - "Tucker" rief Neville. "Nachsitzen! Sie und Mr. Potter. Und an eure Eltern werde ich auch schreiben. Und für Slytherin gibt es auch 50 Punkte Abzug. Wegen Ihnen und Ms. Marple mit ihre Freundinnen. Die Stunde fällt aus. Potter, Tucker und Engel zu mir. Der Rest geht bitte ins Schloss. Ms. Weasley, Sie gehen bitte zur Krankenschwester und bringen sie hier runter, damit die sie entstarren kann." Albus und ich verabschiedeten uns von Rose und Emma und gingen zu Neville. Er fing an zu reden: Zu Ihnen komme ich gleich, Mr. Potter. Tucker, Sie entschuldigen sich jetzt sofort bei Engel, oder ich werde Slytherin noch mehr Punkte abziehen." Tessa machte große Augen. "Der da soll ich die Hand geben und mich entschuldigen", meckerte sie herum. "Ganz ehrlich, als wenn ich freiwillig diesem dreckigen Schlamm..." - "40 weiterePunkte Abzug für Slytherin. Entweder Sie..." - "Lass gut sein, Neville", beruhigte ich ihn. "Ich möchte keine Entschuldigung, ganz im Ernst." Er nickte kurz. Damit war die Sache für mich beendet und ich machte mich wieder auf den Weg zum Schloss. Es hatte schon wieder angefangen zu regnen und ich hatte natürlich keinen Regenschirm dabei. Ich sah, dass Kira, Jenny und Ruby schon nicht mehr auf dem Boden lagen.
Patschnass betrat ich den Gemeinschaftsraum. Rose kam schon mit trockenen Klamotten auf mich zugelaufen. Anscheinend hatte sie gesehen, wie ich durch den Regen gestiefelt war. Emma
fing mal wieder sofort an zu reden: "Zieh dir was trockenes an, wir wollen ja nicht, dass du schon wieder krank wirst. Ich habe Rose vorhin zum Krankenflügel begleitet. Als die Krankenschwester uns sah, ist sie fast ausgetickt, weil sie dachte, es wäre schon wieder irgendwas mit dir. Aber wir haben sie wieder beruhigen können." Rose war ganz still und guckte mich komisch an. "Was ist los", fragte ich sie, aber sie antwortete leise: "Das müsste ich wohl eher dich fragen." Und in diesem Moment verwandelte sich der ganze Hass, den ich in den letzten 30 Minuten auf die Slytherins angesammelt hatte, in Traurigkeit und ich spürte schon die erste Träne über meine Wange fließen. Ich ließ mich aufs Sofa fallen. Emma und Rose neben mich. "Sie, sie, sie, sie hassen mich", fing ich an zu schluchzen. "W-was habe ich ihnen getan? N-nur weil ich Muggelstämmig bin, müssen sie mich doch nicht direkt hassen."
Es dauerte bis zum Ende der Stunde, bis ich mich wieder beruhigt hatte und ich mit Rose, Emma und Albus, der übrigens auch wieder da war, zum nächsten Unterricht gehen konnte. Wir hatten Verteidigung gegen die dunklen Künste. Seit ich gestern das Referat gehalten hatte, war es die erste Stunde, die Luke und ich zusammen hatten. Es war sehr still im Raum und alle starrten entweder mich, Luke oder uns beide abwechseln an. Mittlerweile hatte es sich überall rumgesprochen und ich war auf dem Gang sogar schon angesprochen worden, ob ich "diese Gryffindor wäre, die illegal mit Professor Hopkins verwandt ist". Ich hatte gestern übrigens nicht erwähnt, dass Luke nicht Simon Lenny Hopkins war, sondern Luke Isaac Harrison. Und genau das wollte er heute öffentlich machen. "Ähm", fing er zögerlich an. "Ihr wisst alle, dass Flo meine Nichte ist. Das hat sie gestern gesagt und ich möchte es nicht bestreiten, weil es sinnlos wäre, jetzt zu lügen. Was sie allerdings nicht sagte ist, dass ich gar nicht Simon Lenny Hopkins heiße. Es wäre damals viel zu gefährlich für mich gewesen, wenn ich mit meinem richtigen Namen nach Hogwarts gekommen wäre. als dachte ich mir einen neuen aus, der mir ebenfalls gefiel. Jetzt stellt ihr euch mit Sicherheit die Frage, wie ich denn jetzt wirklich heiße. Ich will es euch sagen. Mein Name ist Luke Isaac Harrison." Aufgeregtes murmeln. "Wusstest du davon", flüsterte Elena. Ich nickte. Sie und Emma waren die einzigen von meinen Freunden, denen ich es noch nicht erzählt hatte. Emma hatte ich ja gerade erst kennengelernt und ich hatte Angst, dass Elena es ihrem Vater erzählen würde, der dann natürlich sofort McGonagall alarmiert hätte.
Mir war die ganze Sache ziemlich unangenehm. Immer wenn ich durch Hogwarts ging oder auch nur beim Frühstück fingen die Leute an zu tuscheln und ich hörte öfter mal meinen und Lukes Namen heraus.
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Love in Hogwarts ❤️
FanfictionDas wird eine Geschichte über ein Mädchen das mit der neuen Generation nach Hogwarts gehen darf.
