Was passiert, wenn zwei Menschen auseinander gerissen werden und sich irgendwann wieder gegenüber stehen?
Mit dieser Situation werden Bella Anderson und Dylan Johnson konfrontiert.
Als Kinder sind die beiden unzertrennlich und die besten Freunde. D...
Die nächsten Tage zogen sich endlos in die Länge und jeden Tag passierte das gleiche. Morgens aufstehen und zur Schule gehen. Nachmittags Hausaufgaben machen und den Rest der Zeit im Bett liegen und nachdenken. Abends wieder schlafen gehen. Mehr passierte nicht. Dylan behandelte mich weiterhin scheiße und ließ es sich nicht nehmen Jack ständig zu provozieren. Mittlerweile hatte ich es geschafft ihn zu ignorieren, das hieß jedoch nicht das es mich weniger verletzte. Das tat es in der Tat nicht. Ich fühlte mich schrecklich und allein gelassen, trotz Blair. Es fehlte etwas, was niemand ersetzen konnte. Tag für Tag grübelte ich über sein Verhalten nach, doch ich kam zu keinem Ergebnis. Am Anfang war ich noch sauer und wütend auf ihn. Wollte das er sich für seine Taten entschuldigte und mir einen Grund für sein Verhalten nannte. Doch die Wut wich schnell der Enttäuschung und ich fragte mich, wie es nur von einem auf den anderen Tag dazu kommen konnte, das er mich anscheinend so sehr hasste. Während ich scheinbar nicht ohne ihn konnte. Ich schien mich in ihm getäuscht zu haben und fragte mich wie ich sein wahres Ich die ganze Zeit über nicht bemerken konnte. Doch mittlerweile war ich weder Sauer noch Enttäuscht. Ich war lediglich traurig und wollte ihn einfach nur wieder haben. Ihn in den Arm schließen und wieder alles mit ihm machen. Ihn wieder als meinen besten Freund sehen. Blair stand mir bei und versuchte mich auf zumutern, aber nichts half. Ich verkroch mich von Tag zu Tag mehr in meinem Zimmer und ging nicht mehr vor die Tür, außer zur Schule. Mit meinen Freunden machte ich nichts mehr und auch Jack ließ ich nicht an mich ran. Am Anfang hatte er es noch versucht, doch ich blockte stets ab, so das er es irgendwann aufgegeben hatte. Es gab genug Mädchen die etwas von ihm wollten und ihn nicht abwiesen. Damit war er besser dran. Außerdem konnte er mir im Moment nicht helfen, das konnte wohl niemand, außer Dylan. Doch der interessierte sich nicht mehr für mich. Meine Eltern schöpften hoffentlich nur einen leichten Verdacht, da ich vor ihnen versuchte das Mädchen zu spielen, das sich von nichts und niemandem unterkriegen ließ. Ich verfiel in alte Muster, wie ich es die letzten sechs Jahre getan hatte, bevor Dylan wieder kam. Ich aß nur noch selten, schlief sehr unregelmäßig und wenig. Lediglich die Panik Attacken im Schlaf blieben aus. Auch auf Partys ging ich nicht mehr um mich abzulenken, ich wollte niemanden um mich haben. Ich ertrug den Anblick so vieler sorgenloser und glücklicher Personen nicht. Meine schulischen Leistungen verschlechterten sich, da ich lediglich körperlich in der Schule anwesend war. Meine Lehrer hatten es bereits aufgegeben mich dran zu nehmen und am Unterricht zu motivieren. Es würde wohl bald ein Anruf bei meinen Eltern eingehen, das konnte ich nicht mehr verhindern. Dann würden auch sie sich noch mehr Sorgen um mich machen und mich wieder mit diesen mitleidigen Blicken ansehen. Auch mein Essverhalten würde ihnen bewusst werden und sie würden die richtigen Schlüsse ziehen. Doch ändern konnte ich es nicht, meine Konzentration reichte nicht aus, um mich im Unterricht zu beteiligen. Meine Motivation etwas mit anderen zu unternehmen wahr nicht vorhanden und ein Hunger Gefühl besaß ich auch nicht mehr. Was sollte ich also ändern?
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Es waren zwei Wochen vergangen und meine Routine bestand immer noch. Ich stand morgens auf, ging mich im Bad fertig machen und zog mich danach um. Eine einfache Jeans mit zerrissenen Knien und ein weißes Top mussten reichen. Danach ging ich in die Küche nahm mir ein Glas und füllte dies mit Wasser. In einem Zug trank ich es aus. Dann nahm ich mir noch einen Apfel und stopfte ihn in meine Tasche. So erweckte es wenigstens den Anschein gegenüber meiner Eltern, das ich etwas essen würde. Tun würde ich es trotzdem nicht. Anschließend lief ich zu meinem Auto und fuhr in die Schule.
Blair erwartete mich schon, jedoch war ihre fröhliche Art so gut wie komplett verschwunden. Das ich daran Schuld war wusste ich, dran ändern konnte ich dennoch nichts. Ich umarmte sie zur Begrüßung und dann ging es in die Schule. Die ersten zwei Stunden zogen nur so an mir vorbei und schneller als ich gucken konnte, hatten wir Pause. Auf dem Weg nach draußen begegnete uns Dylan. Er bedachte mich kurz mit einem abwertenden Blick und lief dann weiter. Während Blair und ich uns in eine Ecke setzten und das Pausen Ende abwarteten. Sprechen taten wir nicht wirklich und so dauerte es eine Ewigkeit bis es wieder klingelte. Auf dem Weg nach drinnen begegnete uns dann Jack. Ich versuchte mir ein Lächeln aufzuzwingen, doch er schaute nur mit einem traurigen Blick zurück. Das gab mir den Rest, so dass ich die nächsten Stunden wieder meinen Gedanken nach hing.
Zu Hause angekommen, schmiss ich mich direkt wieder in mein Bett, starte an die Decke und driftete wieder in meine Gedankenwelt ab. Ich vernahm ein seufzen neben mir, welches von Blair stammte. Sie kam jeden zweiten Tag nach der Schule mit zu mir, jedoch half es nicht. Wie jedes mal setzte sie sich an meinen Schreibtisch und machte ihre Hausaufgaben. Während ich im Bett blieb. Nach einer halben Stunde schien sie fertig zu sein, denn sie drehte sich auf dem Stuhl um und sagte: "Bella, so geht das nicht weiter. Du kannst dich nicht ewig in deinen Zimmer verschanzen, davon wird es nicht besser." "Es wird aber auch nicht besser, wenn ich es einfach verdränge. Er ist nicht mehr da und das verarbeite ich eben auf meine Weise." Sie stand auf und stellte sich mit ihren Händen in die Hüfte gestemmt vor mich hin. "Verdammt noch mal Bella. Er ist direkt neben an, er ist nicht weg. Noch nicht. Aber das wird er bald sein, wenn du nichts unternimmst." "Ich hab mit dem Scheiß nicht angefangen. Also soll er es auch wieder gerade biegen." "Du siehst doch, dass das zu nichts führt. Du bist nur noch ein Schatten deiner selbst. Wo ist die Bella hin, die sich nichts anmerken lässt?" "Die gibt es nicht mehr." "Das glaube ich nicht und deswegen bewegst du jetzt deinen Arsch aus diesem Bett und kommst mit mir shoppen." "Auf keinen Fall Blair. Ich geh nicht unter Leute und erst Recht nicht shoppen." "Und ob du das tun wirst. Früher konntest du nicht oft genug shoppen. Außerdem gibt es einen Anlass zu dem du etwas neues brauchst. Also los!" "Ich will nicht." "Keine Wiederrede. Beweg dich." Murrend stand ich auf und machte mir einen neuen Zopf. Dann griff ich nach meiner Tasche und ging mit Blair nach unten zu ihrem Auto. "Was gibt es denn eigentlich für einen Anlass?" "Am Wochenende steigt eine Party, zu der du mit mir gehen wirst. Ohne wenn und aber." Ich sah sie sprachlos an. "Zwingt du mich gerade, zu dieser Party zu gehen?" "Siest du soweit ist es schon. Ich muss dich zwingen auf eine Party zu gehen. Was ist nur mit dir passiert?" Darauf antwortete ich ihr nichts mehr und schaute aus dem Fenster. In der Innenstadt angekommen, ging es mit der Shopping Tour los. Was brauchte man nicht alles für ein gelungenes Outfit? Ehrlich, shoppen hatte mich noch nie so sehr aufgeregt wie heute. Ich war es einfach satt. Doch als Blair nach sechs Stunden der Meinung war, das wir alles zusammen hätten, war ich mit dem Ergebnis wenigstens zufrieden.
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Mein Outfit bestand aus einem schwarzen Kleid, welches einen leicht angedeuteten Ballonrock und einen herzausschnitt hatte, trägerlos war und am Bauch so wie an den Rippen teilweise keinen Stoff hatte. Dazu einfache schwarze Highheels sowie goldener Schmuck.