Meribear

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What the Hell? Was tut sie da?!

Zu mehr als diesem Gedanken war Jack nicht fähig, als er sah, wie Merida ihr Oberteil abstriff und aus den Schuhen schlüpfte.

Hicks, Rapunzel und Astrid, die in einem sicheren Versteck dem Ganzen zuguckten, schienen exakt das Selbe zu denken.
Hicks Wangen wurden augenblicklich rot, als er Meridas nackten Rücken sah, und das entging Astrid nicht. 

"Hey! Starr sie gefälligst nicht so an", zischte sie und schlug ihm mit der Faust gegen den Arm.
"AU-hmpf!", sein Schrei wurde durch Rapunzels Hand gedämpft.
"Ruhe, du Idiot, sie hören uns sonst noch", zischte sie.

"Hast du das gehört?", fragte Merida tatsächlich und sah über die Schulter in die Richtung, aus der das Geräusch kam.
"Sorry, was? Ich war damit beschäftigt deine nackte Haut anzustarren", erklärte Jack völlig perplex. 

Merida funkelte ihn an. "Halt den Mund, Frost, und starr mich nicht an!", sagte sie und schmiss ihm ihr Oberteil ins Gesicht.
"Also wenn wir es gleich tun, wird es nicht so gut, wenn ich nicht hingucken darf", grinste Jack und zog sich das Oberteil vom Gesicht.

Hm...das riecht irgendwie gut, dachte er sich, ehe er den Kopf schüttelte. Was denke ich da bloß?!

"Wenn die beiden gleich Sex haben werden, bin ich aber raus", sagte Astrid leise und bestimmt.
"Alsoo...", begann Hicks flüstern, was ihm eine Kopfnuss der blonden Slytherin bescherte.
"Und dich nehme ich mit, du Spanner", knurrte sie leise und hielt ihm dann eine Hand vor die Augen.

Jack hob gerade wieder den Kopf, als sich Merida ihres Rockes und der Leggins entledigt hatte. Sein Gesicht war röter als ihre Haare.
"So, ich zeige dir jetzt was, das du so noch nicht gesehen haben dürftest", erklärte sie und drehte sich um.
"Bist du dir da sicher?", fragte Jack und wackelte mit den Augenbrauen. Merida antwortete nicht mehr.

Jacks Überraschung war so groß, dass er nur noch einen lauten Schrei von sich gab, auf den Boden stürzte und an einen Stein rückte.
Merida, vorher noch ein wunderschönes, halb nacktes Mädchen, krümmte sich, ihre Knochen schienen zu brechen, ihr wuchs Fell am ganzen Körper und sie wurde immer größer.

Gebannt sahen Astrid, Rapunzel und Hicks aus sicherer Entfernung zu, während Jack sich an den Stein presste und seine Begleitung mit schockgeweiteten Augen anstarrte.
Von Merida war nichts mehr zu erkennen.

Die junge Gryffindor war ein riesengroßer Bär.

"M-m-merida?!", stammelte Jack panisch. Seine Stimme zitterte ein wenig. "Bitte....d-d-du wirst mir d-d-d-och nichts tun, o-oder?", fragte er leicht verzweifelt.
Merida knurrte und schritt auf ihren Rivalen zu.

Dann setzte sie sich vor ihm hin, stupfte sein Gesicht mit der Nase an und ginste.
"Also eigentlich sollte ich dich fressen für deine jahrelangen, blöden Spüche, aber du hast mich zum ersten Mal bei meinem Namen genannt, also veschone ich dich noch einmal", sagte der Bär.

Jacks Kinnlade fiel hinunter.
"Wow, du bist der erste Animagus, den ich kenne, der sprechen kann", sagte er erstaunt. Merida legte sich vor Jack hin und schielte zu ihm hoch.
"Ich sag doch, das ist cooler als deine Eiskräfte", Merida grinste.

"Wie machst du das, du bewegst deine Lippen gar nicht", stellte Jack fest. Er streckte seine Hand aus, zögerte kurz, aber dann legte er sie doch  auf ihr Fell.
Merida schloss genießerisch die Augen, als er sie streichelte.
"Telephatie. In dieser Form sind meine Gedanken laut", erklärte sie.
"Wow, cool... Dann musst du ja echt aufpassen, was du jetzt denkst", grinste er.
"Wieso? Dass du ein Idiot bist, sage ich ja auch laut", in Meridas Gedanken hörte man das Grinsen. Jack knuffte die Bärin sanft und schüttelte den Kopf amüsiert.

"So cool diese Form auch ist, kannst du dich zurück verwandeln?", fragte Jack lächelnd.
"Klar, aber dazu brauche ich meine Kleider und ich bewege mich außer Sichtweise", erklärte sie.
Jack hob verwirrt eine Braue. "Wieso das denn?", fragte er.
"Weil ich nackt sein werde, wenn ich mich zurück verwandele", erwiderte Merida, stieß Jack in die Seite, sodass er zur Seite stürzte und lachte.
"Ach, von mir aus kannst du dich auch hier zurückverwandeln", rief er ihr grinsend nach, aber sie ignorierte ihn.

Nach einiger Zeit kam Merida, angezogen und mir wildem Haar, aus dem Wald zurück und setzte sich neben Jack.
"So besser?", fragte sie amüsiert. Jack nickte.
"Du hast mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt...", murmelte er.
"HA! Du hast dir fast in die Hose gemacht, gib es doch zu", ärgerte die rothaarige Gryffindor ihr Date.

Dieser sagte nichts, lehnte sich bloß vor und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Merida wurde augenblicklich wieder ein wenig rot.
"Wa-", setzte sie an, aber Jack brachte sie zum schweigen.
"Sch...nicht reden",  nuschelte er. Sein Atem streifte ihre mit Sommersprossen gespickten Wangen, was ihr Herz noch schneller schlagen ließ. Und schließlich legte er seine Lippen ganz sachte auf ihre.

Meridas Herz schien einen Moment stehen zu bleiben. Jack Frost küsste sie. Jack, der Idiot, der sie seit ihrem ersten Schuljahr ständig auf den Arm nahm und sie ärgerte, wo er nur konnte. Jack, von dem sie glaubte, sie würden auf ewig Feinde bleiben.
Dieser Jack küsste sie. SIE!

Als er sich löste, konnte Merida wieder Luft holen. Sie hatte den Atem angehalten.
"Ich glaube ich mag dich ein bisschen mehr, als ursprünglich geplant", wisperte Jack leise und lehnte seine Stirn an ihre.

Merida blinzelte. "Aber...ich dachte, du wolltest beweisen, dass ich auf dich stehe", sagte sie völlig perplex.
Jack grinste. "Muss ich nicht, deine Röte sagt mir alles", grinste er und piekte ihr in die Wangen.

"Hmpf, lass das", quengelte das junge Mädchen.
"Aber wieso? Das macht Spaß", sein schiefes Grinsen breitete sich erneut auf seinem Gesicht aus.

"Du bist blöd, lass mich los", Meridas Gesicht war knallrot, sie guckte ihn beleidigt an und drückte Jack dann weg.
"Jaja, ist ja gut, du Königin der Selbstverleugnung", grinste Jack stand auf, wobei er Merida mit sich nach oben zog.

"Komm, es wird bald dunkel und wir müssen doch morgen fit sein für das Spiel, bei dem ich dich besiegen werde", prahlte Jack und ließ seine Brust anschwellen.
"Pah, als ob du das schaffen würdest. Ich bin besser im Tore werfen, als du im halten", sagte sie großprotzig und nahm ihren Besen zur Hand. Sie stieg auf und stieß sich vom Boden ab.

"Los, du lahme Ente, sonst besiege ich dich wieder", rief sie und streckte ihm die Zunge raus, dann lachte sie und flog los in Richtung Schloss.

"Hast du doch längst", flüsterte Jack lächelnd zu sich, bevor er ihr mit seinem Stab folgte.

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Hicks wurde rot, als Jack und Merida sich geküsst hatten. Dabei schielte er zu Astrid. Ihr Gesicht war auch leicht errötet.
Rapunzel verdrehte die Augen. Das zwischen den beiden war fast genau so offensichtlich, wie das zwischen Merida und Jack. 

Ob sie und Flynn auch jemals so zusammen sein würden, wie all ihre Freunde? Immerhin... hatte er sie auch schon auf ein Date gebeten..

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Ich hoffe, das Kapitel hat euch gefallen, auch wenn es ein wenig langweilig war.
Das nächste Kapitel wird spannender, ich werde so bald wie möglich ein neues hochladen.
Lasst mir gerne Feedback da, ihr Lieben, und vielen Dank fürs Lesen! ♥


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