Kapitel 14

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Ein Jahr war das jetzt her. Ein verdammtes Jahr in dem ich nichts mehr von Jason gehört hatte. Nichts stimmte allerdings nicht wirklich. Die Medien sprachen laufend über ihn und ich fragte mich echt, wie so was aus ihm werden konnte. Andauernd wurde darüber erzählt, dass Jason wieder jemanden ermordet oder ein Mädchen entführt hatte. Mittlerweile war Jason auch 18, sein Geburtstag war vor knapp zwei Wochen und ich hatte nicht mal die Chance gehabt ihm zu gratulieren. Um ehrlich zu sein, hatte ich auch viel zu viel Angst um das zu tun, schließlich erkannte ich ihn nicht wieder. Ich wusste auch nicht wie er zu mir sein würde, wenn ich ihn jemals wieder sehe, doch ob ich ihn auch wirklich Wiedersehen wollte, wusste ich auch nicht so genau.

Natürlich hatten meine Eltern auch schon herausgefunden was los war. Das war so ca 2 Monate nach seiner letzten SMS die ich im Beisein von Sam bekommen hatte. Sie stand immer noch zu mir und war nach wie vor meine Bf. Mein Geburtstag ist erst in knapp einem halben Jahr. Dann werde ich auch endlich 18, doch bis dahin hatte ich natürlich noch viele Einschränkungen. Heute war der erste Ferientag und Sam und ich durften das erste mal zusammen Urlaub machen, es ging nach New York und ich freute mich schon riesig. Morgen ging es los. Endlich. So lange hatten wir jetzt schon darauf gewartet und endlich war es so weit. Dann konnte ich endlich mal die Sorgen und Probleme vergessen. Zumindest für die eineinhalb Wochen, in denen wir dort waren.

Fertig gepackt stellte ich meinen Koffer neben die Tür und putzte mir schnell die zähne. Wir hatten bereits 22 Uhr und da wir morgen früh aufstehen mussten, wollte ich auch früh schlafen gehen. In den Ferien war ich sonst meistens immer viel zu lange auf. In New York würde es eh weit so sein, aber wenigstens heute musste ich rechtzeitig schlafen gehen. Nachdem ich fertig war stellte ich mein Zahnputzzeug neben den Kulturbeutel, um morgen nach dem Zähne putzen daran zu denken. Okay, im Bad war ich fertig, also beschloss ich noch schnell meinen Eltern eine Gute Nacht wünschen zu gehen und verließ deshalb das Bad. Im Vorbeigehen schnappte ich mir mein Handy vom Bett und warf einen flüchtigen Blick darauf, während ich die Treppe hinabstieg. Keine neue Nachricht. Weder von Jason noch von Sam. Ich seufzte.

Meine Eltern saßen zusammen gekuschelt auf der Couch und schauten irgendeinen romantischen Film, bei dem Mom bis jetzt schon zwei Packungen Tempos verbraucht hatte. Als sie mich bemerkten stoppten sie den Film um nichts zu verpassen. ich drückte schnell beiden einen Kuss auf die Wange, da ich sie nicht lange stören wollte. "Gute Nacht." Sie gaben es zurück und so verschwand ich auch schon wieder nach oben. In diesem Moment machte sich mein Handy bemerkbar und zeigte eine neue Nachricht von Sam an.

Sammy Baby ♥️ :

» Hey Süße, freue mich schon mega auf Morgen :* du dich auch? «

Ja ich hatte sie unter Sammy Baby eingespeichert doch das war nichts im Gegensatz zu dem wie ich bei ihr hieß. Sie hatte mich als Hailiebailey Mausi gelistet und ich verstand immer noch nicht warum, aber das würde ich wohl auch nie.

» Hey Baby :* Klar freue ich mich <3 ich geh jetzt aber mal schlafen, wir müssen ja früh raus.. Bis Morgen, hdl :** «

Ich war zu müde um auf ihre Antwort zu warten, also legte ich mein Handy mit gestelltem Wecker auf dem Nachttisch ab und schloss die Augen. Noch etwas dachte ich über den bevorstehenden Urlaub nach, bis ich endgültig einschlief.

Am nächsten Morgen würde ich förmlich aus meinem Tiefen schlaf gerissen, obwohl ich den Wecker gar nicht so laut gestellt hatte. Jedenfalls erschrak er mich total, weshalb ich versuchte ihn so schnell wie möglich auszustellen. Als er endlich ruhe gab, las ich schnell noch die Nachricht von Sam, die ich gestern Abend bekommen hatte, bevor ich mich im Bad fertig machte und meine gestern extra rausgelegten Sachen anzog. Für den Flug war es ein schönes Kleid. Nicht zu lang und nicht zu kurz. In lila mit einem etwas helleren violetten, verblassten Muster darauf. Dazu noch eine kurze und dünne Jeansweste und schwarze Ballerinas. Meine Haare band ich fürs erste nach dem bürsten in einem einfachen Dutt zusammen, sodass es mit leicht fiel sie im Flugzeug bei Bedarf wieder zu öffnen. Die Sachen, dich ich gestern Abend extra noch rausgelassen hatte, packte ich noch mit in meinen Koffer, prüfte dann darin und in meinem Handgepäck ob ich alles hatte und nickte dann zufrieden. Alles war da und ich war fertig. Meine Handtasche nahm ich schon mal mit runter und mein Vater würde später meinen Koffer runtertragen. Unten stellte ich sie auf einem Schrank ab und ging in das Esszimmer, wo meine Eltern bereits saßen und frühstückten.

"Guten Morgen", trällerte ich fröhlich, als ich mich neben sie setzte und zusammen mit ihnen frühstückte. "Hallo maus! na freust du dich schon?", fragte mein Vater ebenfalls gut drauf. Meine Mutter machte sich natürlich immer noch die größten Sorgen, doch sie sprach das nicht aus, sondern versuchte es zu verleugnen. "Hast du gut geschlafen?", fügte sie dann noch hinzu. Auf alles nickte ich. "Ja und ja", antwortete ich. Das war komischerweise schon alles was sie zu sagen hatten. Ich akzeptierte es einfach und frühstückte weiter.

Als wir alle satt waren, half ich meinem Vater schnell den Tisch abzuräumen während meine Mutter sich fertig machen ging. Ziemlich zeitgleich wurden wir zu meiner Mum fertig, die sich im Flur schon mal die Schuhe anzog. Mein Vater tat es ihr gleich, da wir nun auch wirklich los mussten. Mein Vater holte meinen Koffer und verstaute ihn im Auto. Ich schnappte mir meine Tasche und so stiegen wir alle zusammen ein.

Während der Fahrt konnte meine Mutter gar nicht mehr aufhören mir zu sagen, worauf ich achten sollte, was ich meiden sollte, was ich durfte und so weiter, doch irgendwann nervte es mich nur noch und so hörte ich unauffällig mit meinen Kopfhörern Musik, was meiner Mutter nicht auffiel, da sie einfach weiter redete.

Im Flughafen erwarteten uns Sam und ihre Eltern schon, die uns fröhlich begrüßten. Während wir sofort drauf los quatschten brachten unsere Väter schnell das Gepäck weg. Als sie wieder da waren mussten wir uns auch schon verabschieden, da unser Flug aufgerufen wurde. Unsere Mütter waren nicht wirklich verschieden. Sie machten sich beide die selben Sorgen. Nämlich sorgen um nichts. Nach ein paar ausgiebigen und langen Umarmungen fuhren unsere Eltern wieder nach Hause und so checkten wir in ruhe ein. Zum Glück mussten wir auch so nicht mehr lange warten und konnten relativ schnell ins Flugzeug einsteigen.


You found me *slow updates*Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt