"Freedom is the length of a rope, God wants you to hang yourselves with it."
-Castiel Supernatural
Ich wache auf.
Es ist ein besonderer Tag.
Ein Tag der der Familie und den Liebsten gehört.
Der erste Weihnachtstag.
Vielleicht mein letztes Weihnachten, wenn ich es überdenke, was alles schief gehen kann, ist das sehr wahrscheinlich.
Aber die Sache mit dem Ende ist, das man nicht daran denken darf, ich will nicht das dieses Weihnachten besonderer wird als eins der anderen, denn dann wüsste ich das etwas nicht stimmt. Es soll ganz ruhig und normal sein, nicht irgendwie komisch angeschaut.
Ich stehe langsam auf und ziehe mich hübsch an, wie jedes Weihnachten, gleich werde ich zum Frühstück gehen, danach werden wir unsere Geschenke öffnen und heute Abend werden wir auf eine Feier gehen.
Alles ganz normal.
Marry McTaylor las zum geführt hundertsten Mal den Brief durch, den Draco Malfoy ihr gestern gegeben hatte. Er war von ihrer Tochter, ihrer einzigen Tochter.
Ihr Kind.
Das einzige was sie noch an ihren Mann erinnerte.
Das einzige Gute in ihrem Leben.
Liebe Mum,
Ich verzeihe dir, das du nicht da warst und ich urteile nicht mehr über das was du getan hast, denn auch ich habe schlimme Fehler gemacht und anderen weh getan.
Aber dennoch glaube ich fest daran das wir auch jetzt noch Dinge ändern können und einen Kurs wählen können für unsere Handlungen.
Ich wollte dir einmal wenigstens sagen, das ich mich meine ganze Kindheit nach dir gesehnt habe und dich kennen wollte.
Egal was Oma gesagt hat, schon immer wollte ich dich nur kennen. Das hat sich nicht geändert und egal wie aufgewühlt ich bei unserer Begegnung war.
Ich weis inzwischen das du mich wirklich liebst und auch du mich nur kennen wolltest.
Es tut mir leid das unsere Leben sich nie überschnitten haben.
In liebe, deine Tochter Elisabeth Marry McTaylor!
Marry weinte, denn nie hatte sie so liebe Dinge gelesen.
Tränen fielen auf den Brief.
Ihre Tochter hatte Recht etwas ändern zu wollen, aber für sie selbst war es zu spät.
Wie sollte sie selbst noch etwas ändern?
Gar nicht
War wahrscheinlich die Antwort.
Aber irgendwie musste sie ihrer Tochter helfen. Ihrem einzigen Kind, der einzigen Erinnerung an ihren Mann.
Warum hatte sie sich so gegen Sie gewandt ? Sie hätte bei ihr sein können, aber lieber war sie ins Gefängnis gegangen. Eine Mutter sollte niemals so stolz sein, das sie einfach weg ging und ihr Kind zurück ließ.
Draco
Es schneite, immer und immer weiter.
Es ist früh, es schlafen alle und selbst wenn es anders wäre, hier im Haus gäbe es sowieso keine Weihnatsstimmung. Die gibt's erst heute Abend, bei Zabinian und seiner Mutter, besser ihrem neuen Mann, hab leider vergessen der wievielte.
Wenn ich das so bedenke, ist das auch nicht so weihnachtlich. Wahrscheinlich ist nichts mehr weihnachtlich, als ob Gott unsere Welt verlassen hätte oder das Interesse verloren und nun das Böse sich austoben kann.
Vielleicht war hier auch nie eine höhere Macht.
Warum sonst sollten jeden Tag Menschen sterben? Wenn Gott oder wer auch immer nicht will das Leben vergeht, warum werden Menschen wie Lizi sonst so krank, das sie sich zu Tode hungern oder warum ist Mum dann so traurig?
Elizabeth glaubt immer noch, das sie irgendwann noch den Kurs ändern kann. Sie hat es gesagt, gestern Abend noch.
"Eigene Entscheidung haben uns hier her gebracht. Sag jetzt nicht das dir nichts anderes übrig geblieben ist. Jeder von uns hätte sich Hilfe holen können und den Kopf her halten, für das richtige.
Aber das haben wir nicht und deshalb müssen wir jetzt weiter Entscheidungen treffen und wir können damit immer noch etwas bewirken."
Wahrscheinlich hat ihr die Therapie in der Klinik den Kopfhörer verdreht.
Oder ihr Selbstmord hätte ihre Lösung sein sollen, um eine Entscheidung rückgängig zu machen.
An wenn hätte ich mich wenden sollen?
Dumbledore?
Sicher nicht!
Die Familie ist alles was zählt. Nichts anderes ist da, auf das man sich verlassen kann.
Lizi
"Liz bist du gleich fertig und kannst mir die Haare machen?" Daphne steht vor meiner Zimmertür und ich werfe einen letzten, verzweifelten Blick in den Spiegel.
Das Mädchen im Spiegel trägt ein knielanges, schwarzes Kleid mit Ärmeln aus Spize. Das Mädchen wiegte 110lbs, das sind fast 55kg. Ich war nie so gut mit Zahlen, aber das Mädchen war es auf einmal. Und egal wie oft ich mit Dr Grey rede, das Mädchen wird immer die Zahlen, das Essen und die Schande im Hinterkopf behalten.
Meine ̶d̶̶ü̶̶n̶̶n̶̶e̶̶n̶ Beine stecken in einer Strumpfhose und ich trage hohe, schwarze Schuhe. Mama fand das Outfit elegant, wenn ich es so ansehe hat es etwas von einer noblen Beerdigung, nicht von Weihnachten.
"Komm rein." Rufe ich und Daphne betritt mein Zimmer.
Ich mache ihr die Haare, denn ich bin eine gute ̶s̶̶c̶̶h̶̶w̶̶e̶̶s̶̶t̶̶e̶̶r̶. Daphne sieht schön aus, ganz in grüner Seide und mit schönen blonden Haaren.
Sie ist perfekt, nicht wie ich.
Drei Stunden später stehe ich am Rand eines großen Salons und schlürfe vorsichtig an einem Cocktail. Meine ̶m̶̶u̶̶t̶̶t̶̶e̶̶r̶ hat ihn mir in die Hand gedrückt und ich erst bei Draco abgestellt, der aber noch weniger in Weihnachtsstümmung ist als ich.
So ein Mist.
Er hat mir bereits etwas in die Hand gedrückt, ein winziges Päckchen, was nun in meiner Handtasche liegt, damit ich es später in Ruhe öffnen kann.
Blaise tanzt mit Daphne.
Sie sieht glücklich aus.
Ist es das wert?
Ist mein Schmerz das alles wert?
Das Glück meiner ̶f̶̶a̶̶m̶̶i̶̶l̶̶i̶̶e̶.
Draco kommt wieder, er hat offenbar ein paar Cocktails mehr intus. Er legt einen schweren Arm um mich.
"Schön oder? Glückliche Weihnachten für deine Familie, dank unserer Entscheidungen."
Was will er? Ich bin verwirrt.
"Ach nein, du hättest dich ja schon fast dagegen entschieden, du wolltest ja einen billigen Ausweg!"
Bekomme ich gerade wirklich meine Selbstmordversuch vorgeworfen?
Ganz ernsthaft?
Er ist betrunken, also sage ich nichts. Ich bin still, wie ein Vulkan im Meer, aber unter der Oberfläche bin ich am brodeln. Fast am überlaufen. Ich ̶h̶̶a̶̶s̶̶s̶̶e̶̶ ̶ihn in diesem Moment, aber ich kippe nur den Cocktail runter und gehe zum Buffet. Und ich tue etwas was ich schon lange nicht mehr getan habe, ich gewinne Kontrolle.
Ich esse und esse und dann schleiche ich mich fort, um zu kotzen.
Ja genau, das brave Mädchen, was sich so gut erholt hat und so schön zugenommen hat, fängt wieder an.
Aber wie sonst soll das hier sonst überstanden werden?
Hat Draco vielleicht recht und ich wollte nur einen Ausweg finden? Ohne weiter darüber nach zu denken, was die Konsequenzen sind? War ich wirklich so ein selbstsüchtiger Mensch? Aber habe ich nicht schon so viel gegeben?
Ich muss Dr Grey sehen, denke ich als ich nach Hause komme, ohne mich von Draco verabschiedet zu haben.
Ich öffne das Geschenk von ihm nicht.
Nicht heute.
Nach langer Zeit wieder ein Kapitel. Bitte Rückmeldungen wie euch die durchgestrichenen Wörter als Kunstgriff gefallen? Dann bearbeite ich einige andere Kapitel nochmal.
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Slytherin Hearts
FanfictionLizi McTaylor ist die Tochter zweier Todesser und lebt bei ihrer Großmutter , die sie jeden Tag spüren lässt was sie davon hält, es wird immer grässlicher und unaufhaltsamer für Lizi, als sie nach Slytherin kommt, in der Schule geht es ihr zwar gut...
