Kapitel 15

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Nach knapp zwei Stunden wurde endlich die Landung angesagt und somit packte ich meine Kopfhörern ein, mit denen ich bis gerade noch Musik gehört hatte. Auch Sam packte ihr Buch weg, welches sie fast den ganzen Flug lang gebannt gelesen hatte. Ich wusste nicht genau, was das für ein Buch war, ich wusste nur, dass es um Vampire ging. Sam liebte alles was mit Vampiren zu tun hatte und somit auch Twilight. Zum Glück mochte ich Twilight auch, sonst hätte ich mich wohl zu Tode gelangweilt, als sie mich 'gezwungen' hatte mit ihr Teil 1 - 3 durchzuschauen.

Wir schauten beide gespannt aus dem Fenster während wir die unter uns vorbei rauschenden Wolkenkratzer beobachtete. Langsam kam der Boden immer näher und so landeten wir am LaGuardia Airport. Sobald wir ausgestiegen waren, gingen wir in die Ankunftshalle des Flughafens, wo wir unsere Koffer holten und uns dann draußen ein Taxi riefen, welches zu unserem Hotel brachte. Mein Dad hatte nicht übertrieben! Er hatte die ganze Zeit gesagt, dass das Hotel der Knaller wäre und einfach nur traumhaft, dabei hatte ich aber sicher nicht an so was gedacht. Es erstreckte sich schon ein paar Straßen vorher am Himmel und als wir davor standen kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es war das Hard Rock Hotel, von dem man eh nur extrem Gutes hört. (A/N Ich weiß, dass es eigentlich keins in NY gibt, aber egal ;D ) Der Taxifahrer half uns netterweise die Koffer auszuladen, wofür ich ihm noch ein paar Dollar Trinkgeld in die Hand drückte. Wir bedankten uns noch höflich, bevor er auch schon wieder mit seinem gelben Taxi verschwand.

In dem Hotel checkten wir ein und wurden zu einer der exklusivsten Suiten gebracht, die dieses Hotel besaß. So sagte es zumindest die Angestellte, die und begleitete. Sie schloss für uns auf und gab Sam den Schlüssel, bevor sie uns kurz erklärte, wo wir alles finden, wann die Essenszeiten waren usw. und dann auch schon ging. Mein Vater wollte, dass wir nur das beste bekamen so lange wir hier waren und da meine Eltern viel Geld besaßen und verdienten, gelang es ihnen auch sehr gut, ihren Willen in die Tat umzusetzen. Mein Vater hatte sogar nicht gegeizt und auch für die komplette Reise jedem von uns jeweils 1000 Dollar gegeben, damit wir nicht unser eigenes Geld verbraten. Ich weiß selber, dass das etwas übertrieben war, aber wenn er es für richtig hielt, wollte ich ihn auch nicht stoppen, ich meine, wer freut sich nicht über 1000 Dollar? Sam und ihre Eltern wollten es natürlich zuerst nicht annehmen, doch meine Eltern hatte so lange auf sie eingeredet, bis sie letztendlich doch zustimmten.

Es dauerte eine halbe Stunde, bis wir uns die riesige Suite komplett angesehen hatten. Eigentlich war sie viel zu groß für uns alleine. Trotzdem hatte ich nichts dagegen die eineinhalb Wochen hier zu wohnen.

Wir hatten gerade mal 13 Uhr und hatten somit fast den ganzen Tag noch vor uns, doch wir beschlossen uns erst mal für ein oder zwei Stunden aufs Ohr zu hauen, da wir noch ziemlich geschafft von dem Flug waren. Es gab so viele Schlafzimmer in der suite doch wir entschieden uns letztendlich dazu, zusammen im Hauptschlafzimmer zu schlafen. In so einer Suite will man auch nicht unbedingt ganz alleine sein. In dem Zimmer räumten wir schnell unsere Klamotten in den großen Schrank bevor wir uns in Jogginghose und Top schmissen und dann auf dem bequemen Bett ein 'Nickerchen' hielten.

Leise und in weiter ferne hörte ich mein Handy klingeln. Umso wacher ich wurde, desto lauter klingelte es. Seufzend setzte ich mich auf und suchte immer noch ziemlich müde mein Handy auf dem Nachttisch. Als ich es fand Griff ich danach und nahm den Anruf an. "Ja?" Es war meine Mutter die am anderen Ende war. "Hallo Hailie! Ist alles okay bei euch? Seid ihr gut angekommen? Wie ist es so bei euch?" Überschüttete sie mich mit fragen, die ich erst mal in meinem Kopf sortieren musste. "Ja und Ja. Hier ist es echt traumhaft, aber wir haben bis gerade geschlafen", erklärte ich ihr kurz. Mich wunderte es echt, dass Sam durch das klingeln nicht wach geworden ist. Sie hat echt einen tiefen Schlaf. "Oh, dann tut es mir leid, dass ich euch geweckt habe. Habt viel Spaß und vergiss nicht, dich zwischendurch mal zu melden." Somit legte sie auch wieder auf. Mein Handy nahm wieder auf dem Nachtisch platz und so schlief ich relativ schnell wieder ein.

Keine fünf Minuten später, klingelte es wieder. Seufzend öffnete ich meine Augen., bemerkte aber schnell, dass es nicht mein, sondern Sams Handy war. Aus diesem Grund rüttelte ich sie wach. "Hm.. Was ist?" "Dein Handy, sind bestimmt deine Eltern", gab ich ihr zurück, worauf sie langsam richtig wach wurde. Auch sie seufzte und ging ran. Ich konnte nun eh nicht mehr schlafen, also stand ich schon mal auf um mir ein paar Klamotten rauszusuchen und mich im Bad frisch zu machen. Danach zog ich die neuen Sachen an und setzte mich wieder zu Sam aufs Bett. Sie hatte schon wieder aufgelegt und sich zurückgelegt. Schnell bemerkte ich, dass sie wach war, da sie sich zu mir drehte und mich ansah. "Was machen wir jetzt?", fragte sie müde. "Ein bisschen die Stadt auskundschaften?" Sie nickte auf meinen Vorschlag und verschwand ebenfalls im Bad.

Als sie wiederkam schnappten wir uns beide unsere Handtaschen und machten uns auf den Weg in die City. Zuerst wollten wir beide unbedingt zum Times Square, also nahmen wir uns ein Taxi dorthin und sahen uns dann dort um. Da jetzt natürlich noch nicht all die faszinierenden Lichter zu sehen waren, beschlossen wir, spätere am Abend, wenn es dunkel ist, noch einmal herzukommen. Als nächstes schauten wir uns die verschiedenen Stadtteile New Yorks, wie zum Beispiel Bronx, Queens, Manhattan oder Brooklyn, an. Danach bummelten wir noch etwas die Fifth Avenue entlang, wo wir sicher noch richtig shoppen gehen würden. Wir verbrachten so viel Zeit damit, die ganzen Schaufenster zu bewundern, dass es schon langsam dunkel wurde. Langsam Taten meine Füße weh und wir waren auch schon ziemlich geschafft, sodass wir mit dem Taxi zuerst zum Times Square fuhren und uns dort noch ca. eine halbe Stunde bei dem wunderschönen Licht der Stadt, die niemals schläft aufzuhalten und danach zum Hotel, wo wir wie Leichen in das Bett fielen. Nach 10 Minuten einfach so da liegen, entspannten sich meine Füße wieder, sodass ich es schaffte duschen zu gehen und mir die zähne zu putzen. Zurück im Zimmer zog ich mir rasch meinen Pyjama an und schon lag ich auch wieder im Bett. Sam tat es mir gleich und lag auch schon bald wieder unter die Decke gekuschelt neben mir.

Schon nach ein paar Minuten schliefen wir beide tief und fest.

Am nächsten Morgen wachte ich von meinem extra für das Frühstück gestellten Handywecker auf. Seufzend machte ich ihn aus und stand langsam auf um mich fertig machen zu gehen. Warum musste das frühstück in Hotels auch immer so früh sein? Zum Schluss zog ich mir die Hotpants von gestern sowie ein einfaches schwarzes Top und einem einfachen leichten lockeren weißen 'Strick T-Shirt' darüber an.

Sam war mittlerweile auch wach, was ich gut aus dem Schlafzimmer wahr nahm. Erst als es wieder ruhig wurde war mir klar, dass sie sich entweder in einem anderen Bad fertig machte oder sich wieder hingelegt hatte. Als ich aus dem Bad kam um mir meine schwarzen Vans anzuziehen bestätigte sich ersteres. Kurz checkte ich mein Handy nach neuen Nachrichten, doch ich hatte keine. Natürlich auch nichts von Jason. Seufzend steckte ich es ein und schon stand Sam da. "Können wir?", fragte sie gut gelaunt und mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich schob den Gedanken an Jason beiseite und zwang mir ebenfalls ein Lächeln auf, bevor ich nickte. "Klar."

Zwei Stunden später saßen wir schon etwas weiter vom Hotel an einem abgelegenen See, den wir beim herumspazieren entdeckt hatten. Ich hatte mich im Gras zurückgelegt und genoss die Ruhe, genauso wie Sam. "Ich könnte ein Eis vertragen. Ich hab hier in der nähe ein Eiscafé gesehen, möchtest du auch eins?", brach sie die Stille und sah mich an. Ich setzte mich wie sie auf und nickte. "Gerne, ich nehme zweimal Zitrone bitte." Sie nickte und machte sich auch schon auf den Weg. Sobald ich sie nicht mehr sehen konnte blickte ich auf das Wasser und beobachtete ein paar Enten, die auf dem See schwammen. Plötzlich bemerkte ich, dass jemand neben mir saß. So schnell konnte Sam doch gar nicht wieder da sein! "Das ging ab-" mir blieb der Atem weg, als ich mich zu der vermeidlichen Sam drehte und erkannte, wer da wirklich saß.

You found me *slow updates*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt