Mein Bauch wuchs von Tag zu Tag und meine Klamotten passten mir schon lange nicht mehr. Jedoch weigerte ich mich Umstandsmode zu tragen, daher war ich überall nur noch in Jogginghose und weiten Oberteilen anzutreffen. Auch meine geliebten Highheels mussten den Sneakers weichen. Von Dylan und seiner Familie fehlte weiterhin jede Spur und meine Hoffnung schwand jeden Tag ein kleines bisschen mehr.
Doch heute wollte ich nicht an die negativen Dinge in meinem Leben denken, sondern an meinen kleinen Engel. Denn wir würden heute Möbel kaufen gehen. Blair, Kevin und Jack würden mich begleiten. Sie hatten sich extra frei genommen, um mir zu helfen.
Ich vernahm ein Hupen von draußen und machte mich somit auf den Weg zum Auto. Als ich die hintere Türe öffnete und mich zu Blair setzte, wurde ich bereits von allen begrüßt. "Na dann. Auf geht's." Die Fahrt verlief recht schnell, da wir uns die Zeit mit singen vertrieben. Laut und schief sangen wir zu den Songs, die im Radio gespielt wurden, mit. Als wir ankamen, stiegen wir immernoch lachend aus und machten uns gut gelaunt auf den Weg. "Wo fangen wir an?" "Wie wäre es, wenn wir die Jungs erstmal ins Bällebad bringen?" Fragte ich Blair. Darauf brachen wir beide in Gelächter aus und kassierten böse Blicke von den Jungs. "Haha. Wie lustig Mädels." Lachend hackte ich mich bei Blair unter und steuerte auf die Abteilung mit den Betten zu.
"Das Bett ist ja cool." Hörte ich die Jungs irgendwo hinter uns rufen. Also liefen Blair und ich wieder zurück und hielten Ausschau nach den Jungs. Ich entdeckte Kevin vor einem roten Bett, welches die Form eines Rennautos hatte. Als wir bei ihnen angekommen waren, stellte ich mich mit Händen in den Hüften vor das Auto, in welchem Jack es sich gemütlich gemacht hatte. "Jungs habt ihr etwa schon vergessen, dass es ein Mädchen wird?" Schmollend sah Jack mich an. Lachend warf ich meine Arme in die Luft und drehte mich wieder um. "Kommt jetzt wir haben noch nichts gefunden und ich möchte, dass mein Engel ein Prinzessinnen Zimmer bekommt." Geschlagen stand Jack wieder auf und dackelte mir hinterher. Blair hatte in der Zwischenzeit schon ein süßes Bettchen entdeckt. Es war eine weiße Wiege mit rosanen Elementen. "Die nehmen wir." Damit war das erste Möbelstück gefunden. Nun ging es weiter es fehlten noch eine Komode, Gardinen, ein Teppich, Spielzeug und Dekorationen.
Nach einigen Stunden hatten wir alles gefunden und machten uns auf den Weg zur Kasse. "Jetzt weiß ich warum die Mädels nicht alleine fahren konnten. Sie brauchten uns als ihre Packesel." Schnaufte Kevin hinter uns. Blair und ich warfen uns nur amüsierte Blicke zu. "Ihr hättet eine hoch schwangere doch wohl keine Möbel schleppen lassen." "Und hätte ich das etwa alles alleine tragen sollen?" Fragte Blair empört. Augen verdrehend sagten die Jungs: "Sie schaffen es auch immer wieder, uns um den Finger zu wickeln." Lachend klatschten Blair und ich uns ab und liefen dann zum Auto.
Als wir bei mir zu Hause angekommen waren, trugen die Jungs noch die Pakete, in denen sich die Möbel befanden ins Haus und schmissen sich dann erschöpft auf die Couch. "Danke das ihr mir alle geholfen habt." "Kein Problem." Kam es im Chor. "Dafür habt ihr euch auch alle eine Pizza verdient." Somit bestellte ich vier Pizzen für uns. "Wie wäre es mit einem Film Abend? Meine Eltern sind eh nicht zu Hause." Zustimmendes Gemurmel war zu hören, daher lief ich in die Küche und besorgte Getränke. Als ich mit dem Tablett zurück ins Wohnzimmer trat, sprang Jack schnell auf und nahm mir das Tablett ab. "Du sollst doch nicht schwer tragen." Lachend sagte ich: "Das Tablett schaffe ich schon noch." Ich fand es süß, wie besorgt Jack um mich war und mir bei allem behilflich sein wollte, doch ein bisschen was schaffte ich auch noch alleine. Lächelnd lief ich zu unserem DVD-Regal. "21 Jump Street, Fast and Furios 4 oder Hangover?" Die drei riefen gleich drauf los und jeder wollte einen anderen Film gucken. Gleichzeitig klingelte es an der Tür. Kopfschüttelnt lief ich also in den Flur, schnappte mir das Geld von der Komode und öffnete die Tür. Ich nahm dem Pizzaboten, die Pizzen ab, bezahlte und ging wieder ins Wohnzimmer. Dort fand ich eine beleidigte Blair und zwei zufrieden grinsende Jungs vor. "Bella ein Glück das du kommst." Rief Blair aus, als sie mich entdeckte. "Die beiden wollen Fast and Furios gucken und du weißt doch das ich den Film nicht gerne gucke. Hilf mir." Lachend stellte ich die Pizzen auf den Tisch und wandte mich dann an die Jungs. "Muss es unbedingt dieser Film sein?" "Wir gucken uns bestimmt nicht 21 Jump Street an, nur damit ihr zwei Channing Tatum anschmachten könnt." Blair und ich warfen uns wissende Blicke zu. Als wir das letzte Mal einen Film Abend gemacht hatten, war es genau darauf hinaus gelaufen. Anscheinend hatten die Jungs dazu gelernt. "Dann gucken wir halt Hangover, da ist für jeden was dabei." Gesagt, Getan. Also machte ich den Film rein und als ich mich umdrehte, waren die drei bereits über ihre Pizzen hergefallen. Lächelnd quetschte ich mich zwischen Blair und Jack und der Film begann.
Der Film war lustig, sodass wir die ganze Zeit durchgelacht hatten. "Wir müssen dann mal langsam gehen, es ist schon spät." Sagte Blair und sie und Kevin standen auf. "Sollen wir dich mitnehmen Jack?" "Ich glaube ich bleibe bei Bella, ich kann sie ja schlecht alleine lassen." "Ach was, ich bin alt genug. Geh du ruhig nach Hause." "Nein ich bleibe." Er warf mir einen entschlossenen Blick zu. "Na schön." Somit verabschiedeten wir Blair und Kevin und gingen dann in mein Zimmer. Aufräumen konnten wir morgen noch. Wir machten uns fertig und gingen dann schlafen.
Nachts wurde ich auf einmal wach, da ich Schmerzen im Unterleib hatte. Zuerst dachte ich es würde sich wieder legen und versuchte wieder zu schlafen. Doch als die Schmerzen nach einer halben Stunde schlimmer wurden, versuchte ich Jack zu wecken. "Jack. Wach auf." Ich rüttelte an seiner Schulter, doch er schlief wie ein Stein. Die Schmerzen wurden noch schlimmer und ich konnte mir ein Aufschreien nicht unterdrücken. Das schien Jack geweckt zu haben, da er auf einmal kerzengerade im Bett saß. Erschrocken blickte er mich an. "Bella, was ist los?" Ich verzog nur mein Gesicht vor lauter Schmerzen. "Das Baby." Brachte ich dann keuchend hervor. Blitzschnell sprang Jack aus dem Bett und zog sich ein Oberteil über, dann kam er zu mir und hob mich hoch. Anschließend lief er mit mir auf dem Arm die Treppe runter, wo er sich meinen Schlüssel schnappte. Dann lief er raus zu meinem Auto und setzte mich auf den Beifahrersitz. Er selbst stieg auf der Fahrerseite ein und gab Gas. Die Schmerzen wurden schlimmer und ich schrie immer mal wieder auf. "Ganz ruhig. Ein und ausatmen." Vernahm ich die ruhige Stimme Jacks. Ich versuchte mich auf meine Atmung zu konzentrieren, die mittlerweile nur noch stoß weiße ging. "Ein und aus. Ein und aus." Ich tat wie mir befohlen und atmete schrittweise ein und aus. Doch sobald ein weiterer Schmerz meinen Körper durchzuckte und ich auf schrie, war meine Atmung nur noch neben sache. "Fahr schneller, verdammt nochmal." Keifte ich ihn an. Doch in diesem Moment wollte ich einfach nur das die Schmerzen vorüber gingen.
Als wir endlich am Krankenhaus ankamen, waren die Schmerzen kaum noch auszuhalten. Jack nahm mich wieder auf den Arm und rannte dann ins Krankenhaus. "Schnell. Meine Freundin bekommt ihr Kind." Schrie er durch die Eingangshalle. Eine Schwester reagierte schnell und brachte mir einen Rollstuhl, in welchen Jack mich setzte. Dann fuhr sie mit mir Richtung Kreißsaal. "Sind sie der Vater des Kindes?" Fragte sie Jack. "Nein, ich bin..." "Dann dürfen sie hier nicht rein." Damit schloss sie Tür.
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Hope
Подростковая литератураWas passiert, wenn zwei Menschen auseinander gerissen werden und sich irgendwann wieder gegenüber stehen? Mit dieser Situation werden Bella Anderson und Dylan Johnson konfrontiert. Als Kinder sind die beiden unzertrennlich und die besten Freunde. D...
