"Hicks, verdammt! Ich bin nicht so schnell!", rief Rapunzel ihm hinterher. Die Ravenclaw verstand sowieso nicht, wieso sie bei Minus 10 Grad mit dem Besen unbedingt reisen mussten, wenn der Zug doch so schön kuschelig warm war.
"Leg mal einen Zacken zu, Blondie! Immerhin haben wir deinetwegen den Zug überhaupt verpasst!", rief ihr Eugene grinsend hinterher. Sie alle waren in dicke Mäntel gepackt, mit Ohrschützer, Mützen und Schals ausgerüstet und waren auf dem Weg nach Borham, um Merida zu besuchen. Elinor hatte all ihre Freunde zum Weihnachtsfest in ihrem großen Anwesen eingelasen. Da Hicks' Vater eh immer auf Geschäftsreise war, genau wie Rapunzels Eltern, hatten die beiden keine bessere Bleibe, als das große Haus der DunBrochs. Jack, der so oder so eine Waise war, kam ungefragt einfach auch mit und Astrid wollte ihrer verkorksen Familie einfach ein wenig fern bleiben.
"Hätte Vaiana mich nicht aufgehalten, hätte ich gar nicht so lange gebraucht! Ihr wisst genau, dass ich nicht so gut im Fliegen bin!", jammerte die Blondine und da hatte sie nicht einmal unrecht. Den Flugunterricht in der ersten Klasse hatte sie nur mit Ach und Krach bestanden und Quidditch spielte sie eigentlich nur privat, wenn sie mit Hicks zusammen hinter ihrem Haus das große Feld nutzten. Eigentlich tat sie es auch viel eher, um ihrem besten Freund beim trainieren zu helfen, auch wenn sie nicht wusste, warum sie so unbedingt hilfreich war beim üben eines Spieles, welches sie nicht einmal beherrschte.Jack ließ sich ein wenig zurück fallen. Er hockte auf seinem Stab. Nicht einmal festhalten musste er sich, dieser verdammte Cheater. "Meinst du echt, es ist okay, dass ich mich selbst einlade?", fragte der Slytherin sie. Rapunzel zuckte die Schultern. Wirklich auf ein Gespräch konnte sie sich eigentlich nicht konzentrieren, denn sie war damit beschäftigt, nicht vom Besen zu fallen.
"Ich weiß es nicht!", versuchte sie dann doch ein wenig zu sprechen. "Aber was willst du machen? Immerhin wird sie dir in der Schule sicher weiter aus dem Weg gehen und sonst kannst du sie ja kaum erwischen.. wenn du dich mit ihr vertragen willst, dann musst du wohl oder übel auf Konfrontationskurs gehen", sagte die Blondine, mühsam das Gleichgewicht haltend.Astrid grinste in ihren Schal rein. "Ich bin mal gespannt, wie die Killergryffindor so reagieren wird, wenn du auftauchst. Ich wünschte, ich könnte das festhalten!", sagte sie amüsiert. "Ich habe eine Kamera dabei!", sagte Hicks dann schmunzelnd, woraufhin er von Astrid einen fragenden Gesichtsausdruck erntete. "Was? Aber die Dinger sind doch mega groß!", sagte sie erstaunt. Hicks schüttelte amüsiert den Kopf. "Nein nein, ich meine eine von den Muggeln. Die sind klein und wenn man Fotos macht, dann bewegen sie sich danach nicht. Nur wenn man filmt", erzählte er seiner Freundin. Immer noch sah sie ihn fragend an. Sie kannte Kameras nur mit dem riesigen Blitzdings oben dran, denn moderneres gab es in der Zaubererwelt nicht.
"Ich zeig es dir dann", vereinfachte Hicks das Thema dann schließlich und deutete mit seiner, in einen Handschuh gehüllten Hand auf ein großes Haus."Das ist es", rief er den anderen zu. Das Anwesen war mit wunderhübschen Lichtern geschmückt und die riesige Tanne, die im Garten stand, war von oben bis unten vollgehängt mit funkelnden kleinen Kugeln und Schleifen.
"Himmel, die haben aber viel gemacht", sagte Eugene mit großen Augen. Er kannte das nicht als Waise, wie Jack es war. In seinem Waisenhaus wurde nie besonders viel gemacht, was er auch sehr sehr traurig fand. Doch das hier... es sau beinahe aus wie im Märchen.Mehr oder weniger elegant landeten alle im Vorgarten. Rapunzel legte sich zwar fast lang hin, doch dank ihres Freundes Eugene konnte sie sich gerade noch so auf den Beinen halten. "Hoffnungslos", murmelte Astrid amüsiert, während Hicks den großen Türklopfer bereits bediente und laut scheppernd ankündigte, dass die Gäste nun da seien.
"Halt den Mund. Es ist schwerer mit Balast zu fliegen!", schmollte die Ravenclaw und drehte beleidigt den Kopf weg. Lange hielt ihre schlechte Laune aber nicht an, denn der Slyhterin, der einen Arm um sie gelegt hatte, gab ihr frech einen Kuss auf die Stirn."Sucht euch ein Zimmer", kam es dann von der Tür, die sich quietschend öffnete. Ein feuerroter Lockenkopf erschien, in ihrem Gesicht hatte sie ein breites Grinsen. "MERIDA!", riefen alle auf einmal aus und Hicks, der ihr ja auch am nächsten war, nahm seine beste Freundin sofort fest in die Arme. Er hatte ja auch am wenigsten von ihr gehabt, denn kaum war er von seiner Versteinerung gelöst worden, war sie ja auch schon verschwunden. Merida schlang ihre Arme fest um den Ravenclaw. Sie konnte gar nicht sagen, wie sehr sie ihn vermisst hatte.
"Kommt rein, es ist ja eiskalt!", sagte die Schottin dann lächelnd und machte den Weg frei, nachdem sie sich von Hicks gelöst hatte. Dennoch nahm sich keiner, sie vor dem Eintreten noch einml kräftig zu umarmen. Als Jack dann aber vor ihr stand, sah sie ihn mit großen Augen an.
"Ich... wusste nicht, dass du kommen würdest!", sagte sie auf einmal merkwürdig heiser.
"Ich auch nicht, aber... ich wollte dich sehen", versuchte Jack anzufangen. "Hör zu... ich weiß, ich habe dich verletzt und ich habe dich im Stich gelassen. Das tut mir auch alles unglaublich Leid, das kann ich nicht wieder gut machen, aber-", da wurde er schon unterbrochen, denn die Gryffindor fiel ihm um den Hals. So fest sie nur konnte, nahm sie ihn in den Arm, presste sich an ihn und vergrub ihr Gesicht in seinem Schal, den er um den Hals trug.
"Mir egal. Hauptsache, du bist da!", murmelte sie nur._______________
Das Kapitel kam jetzt ein wenig früher, weil ich morgen viel zu tun habe. Ich hoffe, es gefällt euch. Lasst gerne ein Kommentar und eine Stimme da, danke :*
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That's Hogwarts
FanfictionEs ist Meridas fünftes Schuljahr und es kommen Probleme auf sie zu. Nicht nur, dass Nervensäge Jack Frost, der dem rothaarigen Gryffindormädchen seit dem ersten Tag auf den Geist geht, die wilde Gryffindor immer wieder in Verlegenheit bringen muss...