Als ich aufwachte war es noch dunkel. Nachdem ich meine Augen vor Müdigkeit öffnen konnte, sah ich mich um. Ich stellte fest, dass ich alleine in Aiden's Bett lag. Er war nicht mehr neben mir.
Egal wie spät und müde ich gerade war, ohne ihn wollte oder konnte ich in diesem Moment nicht schlafen. Ich zog die Decke über meine nackten Brüste und setzte mich auf. Die Bilder des gestrigen Tages und der Nacht durchliefen meinen Kopf.
Ich könnte mir selber eine Ohrfeige dafür verpassen, was ich letzte Nacht mit Aiden erneut angestellt hatte. Wieso war ich nur so leicht klein zu kriegen?
Vielleicht lag es am Alkohol, den ich wieder in seiner Gegenwart getrunken hatte. Aber was, wenn er mich einfach nur dazu fähig machte, dass zu tun, was ich innerlich so sehr wollte?
Ich hatte oft genug erwähnt, und mir, sowie ihm, dann auch eingestanden, dass ich Gefühle für ihn hatte, dass mir seine Anwesenheit, seine Gegenwart fehlte, dass mir seine Küsse und Berührungen fehlten. Dass er mir fehlte...
Ich stand auf, zog meinen Slip an, nahm eines seiner Tshirt's aus seinem Schrank, warf es mir über den Kopf und öffnete die Zimmertür. Das Licht unten im Wohnzimmer erleuchtete den ganzen Flur, bis nach oben, und leise hörte ich wie sich zwei Männer unterhielten.
Aiden und James. ,,Ich habe dir geglaubt, und sie auch, aber was du hier abziehst ist wirklich krank, Aiden!", sagte James wütend. Ich erlaubte mir bis zum Gitter der Treppe zu gehen, vielleicht würde ich sie sehen.
Und richtig, sie standen mitten im Wohnzimmer, beide eine Bierflasche in der Hand, und unterhielten sich lautstark. ,,Sei still. Erstens, weil es dich nichts angeht, und zweitens, weil ich nicht will das Riley irgendwas davon mitbekommt", zischte Aiden genauso wütend.
Wieso wollte er nicht dass ich ihr Gespräch mitbekam? Worum ging es, dass das was Aiden abzog, krank war? Mein Kopf brummte, vom restlichen Alkohol und den unzählbaren Gedanken und Fragen, welche alle auf Mal erhört werden wollten.
,,Hör mal zu, ich weiß dass du mir echt aus der Scheiße geholfen hast, und es geht mich eigentlich auch überhaupt nichts an, aber Riley ist ein verdammt tolles Mädchen und hat sowas nicht verdient! Ich mag Victoria auch nicht sonderlich, aber sie hat es genauso wenig verdient verarscht zu werden!"
Ich geriet ins Schwanken. Was zur Hölle faselte James da nur? Mir war auf einmal so schwindelig, dass ich, bevor ich die Treppe runter fiel, mich an einem Regal im Flur festhielt. Leider fiel etwas hinunter, sofort bemerkten die beiden mich.
Aiden rannte die Treppe hinauf und sah mich auf dem Fußboden mitten im oberen Flur liegen. James folgte ihm natürlich. ,,Was machst du denn hier?", fuhr er mich, klang aber trotzdem etwas besorgt.
,,Was ich hier tue?!" Aiden half mir auf die Beine, doch sobald ich stand riss ich meine Hand von ihm. ,,Was ist denn los?", er tat so als wüsste er von nichts, als hätte er gerade nicht mit Aiden gesprochen, doch er wusste ganz genau was ich meinte, und ihm war klar dass ich sie belauscht hatte.
Er müsste mir peinlich sein, da ich Leute sonst wirklich nie belauschen würde, es ist mir unangenehm, aber diesmal wollte ich die Wahrheit hören. Und wenn Aiden sie mir nicht verraten würde, müsste ich sie eben von James erfahren.
,,Ich habe euch gehört! Was für ein Spiel spielst du?", wütend fuchtelte ich mit meinen Händen in der Luft herum. Dass ich nur ein Shirt und einen Slip trug vergaß ich dabei. ,,Ich weiß nicht was du meinst, Riley. Leg dich am besten wieder schlafen, es ist erst vier Uhr."
Aiden wollte mich an meiner Schulter nehmen und ins Schlafzimmer bringen, doch ich wich ihm aus. ,,James?", ich wand mich nun an ihn. Aus Aiden würde ich sowieso nicht rausbekommen außer mehr Lügen.
DU LIEST GERADE
Uncover my "Lush Life"
Teen FictionRiley Banner ist 21 Jahre alt und wohnt noch bei ihrem alleinerziehenden und gewalttätigen Vater Mike in Australien. Ihre Mutter ist als sie sechs Jahre alt war, mit ihrem neuen Lover nach Südamerika gezogen und hat seid her kaum noch Kontakt zu ihn...
