Die nächsten paar Tage vergingen für mich wie in Zeitlupe. Es tat sich einfach nichts, außer dass sich das Szenario von letztens mit Jaden wiederholt hatte. Und wieder war ich einfach so in diesem Raum aufgewacht, ohne zu wissen, was eigentlich passiert war. Ich glaubte allerdings nicht, dass er ewig so weitermachen würde. Zu hundert Prozent hatte er mich vergewaltigt und das auch beim ersten Mal, da war ich mir sicher, auch wenn ich es nicht bestätigen konnte, denn ich war nun mal nicht bei Bewusstsein. Ihm traute ich das aber zu und warum sollte er das nicht machen, wenn er schon die Gelegenheit dazu hatte? Das würde keinen Sinn ergeben.
Mittlerweile fühlte ich mich schlapp. Ich hatte kaum geschlafen und dadurch, dass ich kaum aß und auch nur wenig trank, war einfach keine Energie mehr vorhanden. Ich saß immer nur stumm in einer Ecke, zusammengekauert und mit den Kopf auf den Armen, darauf wartend, dass der Spuk endlich vorbei war, doch es endete einfach nicht. Der Alptraum ging immer weiter und keiner schien mir helfen zu können. Auch Jason nicht.
*Jason Pov*
In den nächsten Tagen tat sich wieder nicht viel und weiterhin konnte ich nur abwarten, doch dann bekam ich endlich die erlösende Nachricht von Chris, dass er es geschafft hatte und nun bei Jaden im Versteck war. Jetzt schon nannte er mir die Adresse, die ich sofort speicherte. Dann orderte ich ihn für heute Abend zu Ryan, damit wir uns noch mal besprechen konnten. Jetzt erledigte ich aber erst mal meine Arbeit, bevor ich später zu Ryan fuhr.
Als ich am Abend bei Ryan ankam, war Chris schon da, also setzte ich mich zu ihm auf die Couch und sah ihn abwartend an. "Also die letzten Tage haben die mich echt genau unter die Lupe genommen bei den Aufträgen, aber ich habe mir nichts anmerken lassen und alles mitgemacht, sodass sie irgendwann die Zweifel verloren haben. Heute war ich dann das erste mal mit in dem Versteck der Gang, wo er mir auch direkt alles gezeigt hat und auch gesagt hat, dass er zur Zeit ein Mädchen da hat, um an dich zu kommen", fing er an zu erzählen, machte jedoch an der Stelle eine Pause. "Dieser Bastard", knurrte ich und fuhr mir durch die Haare. Jedes mal aufs Neue wurde ich wütend, wenn ich darüber nachdachte. "Ein paar Räume hat Jaden mir jedoch nicht gezeigt", fuhr er dann fort, "Und ich glaube, dass er in einem davon Hailie gefangen hält. Morgen werde ich versuchen sie zu finden, wenn ich das schaffe, ohne dass mich einer von ihnen bemerkt. Dann kann ich ihr vielleicht auch unbemerkt helfen, ich weiß ja nicht, wie sie von denen versorgt wird."
"Jaden interessiert ihre Gesundheit nicht, die Hauptsache für ihn ist, dass sie am Leben bleibt, bis er mich hat. Er wird sich nicht darum kümmern, wie viel sie bekommt, also wird sie nur unregelmäßig etwas bekommen und wahrscheinlich auch nicht viel", mutmaßte ich, weil ich Jaden nun mal kannte. Chris nickte nur und schwieg, wie Ryan und ich auch. "Also gut, dann schau, dass du seine Gang und ihn erst mal ausspionierst und wenn du sie zu einem passenden Zeitpunkt irgendwie ablenken kannst, dann können wir Hailie befreien und ich knöpfe mir diesen Wichser vor. Davor sollten wir uns aber noch mal treffen und alles genau absprechen, damit nichts schiefgehen kann." Die Jungs stimmten mir zu und so beließen wir es dann auch dabei.
Ich fuhr wieder nach Hause und da es mittlerweile schon recht spät war, ging ich auch sofort schlafen. Meine Gedanken hingen allerdings mal wieder an Hailie, doch ich war zuversichtlich, dass wir sie bald befreien könnten. Chris war mittlerweile wahrscheinlich schon wieder bei Jaden's Gang, damit es nicht so auffällig war, wenn er die ganze Zeit weg war. Ich hoffte wirklich, dass er ihr irgendwie helfen konnte.
*Chris Pov*
Nach unserem Treffen fuhr ich zurück zu Jaden, damit er keinen Verdacht schöpfte, weil ich so lange weg war. Als ich ankam saß die ganze Gang im Wohnzimmer vor dem Fernseher und waren eher verdammt unproduktiv. "Wo ist Jaden?", fragte ich in die Runde, während ich mich zu ihnen gesellte. "Der vergnügt sich mit der Kleinen", meinte einer von ihnen mit einem Grinsen im Gesicht und schaute dann weiter, als wäre nichts. Allein bei dem Gedanken, was er mit Hailie machen könnte lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. Ich wusste, dass er sie wahrscheinlich vergewaltigte, doch ich konnte nichts dagegen unternehmen. Dann wäre ich aufgeflogen und wir würden sie nicht retten können. Trotzdem tat mir das unglaublich leid und ich musste mir irgendwas einfallen lassen, wie ich ihr helfen könnte. Jason wird ausrasten, wenn er davon erfährt.
Ungefähr 20 Minuten später kam jemand die Treppe runter. Da alle hier saßen, war es klar, dass es Jaden sein musste. Als er herein kam hatte er ein fettes Grinsen im Gesicht und eigentlich verspürte ich auch den Drang es ihm aus der Fresse zu schlagen, aber das ging leider nicht. Er hatte ein kleines Fläschchen in der Hand, welches er in einer Schublade verstaute. Ich beschloss später mal unauffällig nachzuschauen, was das war, denn geheuer war es mir nicht, allerdings musste ich mich damit noch gedulden, denn jetzt war das definitiv zu auffällig.
Den ganzen Abend lang saßen alle vor der Glotze und taten nichts anderes, was für mich die perfekte Gelegenheit war, oben mal zu schauen, wo Jaden Hailie festhielt. Ich sagte also den Jungs, dass es mir nicht so gut ging und ich mich schon mal schlafen legte und ging dann nach oben. Ich musste nun in alle Räume schauen, die Jaden mir nicht gezeigt hatte. Es waren drei Stück, also sollte das ziemlich übersichtlich sein. Der eine schien Jaden's Schlafzimmer zu sein und hier war von Hailie keine Spur. Das unordentliche Bett in der Mitte war leer, doch trotzdem musste ich den Gedanken verdrängen, was Jaden da mit Hailie angestellt hatte.
Der andere Raum war ein Badezimmer, welches nicht gerade aufgeräumt war. Es war ein stinknormales Bad, weshalb ich mich wunderte, warum Jaden es mir nicht gezeigt hatte, allerdings war es auch das einzige Bad in dieser Etage, das nicht an ein Zimmer angeschlossen war, also vielleicht war es dann für Hailie, denn anders konnte ich mir das nicht erklären. Zuletzt wollte ich den dritten Raum betreten, doch die Türe war abgeschlossen, weshalb ich nicht hereinkam. Verdammt! Jetzt erinnerte ich mich auch, worüber Jaden mit seinen Jungs gesprochen hatte. Er schloss immer nur über Nacht und wenn sie nicht Zuhause waren ab, um sicherzugehen, dass sie ja nicht abhauen konnte, sonst war eh so gut wie immer jemand da, der das verhindern konnte und sie könnte ja eh nicht abhauen. Was er damit meinte wusste ich nicht, er hatte ja nichts mehr dazu gesagt.
Mein nächster Plan war also den Schlüssel zu finden oder tagsüber unbemerkt zu ihr zu gehen. Beides könnte sich als durchaus sehr schwierig erweisen, aber irgendwie würde ich das schon schaffen. Jetzt beließ ich es erst mal dabei und ging in mein vorübergehendes Zimmer und legte mich auf das Bett. Jetzt galt es abzuwarten bis alle schliefen, damit ich schauen konnte, was das für ein Fläschchen war, denn das interessierte mich, schließlich hatte er es anscheinend mit bei Hailie gehabt. Hoffentlich blieben sie dann nicht noch allzu lange wach.
DU LIEST GERADE
You found me *slow updates*
Fanfiction[*Achtung: Enthält gewalttätige und sexuelle Szenen!*] "Für immer?" - "Natürlich für immer Prinzessin." Jason und ich. Wir waren so glücklich. Wir waren es.. Warum mussten meine Eltern uns trennen? Warum mussten wir umziehen nur wegen eines Jobs? W...
