*Jason Pov*
Sobald ich fertig gefrühstückt hatte, teilte ich den dreien mit, dass ich etwas zu erledigen hatte. Aus diesem Grunde räumte ich meinen Teller in die Spülmaschine, drückte Hailie noch einen Kuss auf die Wange und machte mich auf den Weg in mein Zimmer. Dort machte ich mich schnell fertig und verließ kurz darauf auch schon das Haus. Ich wollte Hailie wieder fröhlich sehen. Ich wollte ihr Lachen sehen. Ihr Lächeln. Die kleinen Grübchen, die sich in ihren Wangen bildeten wenn sie lachte. Ihr Nase, die sich bewegte wenn sie kicherte. All das liebte ich an ihr und wollte ich wieder sehen. Mal wieder ertappte ich mich selbst dabei von ihr zu schwärmen, aber bei dem Gedanken an dieses wundervolle Mädchen konnte ich gar nicht anders. Ich musste mir endlich eingestehen, dass ich mehr als nur Freundschaft für sie empfand, aber ich musste diese Gefühle verdrängen. Sie war meine beste Freundin. Meine kleine Schwester. Da war kein Platz für Liebe. Aber es konnte doch auch sein, dass die Grenze zwischen Freundschaft und Liebe gerade verwischte und es sich bald wieder einrenkt. Daran glaubte ich zwar eher weniger, aber es konnte doch sein. Oder nicht?
Gedankenverloren lief ich weiter durch die Straßen, bis ich endlich an dem See hier in Los Angeles ankam. Den Rucksack, den ich auf meinen Schultern trug stellte ich in dem Gras ab und packte ihn aus. Eine Decke, Teller und Gläser, Erdbeeren, Sahne, anderes zum Essen und Orangensaft. Die Decke breitete ich auf dem Boden vor dem See aus und legte den Rest darauf. Zufrieden betrachtete ich das Ergebnis und beeilte mich dann wieder nach Hause zu kommen. Dort angekommen betrat ich das Haus und lief nach oben in mein Zimmer. Wie vermutet lag dort Hailie auf meinem Bett mit dem Handy in der Hand. Als sie mich bemerkte blickte sie auf und lächelte.
*Hailie Pov*
"Was hattest du so wichtiges zu erledigen?'', erkundigte ich mich, doch bekam nicht die gewünschte Information. "Das ist eine Überraschung. Mach dich fertig und zieh dir am besten einen Bikini an. "Ähm okay? Etwas verwirrt nickte ich, stand auf und bewegte mich in Richtung Bad. In diesem Moment war ich froh, hier Sachen von mir deponiert zu haben. Meinen Bikini hatte ich mir schon geschnappt, also zog ich mich aus und den Bikini an. Danach schlüpfte ich noch schnell in ein dunkelblaues Kleid, welches mir bis kurz über die Knie reichte. Zu guter letzt bürstete ich mir noch einmal meine dunkelbraunen Haare und band sie zu einem Zopf hoch. Damit nichts verrutschte fügte ich noch eine Haarspange hinzu und betrachtete mich dann im Spiegel. Okay, es sah gut aus, aber um das Thema Outfit mal beiseite zu schieben, sah ich noch etwas anderes darin. Ich sah ein Mädchen, welches nicht mehr ganz sie selbst war. Ihre Haut war blass, was ihre dunklen Haare und braunen Augen hervorhob. Ihr sonst so breites Lächeln war nicht zu sehen. Dort war nur diese eine Mimik zu erkennen. Und die war ausdruckslos. Sie wusste was passieren wird. Sie würde alles zurück lassen, selbst ihren besten Freund. Ihre bessere Hälfte. Die Hälfte von sich, die sie in ein paar Tagen verlieren würde. Die Hälfte, die sie besser kannte als jeder andere. Die Hälfte, die sie liebte. Und diese Hälfte musste sie nun aufgeben, obwohl sie genau wusste, was das in ihr auslöste. Sie würde es kaputt machen ihn nicht mehr zu sehen. Dies fing jetzt schon an und es hatte ihr dieses bezaubernde Lächeln, wie er es immer nannte, schon weggenommen...
*Jason Pov*
Während ich auf Hailie wartete, saß ich auf meinem Bett und starrte die Badezimmertür an, in dem Glauben dass sie sich bald öffnete und meine Kleine herauskam, doch dieser Moment zog und zog sich. Mittlerweile wartete ich bereits eine halbe Stunde auf sie. So lange brauchte sie nie! Langsam bekam ich ein ungutes Gefühl. War irgendwas passiert? Ich wusste es nicht, also beschoss ich nachzuschauen. Ich stand auf und lief mit langsamen Schritten zu der Tür, die ich bis eben einfach nur angestarrt hatte, um jetzt daran zu klopfen. "Hailie? Maus, alles okay bei dir?", meine Stimme klang etwas aufgebracht, solche Sorgen machte ich mir. Von der anderen Seite kam keine Reaktion. Kein Geräusch, keine Stimme, gar nichts. Da sich darin gar nichts regte, beschloss ich selber einen Blick rein zu werfen, also drückte ich die Klinke herunter und öffnete die Tür. Noch nie war ich so froh gewesen, dass sie nicht abschließt wenn sie hier war. Sofort fiel mein Blick auf sie. Sie stand vor dem Spiegel und starrte einfach nur ihr Spiegelbild an. Nichts weiter. Sie regte sich dabei gar nicht. Es sah sogar so aus als würde sie nicht atmen, doch zum Glück tat sie es. Eigentlich müsste sie mich wahrgenommen haben, doch von ihr kam keine Regung. Sie stand da, ohne zu blinzeln und betrachtete sich. Irgendwie sah sie leblos aus, in diesem Moment. So blass wie sie war und dazu noch so ruhig. Es war fast schon gruselig. Im nächsten Moment lief mir ein Schauer über den Rücken, während ich zu ihr herantrat. Behutsam legte ich eine Hand auf ihre Schulter um sie aus ihrer Trance zu holen. Zum Glück klappte dies auch! Sie zuckte kurz zusammen, als meine Hand ihre kalte Haut berührte. Sie schüttelte ihren Kopf, so als ob sie die Gedanken, die sie wohl die ganze Zeit über hatte einfach abschütteln wollte. Dann drehte sie ihren kopf zu mir und sah mich an. Sie hatte die selbe Mimik wie eben. Langsam nahm ich sie in den Arm. Sie wickelte sofort ihre Arme um mich und legte ihren Kopf an meine Brust. Sie war kleiner als ich und musste sich deshalb nicht verrenken um dies zu machen. Im selben Moment fing sie laut an zu schluchzen und mein Shirt wurde nass. Sanft strich ich ihr über das Haar. Um sie zu beruhigen flüsterte ich leise "Sch.." und "Es wird alles gut", auch wenn ich selbst nicht daran glaubte. Wir mussten einfach versuchen uns nicht zu verlieren. Eine andere Möglichkeit gab es nicht. Mir war klar gewesen, dass sie auch darüber nach gedacht hatte, weil ich wusste, wie ihr dieses Thema momentan zu schaffen machte. Eins stand aber für mich fest. Meine Prinzessin sollte nicht weiter so traurig sein. Ich würde es schon schaffen, sie die letzten Tage glücklich zu machen. Egal wie!
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Fanfiction[*Achtung: Enthält gewalttätige und sexuelle Szenen!*] "Für immer?" - "Natürlich für immer Prinzessin." Jason und ich. Wir waren so glücklich. Wir waren es.. Warum mussten meine Eltern uns trennen? Warum mussten wir umziehen nur wegen eines Jobs? W...
