Ein ohrenbetäubender Knall ertönte, ehe die versammelten Leute schließlich von einer riesigen Druckwelle durch den Raum geschleudert wurden und Rauch die Eingangshalle füllte.
Jack stieß hart mit dem Rücken gegen die Stufen. Stöhnend versuchte er sich aufzurappeln.
Orientierunglos sah er sich um. Seine Sicht war verschwommen, ein langezogener fiepender Ton penetrierte seine Ohren und sein ganzer Körper schmerzte. Ihm kam es wie eine Ewigkeit vor, dass er wieder erkennen konnte, wo er nun war und vor allem wo seine Freunde sich befanden. Es schien sich alles in Zeitlupe zu bewegen, als sich Jacks Kopf träge erhob und seinen nun langsam schärfer werdenden Blick durch den Raum schweifen ließ.
Der Rauch verflog allmählich, um Jack herum regten sich nun die anderen. Sein Atem stockte, als er Pitch fast direkt neben sich liegen sah, den Zauberstab sah er vor seinen Füßen. Da er ja gerade keinen hatte, griff er sich Pitches und versuchte dann so schnell wie möglich von dem ehemaligen Professor wegzukommen.
Noch viel mehr hielt Jack allerdings den Atem an, als aus den Rauchschwaden mit unheilvollem Blick und bedrohlichem Gang Merida auftauchte. Ihre Augen glühten vor Zorn, ihre Knöchel waren weiß geworden, so fest umklammerte sie ihren Zauberstab.
"Ob es dir auch eine Lektion sein wird, wenn ich dir das Selbe antue, wie du meinen Freunden?"
Jack erkannte Merida kaum wieder. Ihre Stimme war so unheimlich tief und wutverzerrt, dass ihm ein Schauer über den Rücken lief. Sie war blass im Gesicht und ihre Augenringe wirkten dadurch nur noch dunkler und unheilvoller. Das Ganze wurde nicht besser durch ihr wildes Haar, welches ihr, wie immer eigentlich, unbändig ins Gesicht viel. Ihr gesamter Körper drückte Bedrohung aus. So, wie er sie jetzt gerade sah, war es für Jack ein leichtes zu glauben, dass Pitch Black und die lebhafte, wilde und vorlaute Merida aus ein und derselben Familie stammten.
Sogar Pitch schien bei der Erscheinung der Gryffindor das Blut in den Adern zu gefrieren. Suchend tastete er nach seinem Zauberstab, den Jack fest umklammert hielt. Er hatte gar nicht mitbekommen, dass der Slytherin ihm diesen einfach weggenommen hatte.
"Merida... bitte... sei vernünftig!", versuchte er panisch auf seine Tochter einzureden. Doch sie hob gnadenlos Jacks Zauberstab in die Höhe, zeigte damit auf ihn, bereit einen der unverzeihlichen Flüche auf ihren eigenen Vater loszulassen....Doch da fühlte sie eine kalte Hand auf der ihren. Erstaunt schaute Merida zur Seite und blickte einem paar eisblauer Augen entgegen. Jack drückte langsam ihren Arm nach unten und schüttelte den Kopf.
"Nicht so, Mer... nicht so", sagte er leise.Merida schluckte. Auf einmal hatte sie einen riesigen Kloß im Hals, kaum hatte sie ihrem einzigen Rivalen in die Augen gesehen. Ihre füllten sich derweil wieder mit Tränen, die ungehindert über ihre runden, sommersprossenbedeckten Wangen liefen.
Schließlich aber fiel sie ihm um den Hals, presste sich eng an den Eisprinzen und weinte bitterlich an sein Shirt.
Diese kurze Ablenkung ausnutzend stürzte sich Pitch auf seine Kumpanen und packte zwei von ihnen am Kragen. "Das ist noch nicht vorbei!", brüllte er wütend und richtete dann seinen Blick auf die komplett verheulte Merida. "Und du wirst mir den heutigen Tag noch büßen!"
Al und Eugene konnten gerade noch aufspringen, doch es war zu spät, um sich auf die Übeltäter zu stürzen. Sie verschwanden in schwarzem Rauch, disappariert ins Nirgendwo.
"Alter...", sagte dann Al noch zu Flynn. "Du heißt Eugene?!"~*~*~*~*~*~
Es dauerte eine Weile, bis Professor North und Professor Tooth mit Merlin ankamen und die Schüler, die an dem Vorfall beteiligt waren, in den Krankenflügel zu bringen. Die anderen wurden zurück in ihre Schlafsäle begleitet, wo sie von den jeweiligen Hauslehrern beaufsichtigt wurden. Slytherin bekam, aufgrund von Yzmas offensichtlichem Verschwinden, Professor Skelliton als Aufsichtsperson, auch wenn er Ravenclaw war und kein Slytherin.
Da die neun Schüler, die bei dem Angriff dabei waren, die meisten Betten des Krankenflügels füllten, war es dort nun so belebt, wie in einem Schlafsaal eines der Häuser.
Merida saß auf einem Bett recht mittig, Jack daneben, als hätte er Angst, sie könne auf einmal wieder verschwinden, wenn er ihr nur einen Meter von der Seite wich.Rapunzel, Mulan, Astrid und Vaiana hatten Merida recht schnell nach Jack in ihre Arme geschlossen und sie Willkommen geheißen, direkt nach Hicks, der von Merida ebenso fest umarmt worden war, da sie ihn ja als Statue in Erinnerung hatte.
Nun saßen aber alle um Meridas Bett herum und schauten sie erwartungsvoll an, als Merlin ihr eine entscheidene Frage stellte.
"Merida... du hast viel durchgemacht, das wissen wir. Und wir wollen dich auch nicht bedrängen, doch... sag uns bitte... wie es möglich ist, dass Pitch Black dein Vater ist." Seine lieben Augen schauten sie über den Rand seiner Brille hinweg an, als sie schluckte und ihre Freunde anschaute. Dann richtete sich Meridas Blick aber wieder auf ihre gefalteten Hände.
"Meine Mom... sie ist immer sehr ängstlich gewesen um mich. Sie sagte immer, ein Mädchen müsse auf sich aufpassen, denn sonst... passiere einem das Selbe wie ihr. Vor ungefähr 17 Jahren wurde sie von... von einem Mann vergewaltigt und kam in ein Zeugenschutzprogramm vom Ministerium. Das erzählte sie mir häufig. Mein Vater...also...nein, Fergus, ihr Mann... ist immer noch sauer, dass sie den Kerl nicht geschnappt hatten. Und wie sich herausstellte...", Meridas Stimme war gebrochen und nun fing sie auch das Schluchzen wieder an.
Merlin nickte verständig."Pitch hat deine Mutter also vergewaltigt", beendete er den Satz und senkte andächtig den Blick.
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That's Hogwarts
FanfictionEs ist Meridas fünftes Schuljahr und es kommen Probleme auf sie zu. Nicht nur, dass Nervensäge Jack Frost, der dem rothaarigen Gryffindormädchen seit dem ersten Tag auf den Geist geht, die wilde Gryffindor immer wieder in Verlegenheit bringen muss...