Gefahr

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Das Spiel war vorbei. Nachdem Peter einen Millimeter vor Jim den goldenen Schnatz gefangen hatte, wurde Gryffindor der rechtmäßige Sieg anerkannt und die Teams und Zuschauer verließen das Stadion. 

Astrid begab sich in die Umkleideräume, um ihre Alltagssachen wieder anzuziehen. Ihre Gedanken hingen bei Merida. Irgendwie hatte sie sich seltsam verhalten. Sonst war sie nie so unkonzentriert beim Quidditch wie sie es heute war.

Nachdem sie ihren Besen zu den der anderen Slyherins gestellt hatte, verließ auch sie das Quidditchfeld und lief zurück zum Schloss.
Dort war helle Aufregung.

"Hast du das schon gehört? Der Junge aus Ravenclaw!"

"Es war schauerhaft, sowas habe ich noch nie gesehen!"

"Oh nein! Was, wenn uns sowas auch passiert?!"

Astrid runzelte die Stirn, als sie die wild durcheinander sprechenden Stimmen hörte. Jemand war versteinert worden?
Astrid hielt Tiana, eine Hufflepuff einen Jahrgang über ihr, am Arm fest.
"Was ist passiert?", fragte sie sie.
"Ein Junge aus Ravenclaw, beim Klo der Maulenden Myrte!", sie war so aufgeregt, dass sie nur Bruchstücke von sich gab. Ihre vor Angst geweiteten Augen sagten sehr viel.

Astrids Herz blieb fast stehen. Ravenclaw. Es breitete sich ein bitterer Geschmack in ihrem Mund aus.

Ohne ein weiteres Wort ließ sie den Arm ihrer Mitschülerin los, rannte die Treppe hinauf, in Richtung Mädchentoilette. Und tatsächlich.

Vor dem Eingang stand eine riesige Menschenmege. Alle laberten wild durcheinander. Eine Gestalt mit langem, blonden Haar löste sich aus der Masse. Punzie. In ihren Augen waren Panik, Verzweiflung und sogar Tränen zu sehen. 

"Astrid! Du...du...das solltest du nicht sehen!", stammelte sie und versuchte die Slytherin von der Menge wegzudrängen. Sie dachte gar nicht daran, sondern stieß Rapunzel weg und kämpfte sich durch die Ansammlung von lauten Menschen.

Als sie schließlich ganz vorne angekommen war, erkannte sie, weshalb sie lieber hätte wegbleiben sollen. Ihre Augen füllten sich mit Tränen, sie bekam kaum noch Luft.

Hicks.

Er stand da, komplett aus Stein, die Arme schützend vor sein Gesicht gehalten. Trotzdem konnte man seine schreckgeweiteten Augen erkennen.


"Nein...", ihre Stimme war nur noch ganz leise, sie bewegte sich wie gelähmt. Als ihre Hand die Wange von Hicks berührte, erschauderte sie.
Eiskalt.

Auch Merida stieß dazu, gefolgt von Jack, Flynn und Mulan. Sie hörte nicht, was sie taten, doch sie konnte sich denken, dass Merida genau so reagiert hatte, wie sie. Immerhin war er ihr bester Freund. Und sie kannte ihn schon ewig.

Die Lehrer stürmten den Gang, schickten alle Schüler in ihre Gemeinschaftsräume. Bewegungsunfähig stand Astrid weiter da, starrte ihren versteinerten Mitschüler an und rührte sich nicht. Rapunzel tippte Flynn an und deutete auf ihre Freundin. Er verstand sofort.

Er zog sie am Arm. Als sie sich nicht rührte, hob er sie einfach im Brautstil hoch und trug die nun schluchzende Slytherin in Richtung Keller zu ihrem Gemeinschaftsraum. Flynn warf Rapunzel noch ein entschuldigendes Lächeln zu, küsste ihre Wange und verschwand dann.

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Jack und Merida rannten mit Flynn und Mulan die Gänge entlang. Rapunzel hatte ihnen Bescheid gesagt, nachdem Astrid sie von sich gestoßen hatte. Ohne zu zögern waren sie der blonden Ravenclaw gefolgt.

That's HogwartsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt