Angriff

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Jacks Hand zitterte. Seinen Zauberstab hatte er fest umklammert. Es war bald soweit. Bald würden die Anhänger von Pitch hier auftauchen und versuchen, das Schloss einzunehmen. Zwar hatten die Fünftklässler mithilfe von Professor Tooth die ganzen Türen magisch verschlossen und die Sechstklässler hatten mit den Siebtklässlern Schutzzauber ausgesprochen, allerdings bezweifelte Frost, dass das einen ehemaligen Hogwartslehrer aufhalten würde.

"Hey, Bro, du wirkst nervös."
"Bin ich auch", gestand Jack Hicks, der neben ihm aufgetaucht war. Im Schlepptau hatte er seine feste Freundin Astrid, Vaiana, Rapunzel, Flynn, Aladdin und Mulan.
"Zieh nicht so ein Gesicht, du Memme. Wir kriegen das schon hin", meinte Astrid hart und zog eine Augenbraue nach oben.

Frost funkelte seine Mitschülerin an. "Halt die Klappe. Ich mache mir Sorgen um Merida!"
"Hör mal, wenn sie nicht wäre, wüssten wir gar nichts von diesem Angriff. Irgendwie musst du zu ihr durchgedrungen sein...", sagte Al.
"Wie durchgedrungen?", fragte Rapunzel perplex.
"Er war heute Nacht bei ihr und hat versucht, sie zurückzuholen", erzählte Al.
"DU HAST WAS?", kreischten Punzie und Astrid gleichzeitig, was Hicks und Flynn dazu veranlasste, sich die Ohren zuzuhalten.

Vaiana musste leise kichern. "Beruhigt euch doch mal, es ist ihm ja nichts passiert", murmelte Mulan, die Augen genervt verdrehend.

Plötzlich hörten sie, wie etwas Großes, Schweres mit einem dumpfen, aber lauten Ton gegen das Haupttor geschleudert wurde. Alle zuckten zusammen und rückten dabei näher an einander heran.

"Warum nochmal sind wir genau in der ersten Reihe?", fragte Hicks geängstigt.
"Weil Jack sich unbedingt für die verdammte Eingangshalle hatte melden müssen", zischte Vaiana zurück.

Alle standen nun da, in zwei Reihen aufgestellt und die Zauberstäbe gezückt.
"Wir schaffen das", murmelte Astrid.
GONG.

"Gemeinsam", fügte Punzie hinzu.

GONG.

"Für Hogwarts!", riefen Mulan und Al gleichermaßen aus.

GONG.

"Für Merida", wisperte Jack zu sich selbst.

KNACK!

Die Tür brach auf und eine Gruppe schwarz gekleideter Personen, allen voran Pitch, betrat die Eingangshalle.

"Wie zauberhaft, ein Begrüßungskomitee!", säuselte Pitch und machte eine ausladene Armbewegung.

"Wie es aussieht, ist deine Nachricht angekommen, meine geliebte Tochter", zischte er nun und trat einen Schritt zur Seite.

Merida stand dort, die Hände auf dem Rücken gefesselt und von Hans und Randall festgehalten. Pitch warf ihr einen funkelnden Blick zu.

"Von meiner eigenen Tochter verraten, wegen ein paar dreckiger Gören." Die Verbitterung in seiner Stimme war deutlich herauszuhören.

"Tja, du bist wohl doch nicht so mächtig, was?", warf ihm Astrid an den Kopf. Ihr loses Mundwerk war dem ehemaligen Professor schon immer ein Dorn im Auge gewesen. Jetzt würde er sich an ihr rächen.

"CRUCIO", schrie er. Ein roter Lichtblitz traf Astrid, die schreiend auf dem Boden zusammensackte.
"NEIN!", schrie Merida und versuchte sich Hans und Randall loszureißen, doch es misslang. DIe anderen wollten ihrer Freundin zu Hilfe eilen, doch Pitchs Anhänger griffen sie an, bevor sie den Mund aufmachen konnten.

"DU hältst schön den Mund, klar? Hättest du das Pack nicht gewarnt, hätte das hier viel schneller und schmerzloser ausgehen können", fauchte Pitch Merida an,  nachdem er von Astrid abgelassen hatte.

"Das glaubst du doch selbst nicht", knurrte Merida zurück. Ihr Gesicht war von Wut verzerrt, ihre Augen hatten wieder vollständig das Aquamarinblau angenommen.

Pitch griff mit seinen langen Fingern nach Meridas Kinn und riss ihren Kopf nach oben.
"Du wirst noch bereuen, dich mir widersetzt zu haben, mein Töchterchen. Sieh zu, wie deine Freunde,einer nach dem anderen, leiden und dann sterben werden", sagte ihr Vater dunkel und stieß sie dann wieder von sich.

"Crucio!", der Lichtblitz traf dieses Mal Flynn, der sich vor Rapunzel geworfen hatte.
"EUGENE!", schrie die blonde Ravenclaw und stürzte zu ihrem Freund, der sich auf dem Boden vor Schmerzen krümmte.

"CRUCIO!", nacheinander fingen alle an, vor Schmerzen jämmerlich zu schreien und sich zu winden.

"AUFHÖREN!", brüllte Merida. Ihre Augen hatten sich mit Tränen gefüllt, die ungehindert über ihre Wangen flossen.

Hans versetzte ihr einen Schlag ins Gesicht, sodass sie zu Boden sackte. "Halt dein Maul, Verräterin!"

"Bastard, lass sie in Ruhe!", presste Jack wütend hervor und ließ einen Zauber auf den Schänder los.

Dieser wehrte ihn aber ab und entwaffnete Jack mit "Expelliarmus."

"Oh, er sorgt sich also immer noch um dich, was?", gab Pitch gespielt erstaunt von sich. "Kein Wunder, so hübsch wie du bist..." Er packte den Slytherin am Hals und hob ihn in die Luft.

"Und? Sorgst du dich auch so um ihn?", er warf einen Blick auf das rothaarige Mädchen. Sie hockte auf dem Boden, starrte Jack mit geweiteten Augen an. Sie wagte sich kaum zu atmen.
"Oh, du tust es! Dann wird es mir ein Vergnügen sein, ihn vor deinen Augen zu töten. Vielleicht lernst du dann ja deine Lektion!", höhnte Pitch.

Er ließ den Jungen wieder zu Boden fallen. Röchelnd rieb der sich seine Kehle und sah mit einem furchtverzerrten Gesichtsausdruck zu seinem Henker hinauf.

"Avada-"

"NEEEEEEIN!"

Das Seil riss, Merida packte Randall am Arm und schleuderte ihn gegen Hans, von dem sie sich noch Jacks Zauberstab schnappte.

"Expulso!"


That's HogwartsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt