Kapitel 1

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Die Sonnenstrahlen fielen durch mein Fenster und kitzelten mich im Gesicht, genervt drehte ich mich um. Ich hatte noch keine Lust aufzustehen, noch zwei Tage dann würde die Schule wieder anfangen, da wäre es dann vorbei mit Party machen und lange schlafen, also wollte ich die letzten Tage noch ausnutzen. Doch leider machte mir meine Mum einen Strich durch die Rechnung. "Bella, aufstehen. Es wird Zeit die Johnsons kommen bald." Ich zog mir ein Kissen über den Kopf, um die nervende Stimme meiner Mum nicht länger hören zu müssen. Doch als mir bewusst wurde, was meine Mum da gerade gesagt hatte, war ich hell wach. Ich sprang aus meinem Bett und lief in mein Badezimmer. Dort zog ich mich aus und stieg unter die Dusche. Ich freute mich schon seid Tagen auf die Johnsons, sie waren alte Freunde meiner Familie und ich kannte sie seid ich denken konnte. Ich war mit ihren beiden Kindern, Dylan und Kate, aufgewachsen und wir waren unzertrennlich. Doch als ich 12 war, zogen sie nach Amerika, da Paul, Dylans und Kates Vater, dort einen neuen Job angenommen hatte. Jetzt, 6 Jahre später, zogen sie wieder zurück, da Paul die Firma, die mittlerweile ihm gehörte, vergrößern wollte und das hier in Deutschland. So kam es, dass die Johnsons ab heute unsere Nachbarn werden würden. Ich freute mich wirklich, aber anderer Seits hatte ich auch Angst. Schließlich dürfte es nicht mehr so werden wie früher, das würde ich nicht überstehen.
Als ich fertig mit duschen war, stieg ich wieder aus der Dusche, trocknete mich ab und föhnte meine langen blonden Haare.

Als ich fertig mit duschen war, stieg ich wieder aus der Dusche, trocknete mich ab und föhnte meine langen blonden Haare

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Danach ging ich in mein Zimmer zurück und in meinen begehbaren Kleiderschrank. Ich nahm mir einen schwarzen Rock mit Blumen drauf und ein graues bauchfreies Top. Nachdem ich mich angezogen hatte, schminkte ich mich noch und meine Haare ließ ich einfach offen. Als ich fertig war, lief ich runter in die Küche und setzte mich an den Tisch. "Guten morgen." rief ich meinen Eltern zu, während ich mich setzte. "Warum bist du so gut gelaunt um diese Uhrzeit?" Fragte mich mein Vater skeptisch. Normalerweise war ich ein totaler Morgenmuffel und schnauzte jeden an der mich morgens zu früh nervte.
Ich grinste ihn nur an, da ich im gleichen Moment von draußen ein Hupen wahr nahm. Als ich aus der Küche rannte, schien mein Vater seine Antwort zu bekommen, denn ich sah ihn aus dem Augenwinkel nur noch lächelnd den Kopf schütteln. Ich riss unsere Haustür auf und rannte die Auffahrt herunter. Dylan stand mit dem Rücken zu mir und schien noch etwas im Auto zu suchen und Kate war noch gar nicht ausgestiegen. Als ich bei Dylan ankam, sprang ich ihm auf den Rücken und schrie: "Dylaaaaaan." Da er damit nicht gerechnet hatte, sackte er erst zusammen, fing sich aber am Auto ab und rappelte sich dann lachen auf. Er zog mich von seinem Rücken runter und jetzt stand ich ihm gegenüber. Trotz meiner anfänglichen Freude, hatte ich Angst wie er reagieren würde, schließlich hatten wir uns sechs Jahre lang nicht mehr gesehen und kannten den anderen kaum noch. Zwar verband uns unsere Vergangenheit, jedoch war ich mir nicht sicher in wie Fern ihn das noch interessierte.
Doch als er mich angrinste, vergingen meine Zweifel und wir fielen uns lachend in die Arme. "Ich hab dich vermisst." murmelte ich an seinem Hals. "Ich dich auch." sagte er und zum ersten mal seid Jahren, hörte ich seine Stimme wieder. Mittlerweile war sie tiefer und rauer als früher, aber sie hatte immer noch einen leichten weichen und beruhigenden Klang. "Und mich hast du nicht vermisst?" Ich drehte mich um und sah ein Bild hübsches Mädchen, mit langen braunen Haaren und smaragdgrünen Augen vor mir. Ich musste zwei mal hin schauen bis ich sie als die kleine Kate die ich eigentlich kannte, identifizieren konnte. "Natürlich, hab ich dich auch vermisst." Und schon lag ich in ihren Armen. Sie lachte leicht und erwiderte meine Umarmung. Auch Dylan hatte sich verändert, er war gewachsen und war jetzt fast einen ganzen Kopf größer als ich und ich war mit meinen 1,75m nicht gerade klein. Seine Haare waren an den Seiten kürzer und ansonsten nach hinten gegelt. Er hatte dunkel blonde Haare und braune Augen. Dadurch sah er seiner Schwester kein bisschen ähnlich, doch sie hatten das gleiche Lachen und auch ihr Charakter ähnelte sich.
Als ich auch Paul und Caro begrüßt hatte, schnappte ich mir Dylan und Kate und zog sie mit in mein Haus. Sie begrüßten schnell meine Eltern und schon ging es weiter in mein Zimmer. Ich schmiss mich auf mein Bett und die beiden taten es mir gleich. "Erzählt mal, wie ist es in Amerika?" Und so fingen sie an zu berichten, wie anders die Schule in Amerika sei, das sie ein großes Haus am Strand gehabt hätten und vieles mehr.

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Dylan:

Während wir Bella von unserem Leben in Amerika berichteten, hörte sie uns aufmerksam zu und so hatte ich Zeit, sie mir genauer anzuschauen. Das wir uns fast 6 Jahre nicht mehr gesehen hatten, merkte man ihr nicht an. Sie war noch genauso liebenswert, offen und freundlich, als hätten wir uns nur ein paar Tage nicht mehr gesehen. Aber äußerlich hatte sie sich verändert. Sie war noch hübscher geworden. Ihre eh schon langen, blonden Haare waren noch länger geworden und gingen ihr jetzt bis fast unter die Rippen, ihre grünen Augen strahlten nur so vor Glück und sie war gewachsen und zwar ein gutes Stück, zwar war sie noch immer kleiner als ich, aber überragte mit Sicherheit die meisten Mädchen in ihrem Alter.
Meine Schwester war mit ihrem Bericht fertig und so fragte ich, "Und was ist hier so passiert?" "Nichts, es ist alles beim alten." sagte sie schnell. Ich konnte mir zwar nicht vorstellen, dass hier gar nichts passiert sein sollte, doch es war mein erster Tag hier und ich wollte mich nicht gleich mit ihr streiten. Denn obwohl wir uns früher prächtig verstanden hatten, gab es keine Woche in der wir uns nicht gestritten hatten. Es waren keine großen Sachen die uns zum streiten veranlasst hatten, doch an manchen Stellen merkte man unsere unterschiedlichen Meinungen zu gewissen Dingen. Da wir jedoch nie lange böse auf einander sein konnten, hielten unsere Streits nie länger als einen Tag. In den vergangenen Jahren hatte ich sie sehr vermisst und auch war es am Anfang komisch gewesen niemanden mehr zu haben, mit dem ich so viel Spaß haben konnte, aber gleichzeitig auch mit jeder Kleinigkeit aufziehen konnte.
Ob hier wirklich gar nichts passiert war, so wie sie behauptete, würde ich in zwei Tagen sowieso erfahren, da dann die Schule wieder anfangen würde und ich mir ein eigenes Bild verschaffen würde. "Na dann. Lasst uns in die Stadt." Gesagt, Getan. Nach wenigen Minuten waren wir mit meinem Porsche auf dem Weg in die Stadt. Bella zeigte uns ein paar neue Läden, die wir aber schon aus Amerika kannten. Daher setzten wir uns nach einiger Zeit in unser altes Lieblings Café und redeten über alte Zeiten.

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