Ich musste es tun. Mir blieb keine Wahl. Alle anderen würden ihr ganz bestimmt weh tun und das wäre dann ganz allein meine Schuld.
Als der Tag gekommen war, verfolgte ich Sie den ganzen Tag schon unauffällig und ich war total froh sie so glücklich zu sehen, auch wenn sie das nun nicht mehr lange sein wird. Als abends endlich der perfekte Moment gekommen war, handelte ich schnell und trug sie zum Auto, als sie bewusstlos war. Besser so, als würde sie die ganze Zeit versuchen sich zu wehren und sich letztendlich auch noch verletzen.
*Hailie Pov*
Als ich wach wurde, konnte ich nur wenig sehen. Es war also immer noch Nacht. Ängstlich schaute ich mich etwas um und versuchte auszumachen, wo ich mich befand, doch außer einem Schrank und der Tür könnte ich nichts erkennen. Vorsichtig und leise stand ich von dem Bett auf, auf dem ich mich befand und tastete mich langsam zu der Tür.
So leise wie es nur ging, drückte ich die Klinke runter um danach festzustellen, dass die Tür abgeschlossen war. Plötzlich sah ich, dass eine Person aus der Dunkelheit hervortrat. Sie hatte mich anscheinend die ganze Zeit beobachtet und alleine das bereitete mir schon Panik, aber dann auch noch mit ihr in diesem Raum eingeschlossen zu sein, machte mich nur noch ängstlicher.
Schnell lief ich rückwärts, doch sobald ich die Wand in meinem Rücken spürte, wusste ich, dass es vorbei war. Ich kam hier nicht weg und egal was diese Person von mir wollte, sie könnte es machen, da ich nicht weglaufen konnte.
Nur ein paar Sekunden später stand die Person vor mir. Ich traute mich gar nicht aufzuschauen, wobei das eh nichts bringen würde, schließlich war es stockfinster hier dein. "Ich musste es tun." Mehr sagte die Person nicht und gerade laut war sie auch nicht. Allerdings genügte es, damit ich erkannte, wer das gesagt hatte, doch ich wollte es nicht glauben.
Jason, mein bester Freund - naja zumindest früher war das so - , hatte mich entführt?! Warum machte er sowas? Hasste er mich oder war ich ihm gar nichts mehr wert? Und was meinte er damit?
"Wieso?" Das war das einzige, was mich gerade interessierte. Das schlimme war gar nicht, in diesem Raum festzusitzen oder dass ich gerade entführt wurde... Das schlimme war, dass ich wusste, dass es eine Person war, bei der ich mich immer wohl gefühlt hatte und ich mich nun einfach gar nicht sicher fühlte. Nachdem, was ich alles gehört hatte, war es aber auch kein sonderliches Wunder, dass ich Angst hatte.
"Es tut mir Leid Hails..." Jason seufzte und ich merkte, wie er seine Hand an meine Wange legen wollte, doch schnell zog ich meinen Kopf weg. "Sag mir einfach wieso!", forderte ich ihn enttäuscht auf. Mir kamen schon fast die Tränen, so überfordert war ich in diesem Moment und ich versuchte krampfhaft sie zurückzuhalten. "Ein Auftraggeber hat noch was mit deinen Eltern zu klären und er wollte, dass ich dich.." Er schluckte. Anscheinend fiel es ihm schwer das auszudrücken, was er getan hatte. "Dich entführe", vollendete er letztendlich seinen Satz. "Und da hast du gedacht 'Dann ziehe ich wohl mal los und entführe jemanden der mir mal wichtig war' oder was?!", fragte ich etwas ungläubig. "Wichtig ist", korrigierte er mich und ließ sich dann auf das Bett fallen, bevor er seinen Kopf in seinen Händen vergrub. "Das hast du mir ja deutlich gezeigt." Ich hoffte, dass er die Ironie in meiner Stimme erkennen würde und verstand, wie das gemeint war.
"Es ging einfach nicht. Wie du ja siehst, hat sich in meinem Leben sehr viel verändert." Oh ja, das hatte es wohl. "Da konnte ich nicht einfach so vorbeikommen und klingeln oder anrufen. Deine Eltern sind doch sicher auch nicht mehr gut auf mich zu sprechen." Darin hatte er wohl Recht. Würde er einfach so vor unserer Tür stehen, würden meine Eltern wohl die Polizei rufen. "Außerdem hatte ich viel zu tun", schloss er letztendlich ab und blickte zu mir, zumindest sah das so aus in der Dunkelheit. Warum ich nicht einfach das Licht anknipste? Ich glaube, weil ich einfach zu große Angst davor hatte, ihn genau anzusehen und seine ganzen Reaktionen wirklich mitzubekommen.
"Viel damit zu tun Leute umzubringen oder wie?" Ich sah nur leicht, wie er seinen Kopf schüttelte. "Ich wollte das alles nicht. Ich bin einfach da rein gerutscht." "Schon klar, ich bringe auch aus Versehen jemanden um und finde das plötzlich doch nicht so schlecht, dass ich damit weiter mache." Irgendwie war ich heute doch sehr ironisch. "So war das nicht gemeint", seufzte Jason. "Als du weg warst, war ich so sauer. Auf mich und auf meine Umgebung und als ich dann da auf einer Bank saß, nachdem ich mich so zurückgezogen hatte und ein Mann vorbeikam und meinte mich dumm anmachen zu müssen, da konnte ich mich einfach nicht mehr kontrollieren." "Du hast ihn umgebracht?", fragte ich kleinlaut und schon fast flüsternd. "Nein, ich habe ihn bewusstlos geschlagen, aber er ist an seinen Verletzungen im Krankenhaus gestorben. Es kam in den Nachrichten.." Ich schluckte schwer. "Dir könnte ich niemals etwas tun", versuchte er mir klar zu machen, doch ich konnte ihm einfach nicht glauben, so gerne ich auch wollte. "Es war der größte Fehler diese Entscheidung zu treffen.-" "Wieso hast du es dann getan?", unterbrach ich ihn und sah ihn erwartungsvoll an, was in der Dunkelheit allerdings nicht gut zu erkennen war.
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Fanfiction[*Achtung: Enthält gewalttätige und sexuelle Szenen!*] "Für immer?" - "Natürlich für immer Prinzessin." Jason und ich. Wir waren so glücklich. Wir waren es.. Warum mussten meine Eltern uns trennen? Warum mussten wir umziehen nur wegen eines Jobs? W...
