Kapitel 23

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Es regnete schon den ganzen Tag in Strömen und das schlechte Wetter übertrug sich auf meine Laune

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Es regnete schon den ganzen Tag in Strömen und das schlechte Wetter übertrug sich auf meine Laune. So sehr ich Regen auch liebte, machte er mich gerade wahnsinnig. Wie sehr wäre ich jetzt gerne draussen im Wald um dem Regen zuzuhören wie er auf die Blätter hinabprasselte.

Liz erzählte mir gestern irgend etwas von einer OP, um mein Bein wieder in Ordnung zu kriegen. Das Schlimme daran war nur das ich die Prozedur bei vollem Bewusstsein ertragen musste. Der Gedanke daran liess mich erschaudern.

Als hätte ich meine Gedanken laut ausgesprochen trat Liz in mein Zelt.

"Bereit?", fragte sie und versuchte zu lächeln, was ihr aber misslang.

Oh Gott.

Ich nickte tapfer und richtete meinen erschöpften Körper auf. Meine Haut war bleich und wurde von kaltem Schweiss begleitet.

Liz bereitete alles vor und trat anschliessend neben mein Bett.

Ein letzter fragender Blick ihrerseits und als ich erneut nickte, wand sie sich meinem Bein zu.

"Okay..", murmelte sie und atmete tief durch.

Mein Bein musste erneut gebrochen werden, da es falsch zusammengewachsen war und mir somit das Laufen verhinderte.

Ich schloss bereits meine Augen und machte mich auf den darauffolgenden Schmerz bereit.

"5...4...3...",ich biss mir auf die Zähne, als sie anfing runterzuzählen.

"...2...1..."

Durch einen immens lauten Knall und eine darauffolgende, unangemeldete Erschütterung, wie ein Erdbeben, wurde Liz mit voller Wucht nach vorne geschmissen und landete auf dem Boden. Das Beben war so stark, dass es mich sogar aus dem Bett katapultierte und ich ungünstig auf dem Boden aufkam.

Ich verzog mein Gesicht vor Schmerz und bemerkte, dass ein komischer Rauch in das Zelt trat. In meinen Ohren meldete sich ein nerviges Piepen.

"Schnell steh auf!", drängelte Liz, die sich unglaublich schnell von ihrem Sturz erholte und bereits wieder auf den Beinen stand.

Ja, Liz sehr witzig, dachte ich mir.

"Wir müssen hier sofort raus!", rief sie verzweifelt und griff nach meinem Arm.

Völlig überrumpelt von der Situation liess ich mich von ihr auf die Beine zerren.
Ganz bewusst belastete ich nur mein gesundes Bein.

Ich legte meinen Arm um Liz Schulter und verliess somit hinkend das Zelt. Jeder "Schritt" tat weh, doch ich gab mir Mühe mir nichts anmerken zu lassen.

Der Rauch war überall, nicht nur im Zelt sondern auch draussen. Das ganze Lager war getränkt in weissen, dicken Rauch.

Vereinzelte menschliche Gestalten, von denen man aber nur die Silhouette erkennen konnten rannten schreiend umher.

"Was ist hier bloss los?", fragte ich Liz, die verzweifelt nach jemandem Ausschau zu halten schien.

Sie konnte mir nicht antworten, da sie plötzlich einen Hustenanfall erlitt. Sie versuchte sich am Zelt irgendwie abzustützen, sank aber gleich zu Boden und ich hatte somit keinen besonders guten Stand mehr.

Sie hustete erneut und was darauffolgte erschreckte mich.

Ihr Husten verwandelte sich in ein würgen und sie musste kotzen. Das wäre ja nur halb so schlimm gewesen, wenn sie nicht Blut gekotzt hätte. Ja, ihr habt mich richtig verstanden. Blut.

Mehrmals musste sie würgen und die Menge an Blut die sie kotzte war definitiv nicht normal.

"Oh Gott...", murmelte ich mitleidig.

Liz wischte sich mit ihrem Ärmel das restliche Blut vom Gesicht und atmete heftig.

"Was ist das??", fragte ich hilflos.

"Gift.", flüsterte sie und starrte geschockt auf den Boden.

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Jeremy's P.O.V

Ich tat genau das was man von mir verlangte. Ich war bereits einige Kilometer von meinem Trupp entfernt und ging immer tiefer in den Wald hinein.

Innerlich betete ich, dass ich diese Nacht heil überstehen würde und niemandem begegne. Es war noch lange nicht dunkel, aber ich wollte mir so lange es noch hell war ein geeignetes Versteck suchen. Niemand von meiner Gruppe bekam mit wie ich das Lager verliess.

Ein lauter Knall ertönte und aus Reflex schmiss ich mich direkt auf den Boden.

Eine Weile ruhte ich dort und lauschte.

Ich hörte nichts ausser meinen eigenen, rasenden Herzschlag.

Minuten vergingen und erst als ich mir ganz sicher war, dass ich keiner Gefahr ausgeliefert war, richte ich mich ganz langsam auf.

Ohne einen Blick nach hinten zu werfen, lief ich weiter.

Je weiter ich lief, desto mehr hatte ich das Gefühl beobachtet zu werden.

Meine Schritte beschleunigten sich und ab und zu blickte ich über meine Schulter, aber nichts war zu sehen.

"Hab ich doch gewusst, dass du kommen wirst.", ertönte eine tiefe Stimme, die mir einen Schauder über den Rücken laufen liess.






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